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Unterstützung für Raucher
Gesundheitsamt Mühldorf bietet wieder Rauchfrei-Kurse an
Haben Sie Ihren Vorsatz für 2012 endlich Rauchfrei zu werden schon in die Tat umgesetzt oder brauchen Sie noch Unterstützung? Der Rauchfrei- Kurs des Gesundheitsamtes bietet gerade zu Beginn der Fastenzeit eine fachlich fundierte Möglichkeit, die gute Absicht endlich in die Tat umzusetzen.
An insgesamt sieben Abenden werden verschieden Themenrund um´s Rauchen bearbeitet. Neben vielen Fachinformationen, steht die Rauchgeschichte der Teilnehmer im Vordergrund. Welche Vorteile hat es zu Rauchen? Welche Nachteile hat es? Wie kann die erste Zeit der Rauchfreiheit gut gelingen?
Der Kurs beginnt am Donnerstag, den 01.03.2012 um 17 Uhr im Gesundheitsamt. Die sieben Termine dauern jeweils 90 min, zzgl. ein bis zwei Telefonsprechstunden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf € 120,-, darin beinhaltet ist ein umfangreiches Teilnehmerhandbuch. Die meisten Krankenkassen gewähren einen Zuschuss zu den Kursgebühren beim Nachweis der regelmäßigen Teilnahme. Außerdem gibt es einen Nachlass für Schwangere und Eltern kleiner Kinder.
Das Rauchfrei-Programm wurde vom Institut für Therapieforschung und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung entwickelt. Es entspricht neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und vereint verschiedene moderne Konzepte aus Motivationsforschung und Verhaltenstherapie.
Der Kurs findet nur bei ausreichend Teilnehmern statt. Eine verbindliche Anmeldungen muss bis zum 28.02.2012 im Gesundheitsamt unter Telefon 08631/699-527 erfolgen.
Bei Fragen zum Rauchfrei-Programm stehen die Dipl.-Sozialpädagoginnen und Nichtrauchertrainerinnen Carola John-Hofmann 08631/699-526 und Sylvia Wimmer 08631/699-527 aus dem Gesundheitsamt am Landratsamt Mühldorf a. Inn zur Verfügung.
Information

In Bayern rauchen etwa 2,5 bis drei Millionen Menschen, davon sind etwa eine Millionen süchtig (mehr als 20 Zigaretten am Tag). Jährlich sterben etwa 16500 Menschen in Bayern, ca. 117.000 in Deutschland (das sind etwa 320 Menschen täglich), 5,4 Millionen weltweit an den Folgen ihres Tabakkonsums. Die Anzahl der durch das Rauchen ausgelösten Todesfälle ist höher als die von Aids, Alkohol, illegalen Drogen, Verkehrsunfällen, Morden und Selbstmorden zusammen.
Nicht zu vergessen die Folgen des Passivrauchens: lt. Schätzungen des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg geht man in Deutschland von 3300 tabakassoziierten Todesfällen bei Nichtrauchern bedingt durch das Passivrauchen aus. Gerade bei Kindern erhöht sich das Risiko, an Infektionen der Atemwege zu erkranken um 50 bis 100 Prozent.
Es gibt fast kein menschliches Organ, das nicht durch das Rauchen angegriffen wird und Schaden nimmt. Etwa die Hälfte aller regelmäßigen Raucherinnen und Raucher werden an den Folgen des Tabakkonsums sterben. Von 50% der tabakbedingten Todesfälle sind Menschen im Alter zwischen 35 und 69 Jahren betroffen, sie büßen im Durchschnitt 20 Jahre ihrer normalen Lebenserwartung ein.
Der Ausstieg aus dem Rauchen lohnt sich. Schon wenige Stunden nach dem Rauchstopp stellt sich Ihr Körper um. Nach ca. 20 Minuten sinken Puls und Blutdruck auf ein normales Niveau. Der Kohlenmonoxydgehalt im Blut vermindert sich nach ca. 8 Stunden. 24 – 48 Stunden nach dem Rauchstopp nimmt allmählich das Herzinfarktrisiko ab.
Hier eine kurze Übersicht, was der Rauchstopp im Körper bewirkt:
- Nach 20 min Puls und Blutdruck normalisiert sich
- Nach 8 h Sauerstoffversorgung bessert sich
- Nach 2 Tagen Geruchs- und Geschmackssinn verbessert sich, Herzinfarktrisiko sinkt
- Nach 2 Wochen Lungenfunktion bessert sich
- Nach 1 Monat Hustenanfälle und Kurzatmigkeit gehen zurück, Immunsystem stabilisiert sich
- Nach 1 Jahr Herzinfarktrisiko sinkt auf die Hälfte
- Nach 5 Jahren Risiko für Lungen-, Mund-, Speiseröhren- und Kehlkopfkrebs halbiert sich
- Nach 10 Jahren Lungenkrebsrisiko gleich dem der Nichtraucher
- Nach 15 Jahren Koronarinsuffizienzrisiko gleich mit Nichtraucher
Quelle: American Cancer Society Weitere Informationen erhalten Sie unter anderem auch hier: bzga