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HIV / AIDS
Das Gesundheitsamt bietet eine Anlaufstelle für alle Fragen rund um das Thema HIV und AIDS.
Sie können sich bei uns über Ansteckungswege und Schutzmöglichkeiten informieren, einen kostenlosen AIDS-Test machen oder mit uns zusammen eine Aktionsveranstaltung zum Thema HIV/AIDS für Ihre Einrichtung planen.
Wir freuen uns über Ihren Anruf/Besuch, denn Information ist der beste Schutz!
HIV /Aids nicht nur zum Weltaidstag ein Thema
In Kooperation mit Taxiunternehmen möchte das Gesundheitsamt Mühldorf mit der
Gratis-Kondomaktion zur Faschingszeit neue Akzente setzen. Das Wissen um HIV und
Aids soll wieder verstärkt ins Bewusstsein der Menschen rücken. Ungeschützter
Geschlechtsverkehr ist nach wie vor die häufigste Übertragungsmöglichkeit für
HIV.
Gerade in Verbindung mit Alkohol sinkt die Hemmschwelle und die
Selbstüberschätzung nimmt zu. Ein verantwortungsbewusster Umgang mit sich selbst
und anderen - nicht nur im Straßenverkehr - ist erklärtes Ziel dieser
Faschingsaktion.
Deutschlandweit leben derzeit ca. 70.000 Menschen mit
einer HIV-Infektion. Letztes Jahr haben sich hierzulande rund 3000 Menschen neu
mit dem HI-Virus angesteckt.
Der TV-Bericht zur Aktion kann unter dem
Link Anti-Aids Aktion des Mühldorfer Gesundheitsamts in
der rfo-Mediathek abgerufen werden.
"Zeig Schleife - engagier Dich"
Die Rote Schleife gilt als universelles Zeichen der Solidarität für Menschen mit HIV und Aids. HERZLICHEN DANK an ALLE, die im Rahmen unserer Präventionsveranstaltungen Schleife zeigen und eine HERZLICHE EINLADUNG an ALLE, die das in Zukunft noch tun wollen.
Hier gelangen Sie zu den einzelnen Veranstaltungen:
Mittelschule Neumarkt Sankt Veit
Mittelschule Dieselstr. Waldkraiburg
Kostenloser und anonymer Test
Sie haben im Gesundheitsamt die Möglichkeit einen kostenlosen HIV-Antikörpersuchtest machen zu lassen. Die Angabe von Namen und Adresse ist nicht erforderlich.
Die Blutabnahme erfolgt aus einer Armvene, vorher erhalten Sie bei einem Gespräch wichtige Informationen über den Test. Selbstverständlich haben Sie auch die Möglichkeit Fragen zu stellen.
Nach einer Infektion dauert es bis zu 12 Wochen bis im HIV-Test Antikörper nachgewiesen werden können. Eine sichere Aussage über eine stattgefundene Infektion lässt sich somit erst 3 Monate nach dem letzten „Risikokontakt" treffen.
Das Testergebnis liegt nach ca. 3 bis 5 Tagen bei uns vor und wird Ihnen ausschließlich persönlich mitgeteilt.
Eine schriftliche Bestätigung des Ergebnisses ist nicht möglich, da der Test ausschließlich anonym durchgeführt wird.
Um sicher zu stellen, dass wir für Sie Zeit haben, bitten wir um vorherige telefonische Terminvereinbarung unter der Telefonnummer: 08631/699-509.
Kontakt
Gesundheitsamt Mühldorf
Töginger Str. 18
84453 Mühldorf
Tel: 08631/699-509
E-Mail: gesundheitsamt@lra-mue.de
Ärztin:
Frau Dr. Cornelia Erat
Sozialpädagogin:
Frau Fischer
Präventionsangebote
- Mitmach-Parcours rund um Liebe, Sexualität und AIDS
Der Parcour ist ein Präventionsangebot für Jugendliche und junge Erwachsene ab 15 Jahren. Er verbindet Aufklärung mit Spiel, Wettbewerb und Aktion. Die Teilnehmer beschäftigen sich mit verschiedenen Aspekten von HIV und AIDS. Auch die Aspekte Liebe, Freundschaft und Sexualität werden thematisiert. Ziel des Parcours ist es, sich mit dem eigenen Risikoverhalten und Schutzmöglichkeiten auseinander zu setzten.
- InformationsveranstaltungenGerne kommen wir zu Ihnen und informieren Sie über HIV und Aids. Sie können uns z.B. für Elternabende, Jugendgruppen, Schulklassen o.ä. engagieren.
Wissenswertes
- AIDS:
Erworbenes Immunschwächesyndrom (Aquired Immuno-Deficiency-Syndrome) - HIV:
Menschliches Immunschwächevirus (Human Immunodificiency Virus)
AIDS ist eine chronische lebensbedrohliche Erkrankung, die durch das menschliche Immunschwächevirus (HIV) verursacht wird.
Das HI-Virus schädigt und zerstört bestimmte Zellen der körpereigenen Immunabwehr. Dadurch kann sich der Körper nicht mehr richtig gegen Eindringlinge (Viren, Bakterien, Pilze) verteidigen. Er wird anfälliger für Infektionen und bestimmte Krebsarten.
AIDS wird ein späteres Stadium der Erkrankung genannt, wenn die körpereigene Abwehr bereits erheblich geschwächt ist und es laufend zu sog. opportunistischen Infektionen kommt. Das sind Infektionen mit Erregern, die ein gesunder Mensch problemlos abwehren kann.
Krankheitsverlauf
Bei ca. 10 – 20 % der Infizierten treten 2 – 6 Wochen nach der Infektion grippeähnliche Beschwerden mit Fieber, Kopfschmerzen, Halsschmerzen und Lymphknotenschwellungen auf.
Bei 80 – 90 % verläuft die Ansteckung zunächst symptomlos.
Nach einer symptomfreien Phase (häufig 5 – 10 Jahre), in der das Virus im Blut vorhanden ist und sich vermehrt, der Mensch also ansteckend ist, kommt es allmählich zur AIDS-Erkrankung. D. h. das Immunsystem ist erheblich geschädigt und es treten schwere Infektionen auf.
Durch Medikamente lässt sich mittlerweile die Zerstörung des körpereigenen Immunsystems bremsen und damit der Beginn der AIDS-Erkrankung hinaus zögern. Eine Heilung ist jedoch nach wie vor nicht möglich. Ein Impfstoff ist trotz intensiver Forschung in den nächsten Jahren nicht zu erwarten.
Verbreitung:
Weltweit
Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) lebten Ende 2011 rund 34 Millionen Menschen mit HIV/AIDS, davon mehr als 2 Millionen Kinder unter 15 Jahren. Fast die Hälfte der Infizierten sind Frauen und Mädchen.
2,5 Millionen Menschen haben sich im Jahr 2011 neu mit HIV infiziert – das sind pro Minute ca. 5 neue Infektionen.
Am schlimmsten betroffen ist Afrika, südlich der Sahara. Aber auch in Südostasien, der Karibik und in den osteuropäischen Staaten steigen die Infektionszahlen rasant an.
Quelle: UNAIDS World AIDS Day Report 12
Deutschland
In Deutschland leben derzeit rund 78 000 Menschen mit HIV/AIDS.
Stand Ende 2012
Knapp 3 400 Menschen infizieren sich jährlich neu mit HIV, davon sind 20 - 25 % Frauen. Seit dem Jahr 2003 steigen die Infektionsraten wieder leicht an.
Übertragungswege / Schutzmöglichkeiten
Eine HIV-Infektion findet statt, wenn infektiöse Körperflüssigkeit eines bereits mit HIV infizierten Menschen in die Blutbahn eines anderen Menschen gelangt.
| Infektiöse Körperflüssigkeiten: | Eintrittswege: |
|---|---|
| Blut | Nadelstichverletzungen |
| Sperma | Schleimhaut |
| Scheidenflüssigkeit | offene Wunden |
| Muttermilch | beim Stillen |
Weitere Informationen finden Sie im pdf-Dokument:
Übertragungswege
uebertragungswege.pdf
Weiterführende Links
Bei den nachfolgenden Links werden Ihnen weitere Informationen zum Thema HIV - AIDS zur Verfügung gestellt.
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