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Neue Aussichtsstand am Heistinger Innprallhang

Die überdachte Aussichtserhöhung am sog. Hörndlberg ist fertiggestellt. Diese wurde von der Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Umwelt und dem Ministerium für Umwelt und Naturschutz München gebaut.
Auf dieser Plattform hat man einen wunderbaren Blick auf den gesamten Steilhang hinunter zum Inn und lädt zum Verweilen und zur Beobachtung der Tier- und Pflanzenwelt im Wechsel der Jahreszeiten ein. 

Am Donnerstag, 11.05.2017 wurde die Aussichtsplattform am Heistinger Innprallhang offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

Hier Bericht und Fotos von Robert Wagner für den Mühldorfer Anzeiger:

Staatsminister Dr. Marcel Huber war der Einladung von Pollings Bürgermeister Lorenz Kronberger gerne gefolgt, wie er sagte. War er doch zu Beginn der Planungen noch in seinem damaligen Ressort als Umweltminister eng in diese eingebunden. Huber ging in seiner Ansprache auf die unterschiedlichen Standpunkte von Gegnern und Befürwortern ein und zog dazu das Fazit: 
Beide Seiten liegen falsch. Die Einen, weil sie meinten, die Natur müsse ohne Wenn und Aber und überall zugänglich sein und damit den Erhalt bedrohter Tier- und Pflanzenarten gefährden. Die Anderen, weil sie den Zugang zur Natur verwehren wollten. „Wir müssen die Natur schützen, wo es notwendig ist. Wir müssen sie aber auch zugänglich machen, damit wir die Natur in ihrer ganzen Schönheit erleben dürfen und uns daran erfreuen können. Beides ist möglich und umsetzbar“, sagte der Staatsminister, der damit Bürgermeister Kronberger aus der Seele sprach: „ich denke, es ist wichtig, die Natur zu erleben. Mit diesem Aussichtspunkt und seinen Informationstafeln ist hier sicherlich etwas entstanden, das sich gut einfügt und meines Erachtens keineswegs als störend zu empfinden ist.“

Als Vertreter des Wasserwirtschaftsamtes war Andreas Holderer vor Ort und erklärte die Maßnahmen, die seitens der Behörde zur Renaturierung am Inn unternommen werden. Man wolle die Ufer wieder naturnah gestalten und eine Verbindung zwischen Auen und Wasser erhalten, so Holderer, der insbesondere die gute Zusammenarbeit mit den Wasserkraftwerksbetreibern hervorhob.

Was es mit dem Innprallhang auf sich hat, erklärte Georg Loth vom Bayrischen Umweltamt den Gästen: „es findet hier keine Uferverbauung statt und deshalb sieht man die geologischen Gegebenheiten so deutlich. Es ist der einzige Prallhang, der in dieser Ausgeprägtheit in Bayern vorkommt und ist in seiner Einzigartigkeit für die Geologen sehr interessant. Er ist ein besonders wertvolles Geotop“, so der Diplom Geologe.

Bürgermeister Kronberger erklärte seinen Gästen auch, warum diese Umsetzung doch relativ lange gedauert habe: „es ist eben so, dass man hier wirklich alle Umweltbelange berücksichtigt hat und aufgrund der Tatsache, dass hier am Innprallhang alle Jahre Uhu-Paare ihre Brutstätten haben, ging man nicht nur bei der Planung, sondern auch bei der Umsetzung sehr behutsam und vorsichtig zu Werke“, so der Bürgermeister abschließend. Um diesen neuen Aussichtspunkt besser zu finden, sollen an den Wegen entsprechende Hinweisschilder angebracht werden


 





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