Arzneimittelrecht

Wichtige Informationen für den Landwirt zum Einsatz von Arzneimitteln bei Tieren

Grundsatz:

Arzneimittel, die für den Verkehr außerhalb der Apotheken nicht freigegebene Stoffe oder Zubereitungen aus Stoffen enthalten oder auf Grund ihres Verabreichungsweges oder ihrer Indikation apothekenpflichtig sind, dürfen von Tierärzten an Tierhalter nur im Rahmen einer ordnungsgemäßen Behandlung von Tieren oder Tierbeständen abgegeben werden.

 

 

 

Neue Regelungen des Arzneimittelgesetzes (16. AMG-Novelle)  

Zum 01. April 2014 trat eine Neufassung des Arzneimittelgesetzes (16. AMG Novelle) in Kraft. Mit dieser Gesetzesänderung wird ein Antibiotikamonitoring bei Masttieren (Schwein, Rind, Hähnchen und Pute) eingeführt. Ziel der Gesetzesänderung ist eine Verringerung des Antibiotikaeinsatzes und im Weiteren die Eindämmung des Risikos der Ausbreitung resistenter Krankheitserreger, gegen die Antibiotika nicht mehr wirksam sind. 

Betroffene Tierhalter werden verpflichtet, Meldungen über den Tierbestand, Tierbewegungen und den Antibiotikaeinsatz in der HIT-Datenbank zu melden.

Nach dem derzeit vorliegenden Entwurf einer entsprechenden Bundesverordnung gilt dies voraussichtlich nur für Halter von mehr als 20 Mastkälbern, 20 Mastrindern, 250 Mastferkeln (< 30kg), 250 Mastschweinen (>30kg), 1.000 Mastputen oder 10.000 Masthähnchen im halbjährlichen Durchschnitt. Diese Bestandsuntergrenzen beziehen sich auf die Nutzungsart. Es können also bis zu 250 Mastschweine und 250 Mastferkel (bzw. 20 Mastkälber und 20 Mastrinder) gleichzeitig in einem Betrieb gehalten werden, ohne dass dieser Betrieb über die Bestandsuntergrenzen kommt. Für die verschiedenen Nutzungsrichtungen müssen jedoch getrennte Meldungen erfolgen. Eine endgültige Entscheidung über eine Bestanduntergrenze wird erst nach Abschluss des Bundesratsverfahren (voraussichtlich Mitte Juni 2014) getroffen.

Nähere Informationen zu diesem Thema finden Sie im Internet unter folgenden Adressen:   

www.amgnovelle.bayern.de  

 

Informationen für Tierhalter Folgeinformationen für Tierhalter

 

Informationen beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft