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Dach, Fenster, Wände – wichtige Elemente für gute Wärmedämmung
Aktuelle Studien belegen erhebliche Einsparpotentiale im Energiebedarf von Bestandsimmobilien.
| So viel kann eingespart
werden: 6 % - Wärmeschutzfenster 14 % - Dachdämmung 21 % - Außenwandisolierung 7 % - Kellerdeckendämmung 12 % - Neuer Heizkessel |
(die genannten Werte sind nur Anhaltswerte und können von den realen Werten deutlich abweichen) |
Das macht rund
60 % Ersparnis bei den Heizkosten pro Jahr, wenn modernisiert wird. Eine
entsprechende Investition hat sich bereits nach etwa 12 Jahren amortisiert. In
den folgenden 13 Jahren können nach heutigen Preisen etwa 40.000 € an
Energiekosten eingespart werden.
Die Gebäudehülle
Eine gut wirkungsvolle Wärmedämmung umschließt den gesamten
beheizten Gebäudebereich wie eine Hülle. Je nachdem, ob das Dachgeschoss oder
der Keller teilweise oder ganz zum bewohnten und damit zum geheizten Bereich
zählen, ist diese Hülle unterschiedlich ausgeprägt.
![]() |
| Wärmedämmung ...der
Gebäudehülle |
Das
Dach
Die Wärmeverluste über das Dach machen immerhin rund ein
Fünftel der Gesamtverluste aus. Maßnahmen zur Dämmung können diesen Anteil um
über 50 % reduzieren.
Bei der Dachdämmung unterscheidet man die
Zwischensparren- von der Aufsparrendämmung. Bei ersterer wird das Dämmmaterial
zwischen die Sparren eingebracht . Bei der Aufsparrendämmung wird zunächst die
vorhandene Dacheindeckung und die Dachlattung entfernt, bevor auf den
Dachsparren eine Holzschalung, eine Dampfsperre und schließlich die Dämmschicht
aufeinander geschichtet werden.
Ist das Dach nicht ausgebaut oder kann der
Dachraum nicht genutzt werden, bietet sich als kostengünstigere Variante eine
Dämmung der Bodendecke des Dachgeschosses an.
![]() |
| ... beim
Dach |
Die Außenwände
Durch eine verbesserte Dämmung können je
nach Gebäude bis zu 50 % der Heizkosten jährlich eingespart werden. Dafür gibt
es verschiedene Methoden der Dämmung:
- hinterlüftete vorgehängte Fassade
An der Außenwand wird aus Balken und Latten eine Holzunterkonstruktion aufgebaut. In die Zwischenräume werden Dämmstoffplatten eingepasst. Zusammen mit einer Abdeckung kann auch loses Dämmmaterial verwendet werden. Ein 2 cm breiter Luftspalt zwischen Außenverkleidung und Dämmstoff sorgt für die Hinterlüftung und gegebenenfalls für den Abtransport von Feuchtigkeit.

Hinterlüftete vorgehängte Fassade
Neben dem ökologischen Vorteil durch Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen trägt diese Methode auch wesentlich zur Verbesserung des Schall- und Brandschutzes bei, was bei Leichtkonstruktionen in der Regel von großem Vorteil ist.
- Wärmeverbundsystem
Beim Wärmedämmverbundsystem wird das Dämmmaterial direkt auf die Wand aufgebracht und anschließend verputzt. Hierzu sind neben Materialien aus fossilen Rohstoffen wie Styropor besonders auch nachwachsende Rohstoffe wie z.B. Kork geeignet.
Die Fenster
Fenster sind meist eine Schwachstelle im
Wärmeschutz. Vor allem bei renovierungsbedürftigen alten Holzfenstern oder
schlecht wärmegedämmten Aluminiumfenstern (Kondenswasser) ist ein
Fensteraustausch aus energetischen und finanziellen Gründen in jedem Fall
empfehlenswert. Man könnte jedoch auch nur die Verglasung austauschen. Die
Aufarbeitung von gut erhaltenen Holzrahmen kann sich oft
lohnen.
Achtung:
Werden in alten Gebäuden mit
schlecht gedämmten Außenwänden nur die Fenster ausgetauscht ohne gleichzeitige
Verbesserung der Außenwanddämmung, ist Vorsicht geboten: die neuen Fenster
schließen dichter. An der kältesten Stelle im Raum kann sich nun verstärkt
Kondenswasser bilden und zu Schimmel führen.
Der
Keller
Wo die Dämmung des Kellers angebracht wird, hängt von seiner
Nutzung ab: soll der Keller beheizt werden, dann dämmt man Kellerwände und
Boden. Bleibt er unbeheizt, so empfiehlt sich die Dämmung der Kellerdecke. Damit
gehört auch die leidige Fußbodenkälte im Erdgeschoss der Vergangenheit
an.
Denkmalschutz und Energieeinsparung
Jedes Gebäude
hat seinen eigenen Charakter und seine eigene Geschichte. Altbauten prägen das
Gesicht von Städten und Dörfern. Doch Energiesparmaßnahmen und der respektvolle
Umgang mit dem kulturellen Erbe und den besonderen Eigenheiten bestehender
Gebäude sind heute längst kein Widerspruch mehr. Es gibt viele technische
Möglichkeiten, den individuellen Charakter von Fassaden, Fenstern oder Dächern
zu erhalten und trotzdem Energie einzusparen. Auch Denkmalschutz und ein
niedriger Energieverbrauch schließen einander nicht aus.

