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Impfungen
5. ÖGD-Kongress 2013 "Impfempfehlungen des Gesundheitsamtes - erfolgreich oder nutzlos?"
Ausgangssituation
Das Gesundheitsamt bot jährlich in allen Schulen des Landkreises Impftermine während der Unterrichtszeit an. Trotz erheblichem personellen und finanziellen Aufwand gelang es bei diesen Impfterminen kaum noch, die festgestellten Impflücken zu schließen. Zuletzt konnten wir wegen fehlender Einwilligung der Eltern nur noch bei 6% der Kinder die notwendigen Impfungen verabreichen.
Es zeigte sich, dass Eltern immer weniger bereit waren, ihre Kinder in der Schule nach nur schriftlicher Aufklärung ohne ihr Beisein von ihnen unbekannten Ärzten impfen zu lassen. Vermutlich suchten die meisten dafür lieber ihnen vertraute Haus- und Kinderärzte auf.
Methode
Wir kontrollierten nicht mehr nur die Impfbücher aller Kinder der 6. Klassen für die Statistik, sondern wir stellten dabei nun auch konkrete Impfempfehlungen aus zur Information der Eltern. Die Frage nach dem Nutzen dieser Aktivität führte dazu, den Effekt unserer Impfempfehlungen zu überprüfen. Es wurde deshalb bei allen Kindern dieses Jahrgangs eine zusätzliche Nachkontrolle der Impfbücher nach einem Jahr durchgeführt und ausgewertet.
Ergebnisse
Die Impfempfehlungen wurden in sehr unterschiedlichem Ausmaß befolgt. Wir konnten eine Zunahme der Impfquote bei Tetanus und Diphtherie bei über 50%, bei Polio bei 24% der Kinder feststellen. Bei Masern-Mumps-Röteln lag die Zunahme nur bei 6% und bei Varizellen unter 1%.
Aber auch die regionalen Unterschiede der Impfquoten im Landkreis waren überraschend groß. Insbesondere bei Masern-Mumps-Röteln schwankten sie von 55% bis 89%.
Resümee
Insgesamt kann die Elterninformation mit konkreten Impfempfehlungen nach einer Impfbuchkontrolle als erfolgreicher Weg zur Steigerung der Impfraten angesehen werden. Offensichtlich spielt die gegenseitige Beeinflussung der Eltern, die allgemein vorherrschende Meinung und auch die Einstellung des Haus- und Kinderarztes pro oder contra Impfen in einer Region eine entscheidende Rolle.
Empfehlungen der ständigen Impfkommission (STIKO)
Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) 2012
Auf folgenden Seiten erhalten Sie auch weitere Informationen zum Thema Impfungen:
CRM - Centrum für Reisemedizin
Das Gesundheitsamt informiert über alle öffentlich empfohlenen Impfungen: Es werden Fragen über den Nutzen einer Impfung, die zu verhindernde Krankheit, mögliche Nebenwirkungen, Impfabstände, Impfalter und notwendige Auffrischimpfungen beantwortet.
Ein- bis zweimal jährlich werden in Schulen für bestimmte Altersklassen vom Gesundheitsamt die Durchsicht der Impfbücher angeboten und bei Bedarf Impfempfehlungen erarbeitet. Die betroffenen Eltern, Schulen und Klassenlehrer werden vorher informiert.
Ansprechpartnerin
Frau Dr. Krenn-Lanzl
Reisemedizinische Beratung:
Das Gesundheitsamt informiert außerdem über notwendige Reiseimpfungen bei Fernreisen. Es ist auch möglich je nach Person, Vorerkrankungen und Reiseroute einen individuellen Impfplan zu erstellen. Auskünfte und Informationen erhalten Sie unter der Telefonnummer: 08631/699 - 509 oder per E-Mail.
Gelbfieberimpfung
Informationen und Anmeldung direkt bei Frau Dr. Krenn-Lanzl.
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