Gemeinde Taufkirchen
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16.12.2015 - Bebauungsplan "Weiß"

Die Unterlagen zum Bebauungsplan "Weiß" stehen hier für den Download bereit.


icon BP-Weiss_mit_1u2_Aend.pdf (1478.6 KB)
icon Festsetzungen1.pdf (4902.5 KB)
icon Festsetzungen_1Aend.pdf (850.7 KB)

Bebauungsplan - Festsetzungen

1.)    Art der baulichen Nutzung
1.1        WA      Allgemeines Wohngebiet (§ 4 BauNVO)
1.2        MD      Dorfgebiet (§ 5 BauNVO)

2.)    Baulandpreise
Die Baulandpreise betragen bei Eigennutzung ohne Erschließung

Einheimischer und auswärtiger Bauwerber  50,00 € - MD     60,00 € - WA

Falls keine Eigennutzung beabsichtigt ist, wird ein Zuschlag in Höhe von 20,00 € je qm Baugrund erhoben.
Die Erschließung (Wasser, Straße, Kanal, Regenwasser) beträgt ca.
40,00 € – 50,00 € je qm Baugrund und ist abhängig von der Größe des Bauobjektes (Geschoßfläche)

3.)    Bauabschnitte
Das Baugebiet Weiß wird in zwei Bauabschnitten erschlossen.
Bauabschnitt I umfasst die gesamte Lindenstraße und Ahornstraße, sowie die Buchenstraße Nr. 1, 2, 18, 23 und 25 und ist bereits voll erschlossen.
Bauabschnitt II umfasst die Buchenstraße 3 – 17, 19 – 21 und wird nach Verkauf der Baugrundstücke des Bauabschnittes I erschlossen.

4.)    Lage, Größe und Beschaffenheit des Grundstückes
1.    Das Planungsgebiet liegt östlich der durch den Ortsteil „Weiß“ führenden St 2091. Im Westen und Süden wird es durch bestehende Wohn und Gewerbebebauung sowie landwirtschaftliche Bauten begrenzt.
Auf der Südostseite des Baugebietes schließen sich landwirtschaftlich
genutzte Flächen an. Nördlich erfolgt die Begrenzung durch einen
Geländeeinschnitt, der als Biotop ausgewiesen ist.
 
2.    Grundstücksgröße des Geltungsbereiches:
Die Grundstücksfläche des Geltungsbereiches beträgt ca.  6,03  ha.

3.    Entfernung des Baugebietes zu folgenden Einrichtungen:
       Omnibushaltestelle:                    ca.    200 m
       Kirche:                                      ca.        2 km (Taufkirchen)
       Grundschule:                             ca.        2 km (Taufkirchen)
       Kindergarten:                            ca.        2 km (Taufkirchen)
       Versorgungsläden:                     ca.        2 km (Taufkirchen)

4.    Das Gelände fällt sanft nach Süden ab. Im Gründungsbereich ist kein Grundwasser zu erwarten. Zur Herstellung eines tragfähigen Baugrundes sind keine besonderen Vorkehrungen nötig.

5.    Der Boden besteht aus Lehm und Mergel.

6.    Das Pflanz-, Nutzungs- und Unterhaltungsgebot für die Ortsrandeingrünung ist in privatrechtlichen Verträgen (z.B. Kaufverträgen) zu regeln.

7.    Es ist damit zu rechnen, dass das Gebiet innerhalb von 8 Jahren nach Inkrafttreten des Bebauungsplanes bebaut wird. Es werden dann zusätzlich circa  214  Einwohner mit circa 55  schulpflichtigen Kindern in dem  Wohngebiet leben.

5.)    Erschließung, Finanzierung
1.    Das Baugebiet wird über eine neu zu errichtende  Erschließungsstraße sowie eine bestehende Gemeindestraße erschlossen. Der ruhende Verkehr ist auf den Baugrundstücken selbst unterzubringen.

2.    Die Wasserversorgung ist sichergestellt durch Anschluss an die vorhandene zentrale Wasserversorgungsanlage.

3.    Die Abwässer werden abgeleitet durch Anschluss an die vorhandene zentrale Kanalisation der Gemeinde Taufkirchen.
Das Regenwasser der einzelnen Parzellen wird über einen öffentlichen Regenwasserkanal in ein Regenwassersammelbecken und weiter in einen vorhandenen Bach abgeleitet.

4.    Die Stromversorgung ist sichergestellt durch Anschluss an das vorhandene Versorgungsnetz der „E.ON“  AG.

5.    Die Beseitigung der Abfälle ist sichergestellt durch die Müllabfuhr des Landkreises Mühldorf am Inn.

6.    Eine Gasversorgung ist möglich durch den Anschluß an das vorhandene Gasnetz der Firma Tyczka-Totalgas.

6.)    Planung und städtebauliches Konzept

1.    Mit der Aufstellung des Bebauungsplanes sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für weitere Wohnbaumöglichkeiten geschaffen werden. Die Gemeinde Taufkirchen hat in der jüngeren Vergangenheit bereits zahlreiche Anstrengungen unternommen, zur Deckung des Wohnbedarfs, vor allem auch für jüngere Familien,  Wohnbauflächen auszuweisen. Die Baugrundstücke der letzten Bebauungspläne sind mittlerweile fast alle bebaut und so liegen der Gemeinde seit Längerem  weitere Anfragen nach Baugrundstücken von Ortsansässigen vor. Die Gemeinde will mit diesem Bebauungsplan bezwecken, der einheimischen Bevölkerung auf einen längeren Zeitraum hin Grundstücke anbieten zu können. Aus diesem Grund ist auch vorgesehen, das ausgewiesene Baugebiet in zwei Bauabschnitten zu erschließen.

2.    Das Planungsgebiet liegt östlich der Staatsstraße 2091, die durch den Ortsteil  „Weiß“ führt. Das Gelände beschreibt einen leicht nach Südosten abfallenden Hang.

3.    Um eine aus städtebaulicher und immissionsschutzrechtlicher Sicht erforderliche Verträglichkeit zwischen den bestehenden gewerblichen und landwirtschaftlichen Bauflächen sowie den geplanten Wohnbauflächen zu gewährleisten, werden die Bauflächen von West nach Ost in „Dorfgebiet“ und „Allgemeines Wohngebiet“ abgestuft.

4.    Die Erschließung erfolgt im Süden über die auszubauende bestehende Gemeindestraße, von der aus  eine 5,0 m breite bogenförmige Haupterschließungsstraße mit angegliedertem Grünstreifen am südlichen Ende des Biotops in die Staatsstraße 2091 mündet.
Westlich gliedert sich noch eine kurze Stichstraße mit Wendehammer an, die auch zum Kinderspielplatz führt. Den nordöstlichen Teil des Baugebietes (2. BA) erschließt eine 4,5 m breite Ringstraße, die in die Haupterschließungsstraße mündet.
Kraftfahrzeugverkehr und Fußgänger- bzw. Radverkehr sollten nicht ausdrücklich getrennt werden, sondern durch Wechsel des Belages erkennbar sein.
Der straßenbegleitende Grünstreifen wird als Schotterrasen konzipiert, damit diese  Fläche als Ausweichfläche für den fahrenden  Verkehr bzw. als Parkplatz für den ruhenden Verkehr genutzt werden kann. Ansonsten ist der ruhende Verkehr auf den Baugrundstücken selbst unterzubringen.

5.    Das Baugebiet wird überwiegend als „Allgemeines Wohngebiet“ gemäß § 4 BauNVO ausgewiesen, da es nach der vorgesehenen Art und dem Maß der Nutzung diesem Gebietscharakter entspricht.
Für das Baugebiet ist eine Bauweise mit Einzel- bzw. Doppelwohnhäuern vorgesehen. Die Gebäudehöhen werden im nordöstlichen und südlichen Teil des Geltungsbereiches durch so genannte Kniestockhäuser zur freien Landschaft hin verringert, um einen harmonischen Übergang zu den angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen zu gewährleisten.  
Eine Begrenzung der Wohneinheiten wurde vorgenommen, weil der Gebietscharakter dörflich geprägt ist und durch die Erweiterung erhalten bleiben soll.

6.     Das Baugebiet wird am nördlichen Ortseingang durch einen schmalen Grüngürtel, der als Biotop kartiert ist, begrenzt.
Aus ortsplanerischer Sicht ist diesem Grünzug besondere Bedeutung beizumessen. Eine Weiterführung dieses Grüngürtels entlang der Haupterschließung durch das Baugebiet nach Südosten hin soll den Charakter dieses Landschaftselementes in das Baugebiet hinein weiterführen. Ebenso soll der Grünstreifen die Trennung von Dorfgebiet zum Wohngebiet anzeigen.
Bei der Straßenplanung wurde bewusst auf eine schmale Straßentrasse Wert gelegt. Dadurch kann beidseitig der befestigten Fahrbahn ein Schotterrasen mit einer Breite von 1,0 – 3,5 m angelegt werden. Dadurch soll eine großzügige Durchgrünung des Baugebietes erreicht werden.    
Die Ortsrandeingrünung im Süden und Osten ist als eine ca. 8 – 10 m breite Steuobstwiese, die auf den einzelnen Privatgrundstücken  liegt und auch privat zu unterhalten ist, konzipiert.
Aufgrund einer durchschnittlichen Grundstücksgröße von ca. 700 m² und einem damit verbundenen  Pflanzgebot  von mindestens einem Baum pro angefangene  400 m² Grundstücksgröße ist eine intensive Durchgrünung des Baugebietes gewährleistet.

7.    Der bestehende Ortsteil  „Weiß“ weist  eine vielfältige Mischbebauung auf. Der Nordwesten und der Südosten des Ortsteiles ist als Wohnbebauung genutzt. Im Süden und Südwesten befinden sich ein „Therapiezentrum für chronisch Suchtkranke“, eine Gärtnerei, ein Schreinereibetrieb, die „Freiwillige Feuerwehr Zeiling“, ein Fuhrunternehmen sowie ein landwirtschaftlicher Betrieb.

8.    Um einer Lärmbeeinträchtigung durch das Fuhrunternehmen (Fl.-Nr. 844) vorzubeugen, wird an dessen Grenze zum Baugebiet hin ein Lärmschutzwall  errichtet.  Dieser soll nach Osten hin als Schlittenberg für den dort plazierten Spielplatz ausgebildet werden.
Das Baugebiet bis zur Haupterschließungsstraße hin wird als „Dorfgebiet“ ausgewiesen, um immissionsschutzrechtliche Belange abzumildern.


Die erste Bebauung bereits abgeschlossen

Blick in Richtung Süden


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