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Sonderausstellung des Kreismuseums Mühldor... - 23.05. - Aschau a. Inn
Firmung in der Pfarrkirche - 24.05. - Mühldorf a. Inn
Sonderausstellung des Kreismuseums Mühldor... - 25.05. - Ampfing
Maiandacht der KFD Ampfing/Salmanskirchen - 25.05. - Neumarkt-Sankt Veit
Volksfest der Stadt Neumarkt-Sankt Veit un...
Veranstaltungen
Übersicht
23. April 2012: 2. Bildungskonferenz im Landkreis Mühldorf a. Inn
15. Dezember 2011: Zertifikatsübergabe Weiterbildung "Führungskompetenz"
7. Dezember 2011: Elterninformationsabend für Grundschul-Eltern nichtdeutscher Herkunft
15. Oktober 2011: Tag der offenen Tür im Landratsamt Mühldorf a. Inn
6. Oktober 2011: 5. Mühldorfer Geschichtstage
16. Juni 2011: Zertifikatsübergabe Kreishandwerkerschaft
8. Juni 2011: 1. Bildungskonferenz im Landkreis Mühldorf a. Inn
1. Juni 2011: Fotowettbewerb "Lernen im Landkreis Mühldorf a. Inn - wo sonst?"
1. Juni 2011: Thementag "Bildung" auf der Messe INN im Landkreiszelt
20./21. Mai 2011: Bildungsmesse in Töging
15. Mai 2011: Aktionen mit der Hochschule Landshut
16. Februar 2011: Besuch des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
27. Januar 2011: Studieren in der Region Inn-Salzach
11. November 2010: 3. Treffen der bayerischen Lernen vor Ort Kommunen in Mühldorf a. Inn
26. Oktober 2012: Besuch der Stadt Kaufbeuren und des Landkreises Ostallgäu
19. Oktober 2010: "über.Brücken - Bildungsübergänge an Schulen gemeinsam gestalten"
23. September 2010: 1. Familiensymposium im Landkreis Mühldorf a. Inn
2. September 2010: Jugendforum Oberbergkirchen
27. Juli 2010: Veranstaltung "Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam für die Region Mühldorf a. Inn"
29. Juni 2010: Arbeitsgruppe Bildungsberatung
18. Mai 2010: Eisessen mit den "Musical Kids" der Franz-Liszt-Hauptschule Waldkraiburg
30. April 2010: Informationsveranstaltung Lernen vor Ort
1. Bildungsbericht für den Landkreis Mühldorf a. Inn: ein systematischer Überblick zur Bildungssituation
"Wir sind eine Verantwortungsgemeinschaft für Bildung in unserem Landkreis und durch unsere gemeinsame Arbeit und Anstrengung liegt nun der 1. Bildungsbericht in unseren Händen", begrüßte Landrat Georg Huber auf der 2. Bildungskonferenz im Landkreis Mühldorf a. Inn. Die Bildungsinitiative Lernen vor Ort des Landkreises ermöglichte die datenbasierte Darstellung der Bildungsstruktur. So können Handlungsbedarfe erkannt und objektiv diskutiert werden.
Auf der 2. Bildungskonferenz für den Landkreis Mühldorf a. Inn am 23. April 2012 stellte der Landkreis den 1. Bildungsbericht Entscheidungsträgern aus Politik, Verwaltung, Bildung und Wirtschaft vor. 150 Teilnehmer verbrachten einen spannenden und anspruchsvollen Nachmittag im Berufsbildungswerk Waldwinkel.
Landrat Georg Huber betonte in seiner Begrüßungsrede, warum Kommunen einen Bildungsbericht brauchen:
- um einen systematischen Überblick über Bildungsstrukturen und die Bildungsbeteiligung zu erhalten
- weil Bildung und Lernen in hohem Maße kommunal organisiert ist
- weil die Daten einen sachlichen Diskurs ermöglichen: Informationsgrundlage für das Handeln und Entscheiden von Bildungsakteuren und Politik
- weil der Bildungsbericht Aussagen über Chancengerechtigkeit gibt
- weil das kommunale Bildungswesen mit verschiedenen Referenzebenen verglichen werden kann
Nachdem Michael Stadelmann, Geschäftsbereichsleiter des Landratsamtes, dem Plenum die wichtigsten Daten aus dem 1. Bildungsbericht vorgestellt hatte, teilten sich die anwesenden Akteure in vier Praxisforen auf. Dort diskutierten sie spezifische Daten und erarbeiteten konkrete Handlungsempfehlungen. Diskutiert wurden folgende Themen:
Praxisforum 1 "Das kommunale Betreuungsangebot", moderiert von Erwin Gäb/Schulleiter Fachakademie
- Wie wirkt sich die soziale Lage der Familien auf die Nutzung von Bildungsangeboten aus?
- Wie flexibel sind die Betreuungsangebote im Landkreis und was brauchen Eltern?
- Der Krippenausbau fordert eine Weiterqualifizierung der ErzieherInnen - wie soll das in Zukunft geschehen?
Praxisforum 2 "Schule … und dann?", moderiert von Wolfgang Gaigl/Schulleiter Berufsschule I Mühldorf a. Inn
- Welche Abschlüsse und Qualifikationen haben SchülerInnen und welche Anforderungen haben die Unternehmen andererseits?
- Eine genaue Betrachtung der Situation der SchülerInnen mit erhöhtem Förderbedarf sollte für den 2. Bildungsbericht erfolgen.
- Betrachtung der Berufsorientierung und Optimierungsmöglichkeiten der Beratungvertiefende Analysen zu den SchülerInnen zu verschiedenen Bereichen noch nötig, um weitere Informationen zu erlangen
Praxisforum 3 "Unterschiedliche Lernvoraussetzungen - Gleiche Chancen?", moderiert von Dr. Cornelia Erat/Fachärztin für Öffentliches Gesundheitswesen, Gesundheitsamt Mühldorf a. Inn
- Erreichbarkeit der Eltern und Einstieg in die Elternarbeit so früh wie möglich
- In diesem Forum bildete sich spontan eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich zum Thema Konzept für ein Sprachfördermodell für Kinder ab zwei Jahren.
Praxisforum 4 "Lebensübergänge erfolgreich bewältigen", moderiert von Dr. Hans-Jürgen Stolz/Deutsches Jugendinstitut München
- Bildungsberatung soll sozialräumlicher gestaltet werden: Angebote dort, wo der Beratungsbedarf besteht
- Es muss aber auch Beratungsangebote geben, mit denen viele Menschen erreicht werden können
Ausblick:
Der 1. Bildungsbericht und die Handlungsempfehlungen der 2. Bildungskonferenz werden in den nächsten Wochen und Monaten in den politischen Gremien detaillierter vorgestellt und diskutiert. Ein 2. Bildungsbericht erscheint in zwei Jahren; erneut im Rahmen der Bildungsinitiative Lernen vor Ort.
Zertifikatsübergabe Weiterbildung "Führungskompetenz"
Am 15.12.2011 fanden sich Kursteilnehmer und Gäste im Netzwerkhaus in Töging zur Übergabe der Hochschulzertifikate zum durchgeführten Modul „Führungskompetenz“ ein. 13 Teilnehmer studierten berufsbegleitend an 15 Seminartagen und investierten etwa 300 Stunden in ihre berufliche Fortbildung. Neben den Vertretern der Hochschule Rosenheim, Präsident Prof. Heinrich Köster und Lehrgangsleiter Prof. Dr.-Ing. Rudolf Bäßler, konnte der Initiator des Netzwerkes für angewandtes Management (NAM), Anton Steinberger, Landrat Georg Huber begrüßen. Das NAM organisiert die Weiterbildungsbildungsveranstaltungen in Töging, die Hochschule Rosenheim vermittelt die akademischen Inhalte. Dozenten sind sowohl Professoren der Hochschule Rosenheim als auch erfahrene Praktiker aus Verwaltung und Wirtschaft. So wird gewährleistet, dass bei der Vermittlung der Inhalte die Praxisorientierung nicht zu kurz kommt. Als Vertreter des Projekts Lernen vor Ort im Landkreis Mühldorf a. Inn freut sich Landrat Huber besonders darüber, dass von 13 Teilnehmern ganze 11 von Firmen aus dem Landkreis Mühldorf a. Inn kamen. Landrat Huber betonte, dass die vermittelte Thematik „Führungskompetenz“ einen wichtigen Stellenwert für den Erfolg im Arbeitsalltag einnehme und freut sich, dass mit diesem Kurs gerade für den Mittelstand ein regionalspezifisches Bildungsangebot geschaffen wurde. Der Landkreis möchte dieses regionale Angebot weiterhin unterstützen und ausbauen. Bereits zu Beginn des neuen Jahres ist die erneute Durchführung des Moduls „Auftragsmanagement“ (ab 10.03.12) und „Führungskompetenz“ (ab 26.01.12) geplant, im zweiten Halbjahr werden die Themen „Supply Chain Management“ und „Finance Controlling“ aufgegriffen. An den Zertifikatskursen besonders wertgeschätzt werden neben der Erlangung fachlicher Kompetenzen das gemeinsame unternehmens- und branchenübergreifende Lernen sowie der informelle Austausch untereinander. Die erlangten 10 Kreditpunkte gemäß ECTS (European Credit Transfer System) können zudem in ein späteres Studium eingebracht werden.
Sprache ist die Wurzel, Bildung der Baum.
Elterninformationsabend für Grundschul-Eltern nichtdeutscher Herkunft
Slideshow
Mehrsprachigkeit ist ein Segen – verschiedene Kulturen ein Gewinn. Das Schulamt Mühldorf a. Inn, Lehrkräfte aus dem Landkreis Mühldorf a. Inn und die Bildungsinitiative Lernen vor Ort luden am 7. Dezember 2011 Eltern nichtdeutscher Herkunft mit Kindern in der 3. und 4. Klasse zu einem Informationsabend ein. Mehr als 30 Mütter und Väter informierten sich im Schülercafé der Mittelschule an der Dieselstraße in Waldkraiburg über das bayerische Schulsystem und erhielten Ratschläge, wie sie ihre Kinder in der Grundschule beim Lernen unterstützen können. Ergänzend dazu beginnen die Integrationslotsen des Landkreises nächste Woche ihre Arbeit.
Der Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Martin Neumeyer (MdL), appellierte in seiner Rede an die Gäste, dass es vor allem um die Kinder gehe, denen man eine optimale Zukunft geben müsse. Dabei sei Sprache die Wurzel, Bildung der Baum. Und um alle Möglichkeiten zu kennen, braucht man das Wissen so, Waltraut Richter, Beratungsrektorin und Lehrerin an der Grundschule Mößling, und stellte das bayerische Schulsystem vor. Sie betonte, dass es viele Wege und viele Ziele enthält. Auch beispielsweise von der Mittelschule und Realschule aus besteht die Möglichkeit zum (Fach-)Abitur und Studium. Seit einigen Jahren ermöglicht der Meisterbrief den Weg zur Universität. Wer an der Fachoberschule (FOS) als 2. Fremdsprache seine Muttersprache wählt, kann so das allgemeine Abitur ablegen. In Bezug auf den Übertritt von der Grundschule auf die weiterführende Schule wies Waltraut Richter darauf hin, dass alle Schülerinnen und Schüler im Mai das Übertrittszeugnis bekämen. Um alle Möglichkeiten für sein Kind zu kennen, sollten Eltern jetzt zum Elternabend oder in die Sprechstunde der Klassenlehrkraft gehen. Weitere Informationen gibt es auch im Internet: www.meinbildungsweg.de, www.schulberatung.bayern.de.
Nicht nur die Kenntnis der möglichen Bildungswege ist wichtig. Annette Gibis, Beraterin für Migration für die Landkreise Mühldorf, Altötting und Ebersberg, vermittelte den anwesenden Müttern und Vätern Lerntipps. Wichtig sei vor allem, die Muttersprache gut zu beherrschen, weil sie das Fundament für andere Sprachen sei. Man solle zu Hause in der Muttersprache sprechen und mit den Kindern zweisprachige Bücher zu lesen. Folgendes sei bei Hausaufgaben wichtig: ein fester und aufgeräumter Platz, maximal eine Stunde Zeit dafür aufwenden und stets das Hausaufgabenheft kontrollieren. Annette Gibis betonte, dass auch ausreichend Schlaf (neun bis zehn Stunden) und höchsten eine halbe Stunde Fernsehen und Computer am Tag eine große Rolle spielen. Frau Gibis ist für Fragen und weitere Ratschläge unter annette.gibis@gmx.de und über die Grundschulleitungen zu erreichen.
Wie ein Bildungsweg von Menschen nichtdeutscher Herkunft aussehen kann, erzählten Viktor Rein und Mehmet Koca von der Firma ODU. In der Schule seien sie nicht immer fleißig gewesen, aber als das Ende nahte, hätten sich beide sehr engagiert: viele Praktikas gemacht und Bewerbungen geschrieben. Die Ausbildung bei ODU sei anstrengend gewesen, aber sie hätten auch viel gelernt und eine gute Basis bekommen, so Viktor Rein und Mehmet Koca. Ihr Tipp an junge Menschen: Ziele setzen und auch wenn man nicht den direkten Weg gehen kann, mal einen Umweg in Kauf nehmen. Schulrat Hans Wax wies daraufhin, dass viele Unternehmen aus der Region das Potential von MittelschülerInnen erkannt hätten, besonders auch derer mit nichtdeutschem Hintergrund. Eine zweite Fremdsprache, also die Muttersprache, sei bei Auslandskontakten äußerst hilfreich.
Im Rahmen des Programms „Integrationslotsen“, das die Bildungsinitiative Lernen vor Ort des Landratsamtes Mühldorf a. Inn unter Federführung der Referentin für Bildungsübergänge, Elke Beckedorf-Jaeger, ins Leben rief, entstand die Idee zu diesem Elternabend. Die ehrenamtlichen Integrationslotsen stehen Eltern nichtdeutscher Herkunft in Waldkraiburger Grundschulen für Fragen über das bayerische Schulsystem und die Möglichkeiten, die sich ihren Kindern bieten und wie sie ihnen helfen können zur Verfügung. Die Sprechstunden finden Dienstagmittag in der Grundschule Graslitzer Straße und Mittwochmittag in der Grundschule am Goetheplatz statt. Zudem können aber auch alle weiteren Grundschulen ab Januar 2012 mit den Lotsen Kontakt aufnehmen, wenn sie Unterstützung in der Zusammenarbeit mit Eltern nichtdeutscher Herkunft benötigen. Interessierte wenden sich bitte an Elke Beckedorf-Jaeger vom Landratsamt: Tel.: 08631 699 458 | E-Mail: elke.beckedorf-jaeger@lra-mue.de.
Neuer Staatssekretär für Unterricht und Kultus Bernd Sibler zu Besuch im Landkreis Mühldorf a. Inn
Vorstellung von Lernen vor Ort und Übergangsprojekten
Slideshow
Zwar ist Staatssekretär für Unterricht und Kultus Bernd Sibler erst zwei Wochen im Amt, dennoch ließ er sich es nicht nehmen den Landkreis Mühldorf a. Inn zu besuchen, weil er mehr über das dortige Bildungswesen wissen wollte. Landrat Georg Huber begrüßte den neuen Staatssekretär in der Grundschule Mühldorf-Altmühldorf und stellte gemeinsam mit Vertretern der Schulen und Bildungs-einrichtungen Übergangsprojekte aus dem Landkreis und die Bildungsinitiative Lernen vor Ort vor.
In seiner Begrüßung betonte Landrat Georg Huber, dass in Bildungsnetzwerken wie Lernen vor Ort, vor allem die Eltern ein wichtiger Bestandteil seien. Denn diese beeinflussen den Lebensweg der Kinder in hohem Maß. Bernd Sibler pflichtete Landrat Huber bei: „Bildung und Erziehung beginnt im Elternhaus“.
Anschließend wurden fünf verschiedene Übergangsprojekte aus dem Landkreis Mühldorf a. Inn vorgestellt. Zunächst berichteten Marianne Glück, stellvertretende Schulleiter der Fachakademie für Sozialpädagogik Mühldorf des Diakonischen Werks Traunstein e.V., Kerstin Haider, Leitung der KiTa St. Christophorus Waldkraiburg und Vertreterin der teilnehmenden Projekt-KiTas, sowie Hans Wax, Schulrat, vom Kooperationsprojekt mit dem Staatsinstitut für Frühpädagogik und Lernen vor Ort „Den Übergang im Blick. Wir fragen Eltern.“ Mit einem Fragebogen-heft wurden die Wünsche und Bedürfnisse von Eltern beim Übergang ihrer Kinder von der KiTa in die Grundschule erörtert. Eine zweite Erhebung wird im Frühjahr 2012 in den Grundschulen statt finden und die Erfahrungen bei diesem Übergang rückblickend darstellen.
Schulamtsdirektor Paul Schönstetter, Leiter des Bildungszentrums Mühldorf der Handwerkskammer für München und Oberbayern Jochen Englmeier und Schulleiter der Berufsschule1 Mühldorf Wolfgang Gaigl stellten die Berufsorientierung an den Mittelschulen im Landkreis vor. So können die Schülerinnen und Schüler ab der 7. Jahrgangsstufe in einem Berufswahlordner Ihre Fähigkeiten und Praktikaerfahrungen sammeln und für Bewerbungen nutzen; ein Ausbildungsverzeichnis komplettiert den Berufswahlordner. Referentin Elisabeth Huber von Lernen vor Ort hat dafür in den letzten Monaten mit allen Betrieben im Landkreis gesprochen und die Angaben zusammengestellt. Programme wie „Ausbilder in Schulen“ oder das verpflichtendes Orientierungspraktikum im Berufszentrum Mühldorf unterstützen die Jugendlichen zusätzlich. An der Berufsschule I können Mittelschüler außerdem in einem berufsvorbereitenden Jahr den qualifizierenden Hauptschulabschluss nachholen.
Das Ruperti-Gymnasium in Mühldorf arbeitet am Übergang Grundschule – Gymnasium auf der Schüler- und Lehrerebene, so die beiden Lehrkräfte Tanja Mannel und Christine Neumeier. Neben gegenseitiger Hospitation im Unterricht und Besuche der jeweiligen Seminare zählen dazu auch regelmäßige Arbeitsgruppen. Unterstützung in den ersten Schulwochen erhalten die 5.-Klässer mit Tutoren, dem „Lernen lernen-Projekt“ und Intensivierungsstunden. Als „Lotsin des Übergangs“ arbeitet Tanja Mannel als Grundschullehrerin am Gymnasium. So möchte man die Zusammenarbeit der Lehrkräfte verbessern, die Eltern intensiver beraten und die Unterrichtsfächer an der Schnittstelle enger verzahnen. Schulleiter der Realschule Haag, Wolfgang Kürzeder, betonte dazu, dass Wichtigste bei allen Projekte sei, die Kinder auf die richtige Schule zu schicken. Dazu sei es entscheidend, viel voneinander zu wissen, um im Vorhinein gut beraten zu können. „Kleeblatt“ beispielsweise ist eine schulartübergreifende Zusammenarbeit im Fach Englisch, die dies bewirken soll: ein wertvoller Blick „über den Zaun“.
Geschäftsbereichsleiterin und Projektverantwortliche Claudia Holzner umriss kurz die Schwerpunkte der Bildungsinitiative Lernen vor Ort und deren Gelingensfaktoren. Dazu zählt vor allem das Patensystem, das eine direkte Anbindung der einzelnen Referenten an die Führungsspitze gewährleistet und so „kurze Wege“ möglich sind. Im Moment steht bei Lernen vor Ort die Arbeit am 1. Bildungsbericht im Fokus. Dieser wird im April 2012 veröffentlicht.
Lernen vor Ort am Tag der offenen Tür im Landratsamt Mühldorf a. Inn
- Informationen zu Bildung im Landkreis, vhs-Kinder-Uni und Auftritt der Trommelgruppe BRAGADA -
Die Bildungsinitiative Lernen vor Ort des Landkreises Mühldorf a. Inn präsentierte sich am Tag der offenen Tür im Landratsamt Mühldorf a. Inn. Als Stabsstelle ist die Initiative direkt dem Landrat zugeordnet.
Am Informationsstand im Foyer im 1. Stock des Landratsamtes konnten sich die Bürgerinnen und Bürger über Lernen vor Ort und seine Projekte sowie auch über die Netzwerkpartner informieren. Im "Bildungsmonitoring-Büro" erfuhren die Besucher alles über Zahlen und Daten zu Bildungsübergängen im Landkreis sowie den 1. Bildungsbericht, der im Frühjahr 2012 erscheinen wird.
Der Auftritt der Trommelgruppe BRAGADA des Sonderpädagogischen Förderzentrums aus Waldkraiburg heizte den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Mitarbeitern ein. Bei der Kinder-Uni, die Lernen vor Ort gemeinsam mit der Volkshochschule Mühldorf organisiert hatte, erfuhren die Kinder, was ein Landratsamt eigentlich so macht.
Mit Liebe ins Leben - Ein modulares Elternbildungsprogramm für den Landkreis Mühldorf a. Inn -
Informations-Frühstück für Eltern-Kind-Gruppen-Leitungen am 7. Oktober 2011 im Krankenhaus Mühldorf
Das Kreisbildungswerk Mühldorf a. Inn, Lernen vor Ort und das Krankenhaus Mühldorf informierten in einem gemeinsam organisierten Treffen vergangenen Freitag die Leitungen der Eltern-Kind-Gruppen aus dem Landkreis über das neue modulare Elternbildungsprogramm "Mit Liebe ins Leben".
Dieses Programm ist ein Kooperationsprojekt, in dem Informationsgespräche und Kurse zu den Themen „Schwangerschaft und Geburt“, „Bindung und Erziehung“, „Gesundheitliche Entwicklung“ und auch „Paarbeziehung“ zusammengefasst werden. Diese finden auf Anfrage an unterschiedlichen Orten und bei verschiedenen Trägern im Landkreis Mühldorf a. Inn statt – so finden Sie immer ein Angebot in Ihrer Nähe.
Ihre Entwicklungsgruppe:
caritas Erziehungs- und Beratungsstelle, donum vitae, Katholisches Kreisbildungswerk Mühldorf, KoKi, Amt für Jugend und Familie, Lernen vor Ort, Ehe-, Partnerschafts- und Familienberatung München e.V., Gesundheitsamt, Familienbeauftragte Markt Kraiburg.
GESCHICHTSTAGE 2011
6. bis 16. Oktober 2011
Schulen und Bildung im Landkreis Mühldorf. Von der Schiefertafel zum Laptop.
Unter diesem Link erhalten Sie weitere Informationen:
http://www.lra-mue.de/de/pub/regionalentwicklung/freizeit__tourismus/kultur_/geschichtstage.cfm
Weiterbildung auf akademischem Niveau für mittelständische Betriebe
Zertifikatsübergabe Bildungsmodul „Auftragsmanagement“
Eine ortsnahe, berufsbegleitende Weiterbildung auf akademischem Niveau für Arbeitnehmer mittelständischer Betriebe: dies ist jetzt mit dem Bildungsmodul-Programm der Kreishandwerkerschaft Altötting-Mühldorf und der Hochschule Rosenheim möglich. Bereits abgeschlossen wurde das Modul „Auftragsmanagement“, ab Ende Juni 2011 wird eine Schulung zu „Führungskompetenz“ angeboten. Interessierte können sich bei der Kreishandwerkerschaft unter 08631 3940 melden.
Der Fachkräftemangel fordert Verbände, Betriebe und Arbeitnehmer gleichermaßen zum Handeln auf. Besonders in ländlichen Regionen, wie im Inn-Salzach-Raum, ist dieser bereits heute zu spüren. Deswegen müssen qualifizierte Angebote geschaffen werden, die Arbeitnehmer ortsnah nutzen können. So bleiben die Menschen vor Ort, bei ihren Familien und können sich dennoch, auch auf akademischem Niveau, weiterbilden. Die Kreishandwerkerschaft Altötting-Mühldorf hat dies erkannt und gemeinsam mit der Hochschule Rosenheim ein Weiterbildungsprogramm kreiert. Dieses setzt sich aus verschiedenen Modulen zusammen, die auch unabhängig voneinander besucht werden können. Am ersten Modul „Auftragsmanagement“ nahmen Bürger aus vier Landkreisen teil und erhielten vor kurzem im NETZWERK Seminar- und Medienhaus in Töging ihre Zertifikate. Gleichzeitig mit dem Zertifikat erwarben die Teilnehmer Kreditpunkte nach dem ECTS (European Credit Transfer System), welche in ein späteres Hochschulstudium eingebracht werden können. Herr Anton Steinberger, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft AÖ-MÜ, bedankte sich bei der Zertifikatsübergabe für die gute Zusammenarbeit mit den beteiligten Partnern und warb für das wegweisende Projekt der modularen berufsbegleitenden Weiterqualifizierung auf akademischem Niveau. Herr Landrat Georg Huber freute sich über dieses regionale Bildungsangebot und betonte, dass das Engagement der Hochschule Rosenheim vor Ort der Region hilft, sich positiv weiterzuentwickeln. Der Landkreis Mühldorf a. Inn unterstützt mit Lernen vor Ort das Modulprogramm. Damit werde ein ortsnahes Angebot geschaffen, das die Herausforderungen des Fachkräftemangels aktiv angeht und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördert, so Landrat Huber. Neben Herrn Steinberger und Landrat Huber waren auch die Professoren Rudolf Bäßler und Alfons Rimmele von der Hochschule Rosenheim anwesend und alle betonten die Vorteile des Netzwerkgedankens: Neben den fachlichen Aspekten profitierten die Kursteilnehmer vor allem von neuen Kontakten, die mit anderen teilnehmenden Unternehmen auch aus anderen Branchen geknüpft wurden.
Nach dem erfolgreichen Start wird die Weiterbildungsreihe nun mit dem Thema "Führungskompetenz" fortgesetzt. Dozenten aus der freien Wirtschaft und der Hochschule Rosenheim vermitteln in praxisorientierter Weise u.a. Gesamtzusammenhänge und Wirkungsweisen von Führung, Führungsmethoden und -instrumente sowie persönliche Arbeitstechniken. Angesprochen sind alle Führungskräfte und angehenden Führungskräfte, die in einem berufsbegleitenden Studium gezielt ihre Führungs- und Managementkompetenzen ausbauen wollen. Start ist bereits am 30. Juni 2011 im NETZWERK-Haus in Töging a. Inn.
Die Kreishandwerkerschaft Altötting-Mühldorf und die Hochschule Rosenheim planen im Moment weitere Module: z.B. Energetische Gebäudesanierung, Internationales Marketing, Finance und Controlling, Betriebliches Vertragsrecht, Logistik und Lagerwirtschaft. Für Fragen stehen Herr Anton Steinberger (E-Mail: info@handwerk.altoetting-muehldorf.de;Telefon 08631 3940) sowie Herr Andreas Ortner, Referent Hochschulkooperation, Lernen vor Ort/ Landratsamt Mühldorf a. Inn (E-Mail: andreas.ortner@lra-mue.de; 08631 699 506).
1. Bildungskonferenz im Landkreis Mühldorf a. Inn - DOKUMENTATION
Hier können Sie die Dokumentation zur 1. Bildungskonferenz im Landkreis Mühldorf a. Inn herunterladen.
1. Bildungskonferenz im Landkreis Mühldorf a. Inn
Vorstellung von Grund- und Strukturdaten zu Bildungsübergängen
Wie haben sich die Schülerzahlen an Mittel- und Realschulen sowie Gymnasien seit 2005 verändert? Wie viele Krippenplätze gibt es im Landkreis? Wie sehen die Übergangsquoten von der Grundschule an weiterführenden Schulen aus? Diese und andere Daten aus dem Bereich Bildungsübergänge stellte das Landratsamt Mühldorf a. Inn mit Lernen vor Ort am 8. Juni 2011 auf der 1. Bildungskonferenz im Landkreis Mühldorf a. Inn im Beruflichen Schulzentrum vor. Dies ist ein wichtiger Schritt in Richtung des 1. Bildungsberichts des Landkreises Mühldorf a. Inn, der im Frühjahr 2012 erscheinen wird.
Zu Beginn appellierte Landrat Georg Huber an die Vertreter aus Bildung, Politik und Wirtschaft: „Die systematische Darstellung der Bildungslandschaft im Rahmen eines kommunalen Bildungsmonitorings ist eine Gemeinschaftsaufgabe aller Erziehungs- und Bildungsträger, aller Institutionen, die sich um die positive Entwicklung von Menschen in unserer Gesellschaft kümmern. Gemeinsam erarbeiten wir das Zahlenwerk und diskutieren die Ergebnisse.“
Einen Überblick zum Thema Bildungsmonitoring gab Prof. Dr. Rudolf Tippelt von der LMU München mit seinem Impulsvortrag. Ein Bildungsbericht erhöhe durch Transparenz die Teilnahme jedes Bürgers an der Gestaltung der Bildung und gibt der Politik die Möglichkeit für eine langfristige Planung. Entscheidend für eine Nachhaltigkeit sei eine regelmäßige Fortschreibung des Bildungsberichts mit Fokus auf aktuelle Entwicklungen bzw. Fragestellungen. Der Bildungsbericht wird somit zum zentralen Bestandteil des Kommunalen Bildungsmonitorings.
Der Fokus der 1. Bildungskonferenz lag auf der Vorstellung von Zahlen zu Bildungsübergängen, von der KiTa in die Grundschule und anschließend in die weiterführenden Schulen. Geschäftsbereichsleiter im Landratsamt Michael Stadelmann und Pate für den Schwerpunkt Bildungsmonitoring bei Lernen vor Ort: „Mit diesen Daten möchten wir Sie, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Nachdenken, zum Interpretieren und zum Fragen anregen.“ Hier eine Auswahl: Die Zahl der Krippenplätze im Landkreis stieg von 36 im Jahr 2005 auf 144 im Jahr 2011.Das durchschnittliche Einschulungsalter sank seit 2005 von 6,67 Jahren auf 6,55 und liegt dabei jedoch höher als im bayernweiten Schnitt.Seit dem Schuljahr 2005/2006 sank die Schülerzahl im Landkreis um ca. 5%.Im Landkreis Mühldorf a. Inn treten durchschnittlich mehr SchülerInnen von einer Grundschule an eine Haupt – oder Realschule über als im Landesdurchschnitt von Bayern. Im Vergleich zum Schuljahr 2005/2006 besuchten im Schuljahr 2009/2010 26,02 Prozent mehr SchülerInnen eine Realschule und 16,93 Prozent weniger SchülerInnen eine Hauptschule.Der Anteil der Schüler/innen mit Hauptschulabschluss und ohne Abschluss ist rückläufig. Der Anteil der SchülerInnen mit mittlerem Abschluss und Allgemeiner Hochschulreife nimmt seit dem Schuljahr 2007/2008 zu. Die Quote der Schulabgänger an Hauptschulen ohne Abschluss ist im Landkreis Mühldorf seit dem Schuljahr 2005/2006 von 13,88 auf 8,70 Prozent im Schuljahr 2009/2010 gesunken. Bei der Vorstellung der Zahlen signalisierten die Besucher deutliches Interesse: nach jeder Grafik wurden die Zweiergespräche und Zwischenrufe lauter.
Den Abschluss bildete eine Diskussionsrunde mit dem Thema „Bildungsmonitoring im Landkreis Mühldorf a. Inn“. Teilnehmer waren: Landrat Georg Huber, Schulamtsdirektor Paul Schönstetter, Leiter der Fachakademie für Sozialpädagogik Starkheim Erwin Gäb, Geschäftsstellenleiter AA Mühldorf a. Inn Markus Eberl, Leiter des Bildungszentrums HWK Mühldorf a. Inn Jochen Englmeier und Prof. Dr. Rudolf Tippelt. Paul Schönstetter nannte die Zahlenvorstellung einen spannenden Krimi und wies daraufhin, dass die Daten rund um die berufliche Bildung noch ausgebaut werden müssten. Erwin Gäb gab zu bedenken, neben den quantitativen Daten auch qualitative Erhebungen mit einzubauen.
Nach der 1. Bildungskonferenz wird die Arbeit für den 1. Bildungsbericht im Landkreis Mühldorf a. Inn mit Arbeitsgruppen fortgesetzt. Dieser wird im Frühjahr 2012 auf der 2. Bildungskonferenz vorgestellt.
1. Bildungkonferenz im Landkreis Mühldorf a. Inn
Auf dem Weg zum Bildungsbericht - Grund- und Strukturdaten zu Bildungsübergängen
Slideshow
Hier können Sie die Präsentation der 1. Bildungskonferenz sowie weitere Unterlagen vom 8. Juni 2011 herunterladen.
Eine Bildergalerie lässt Sie die 1. Bildungskonferenz noch einmal durchleben.
FOTOWETTBEWERB "Lernen im Landkreis Mühldorf a. Inn - wo sonst?"
Die vier Gewinner des Lernen vor Ort Fotowettbewerbes stehen fest:
1. Preis - viertägige Informationsfahrt nach Berlin: Christine Habermeier aus Buchbach mit "Lern-Pool"
2. Preis - Besuch des Bayerischen Landtages in München: Michaela Hackl aus Oed mit "Lernen macht Freude"
3. Preis - 100-Euro-VHS-Gutschein: Veronika Thaller aus Obertaufkirchen mit "Früh übt sich"
4. Preis - Holz-Geschicklichkeitsspiel: Rosmarie Kronberger mit "Generationen lernen gemeinsam"
Thementag "Bildung" auf der Messe INN 2011
Mittwoch, 1. Juni 2011
Slideshow
Lernen vor Ort gestaltete den Thementag "Bildung" im Landkreiszelt auf der Messe INN. Mit einem Lernquiz erfuhren die Besucher Neues und Kurioses über ihren Landkreis Mühldorf a. Inn. Knapp 150 Teilnehmer konnten spannenden Lernspiele als Preis mit nach Hause nehmen.
Hier können Sie das Quiz zu Hause ausfüllen!
Lernen vor Ort auf der Bildungsmesse in Töging
Freitag, 20. bis Samstag, 21. Mai 2011
Slideshow
In der Bildergalerie finden Sie einige Eindrücke von der Bildungsmesse.
Gemeinsam stark für die Region: Hochschule Landshut und Landkreis Mühldorf a. Inn
Lernen vor Ort organisiert Austausch zum gegenseitigen Kennenlernen
Hochschulkooperation zum Anfassen: Der Landkreis arbeitet schon lange mit der Hochschule Landshut zusammen, intensiviert wurde diese Kooperation durch Aktivitäten von Lernen vor Ort. Am vergangenen Sonntag besuchten Vertreter der Lokalpolitik und der Wirtschaft die Hochschule beim Tag der offenen Tür der dort ansässigen vier Bildungsträger. Lernen vor Ort initiierte die Aktion für die Mühldorfer Besucher, die Südostbayernbahn stellte eine kostenfreie Zugfahrt zur Verfügung, während die Hochschule Landshut sich ein abwechslungsreiches Programm für die Gäste ausgedacht hatte. Bereits am 27. April fuhr Lernen vor Ort mit Schülerinnen und Schülern aus der Region zum Studieninformationstag, damit diese sich über das vielfältige Bildungsangebot vor Ort informieren konnten. Auch diese Fahrt wurde durch die Südostbayernbahn unterstützt.
Der neue Präsident der Hochschule Landshut, Prof. Dr. Karl Stoffel, begrüßte die Delegation aus Mühldorf und freute sich über das große Interesse der Landkreispolitik und –wirtschaft. Auch Präsident a. D. Prof. Dr. oec. Erwin Blum und Vizepräsident Prof. Dr. Joachim Knappe begleiteten die Mühldorfer Delegation durch den Tag und nahmen am Programm teil: Nach einem gemeinsamen Weißwurstfrühstück begeisterte die Teilnehmer und Teilnehmerinnen u.a das „Lokomobil unter Dampf“, ein GPS-gesteuerter Traktor des Agrarbildungszentrums Landshut-Schönbrunn sowie die Vorführungen im Kfz-Labor oder der Produktionstechnik.
Für die Schülerinnen und Schüler aus der Region hatte Lernen vor Ort bereits Ende April eine Zugfahrt zum Studieninformationstag an der Hochschule Landshut organisiert. Vor Ort informierten sie sich u.a. über die Studienfächer, Bewerbungs- und Zulassungsverfahren und Möglichkeiten des Auslandsstudiums. Auf besonderes Interesse stießen die Laborführungen sowie zahlreiche Schnuppervorlesungen. Die Südostbayernbahn spendierte den Schülerinnen und Schülern zum Schluss noch je ein Südostbayernticket, damit auch die nächste Fahrt zur Hochschule Landshut gesichert ist. Die Aktion soll auch im nächsten Jahr wieder angeboten werden.
Für Landrat Georg Huber steht der Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Hochschule, regionaler Wirtschaft und Landkreis auf der politischen Agenda ganz weit oben: „Das zentrale Thema „lebenslanges Lernen“ ist der Landkreis mit dem BMBF Programm Lernen vor Ort bereits aktiv angegangen. Hierzu zählt auch der Bereich der berufsbegleitenden Weiterbildung, der gemeinsam mit den Hochuschulen Landshut und Rosenheim vorangetrieben wird. Berufliche Weiterbildung qualifiziert die Belegschaft und ist, gerade in Zeiten des Fachkräftemangels, eine notwendige sowie sinnvolle Investition in die Mitarbeiter. Unser Ziel ist es, den Bürgern und unseren Unternehmen gerade auch im ländlichen Raum und vor dem Hintergrund des demographischen Wandels ein attraktives Umfeld mit guten Möglichkeiten zur Weiterentwicklung zu bieten. Auf die regionale Wirtschaft abgestimmte Weiterbildungsangebote vor Ort sind entscheidende Bausteine dazu.“
Landrat Huber freut sich, dass bis dato bereits einige Kooperationen der Hochschulen mit regionalen Unternehmen initiiert werden konnten. So bietet beispielsweise die Sparkasse Altötting-Mühldorf ergänzend zur bisherigen Ausbildung zum Bankkaufmann/-kauffrau ab September 2011 ein sog. Verbundstudium – eine Kombination aus Berufsausbildung und Betriebswirtschafts-Studium an der Hochschule Landshut – an.
Unternehmen, die sich für Kooperationen dieser Art interessieren, melden sich bitte bei Lernen vor Ort im Landratsamt Mühldorf a. Inn, Hochschulkooperation, Referent Andreas Ortner, Tel. 08631 699 506, E-Mail: andreas.ortner@lra-mue.de.
Ausbildung und Studium kombinieren
Kooperation ermöglicht Auszubildenden der Sparkasse Altötting-Mühldorf zukünftig auch das Studium an der Hochschule Landshut
Im Landkreis gleichzeitig leben, arbeiten und studieren: Ab September 2011 bietet die Sparkasse Altötting-Mühldorf ergänzend zur bisherigen Ausbildung zum Bankkaufmann/-kauffrau ein sog. Verbundstudium – eine Kombination aus Berufsausbildung und Betriebswirtschafts-Studium an der Hochschule Landshut – an. Soeben wurde eine Kooperation hierzu in der Sparkasse unterzeichnet.
Junge Menschen im ländlichen Raum zu halten, ist vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung eine der großen Herausforderungen der Zukunft. Gerade junge Mitarbeiter mit einem hervorragenden Berufsabschluss verlassen häufig ihren Arbeitgeber, um in einer Hochschule/Universität einen akademischen Abschluss anzuschließen und suchen den Berufseinstieg nicht mehr am Heimatort. Die sog. Verbundstudiengänge bieten die Möglichkeit, praktische Ausbildung mit akademischem Abschluss zu kombinieren und die Fachkräfte so auch zukünftig im Unternehmen und in der Region halten zu können. Auf Initiative des regionalen Bildungsprojekts Lernen vor Ort des Landratsamtes Mühldorf a. Inn kam die Kooperation zwischen der Hochschule Landshut und der Sparkasse Altötting-Mühldorf zustande, die jetzt erstmalig in 2011 zwei Azubis die Gelegenheit gibt, ein Verbundstudium in der Region aufzunehmen. Dieses Angebot wird fester Bestandteil der Ausbildung bei der Sparkasse Altötting-Mühldorf.
Im Rahmen des Projektschwerpunktes Hochschulkooperation besuchte der zuständige Referent Andreas Ortner gemeinsam mit Vertretern der Hochschulen Landshut, Josef Huber, und Rosenheim, Frau Fremuth, im letzten Jahr verschiedene Unternehmen im Landkreis. Ziel dabei war, die Wünsche und Bedürfnisse nach akademischen Aus- und Weiterbildungsangeboten im Landkreis zu erörtern. Im Anschluss daran folgten intensive Gespräche zwischen der Sparkasse Altötting-Mühldorf und der Hochschule Landshut, die in der Schaffung von zunächst zwei Studienplätzen für Betriebswirtschaft (Abschluss Bachelor of Arts) für zwei Auszubildende mündeten.
Diese werden das erste Jahr als Auszubildende in der Sparkasse sein, hier ihre Berufsausbildung beginnen und regulär das erste Jahr der Berufsschule besuchen. Ab dem zweiten Jahr wechseln sie zum Studium an die Hochschule Landshut, verbringen aber vorlesungsfreie Zeiten etc. auch weiterhin in der Sparkasse, um hier ihre Praxiserfahrung auszubauen. Im an den Bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAWs, früher Fachhochschule) vorgesehenen Praxissemester (5. Semester im Betriebswirtschaftsstudium an der Hochschule Landshut) schließen sie ihre Berufsausbildung schließlich mit der IHK-Prüfung zum Bankkaufmann/-kauffrau ab. Anschließend werden die drei restlichen Semester an der Hochschule absolviert, die abschließende Bachelorarbeit, die an den HAWs meist eine Fragestellung aus der Praxis behandelt, schreiben die Studierenden dann zu einem Thema der Sparkasse. Das Verbundstudium bietet so sowohl der Sparkasse als auch den Teilnehmern große Vorteile. Der Arbeitgeber erhält praktisch ausgebildete Akademiker, die mit dem Ablauf in der Sparkasse bereits aufs Beste vertraut sind und muss ein Abwandern der Berufsaubildung im Regelfall nicht befürchten. Die Azubis bzw. Studenten kombinieren Berufsausbildung und Studium, sie erhalten erst ein Auszubildenden-Gehalt und werden auch während des gesamten Studiums finanziell gefördert und der erfolgreiche Berufseinstieg bei der Sparkasse sollte garantiert sein.
Die Sparkasse Altötting-Mühldorf erweitert dabei ihr über die S-Finanzgruppe bestehendes Bildungsnetz, in dem auch bisher über die Sparkassenhochschule ein Bachelor- und Master-Studium absolviert werden kann – dies jedoch erst mit Praxiserfahrung und nicht bereits gleichzeitig mit einer Ausbildung. Mit dem Verbundstudium bietet die Sparkasse demnach einen weiteren Baustein in ihrem vielfältigen Bildungsnetzwerk an, bei der die Abiturienten Studium, Ausbildung und Praxiserfahrung parallel kombinieren können. Sowohl die Sparkasse Altötting-Mühldorf als auch die Hochschule Landshut haben bereits im Vorfeld zur Kooperationsunterzeichnung in Informationsveranstaltungen an Schulen die neue Möglichkeit des Verbundstudiums in Kooperation zwischen den beiden Partnern vorgestellt und eine Vielzahl an Bewerbungen, die bei der Sparkasse eingegangen ist, beweist die Attraktivität des Programms. Dabei stellt die Personalabteilung der Sparkasse natürlich bei den Bewerbern für das Verbundstudium ebenso gehobene Ansprüche wie bei anderen Bewerbern auch. Aber bei dieser Bewerbung wird ihnen nach Aufnahme der Berufsausbildung auch ein Studienplatz an der Hochschule Landshut garantiert. Eine Bewerbung ist ab sofort möglich, die Berufsausbildung beginnt bereits heuer im September.
Vertreter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung besuchen Landkreis Mühldorf
„Lernen vor Ort“ präsentiert aktuelle Entwicklung

Hoher Besuch im Landkreis Mühldorf: Kornelia Haugg, Leiterin der Bildungsabteilung im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und damit verantwortlich für das Bundesprogramm Lernen vor Ort, und Dr. Martin Thomé aus dem zuständigen Fachreferat, kamen vor kurzem in den Landkreis Mühldorf, um sich über die dortigen Entwicklungen zu informieren.
Der Landkreis Mühldorf ist eine von 40 Kommunen, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung bis August 2012 gefördert werden. Gemeinsam mit Landrat Georg Huber, Claudia Holzner (Geschäftsbereichsleiterin und Verantwortliche Lernen vor Ort), Stiftungs- und Kooperationspartnern sowie den Referenten wurde der aktuelle Stand besprochen und diskutiert.
Landrat Georg Huber ging insbesondere darauf ein, wie Lernen vor Ort gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern die Bürgerinnen und Bürger beim lebensbegleitenden Lernen unterstützt. Seit Beginn des Programms konnten einige Kooperationsprojekte ins Leben gerufen werden: So kümmert sich beispielsweise die Arbeitsgruppe „Bildungsberatung INN Mühldorf“ um den Aufbau einer trägerunabhängigen und flächendeckenden Bildungsberatung für alle Bürgerinnen und Bürger des Landkreises. Im Bereich Bildungsübergänge sollen Eltern beim Übergang ihrer Kinder vom Kindergarten in die Grundschule gezielter gefördert werden. Dazu wurde von der Fachakademie Starkheim, dem Schulamt Mühldorf a. Inn und dem Staatsinstitut für Frühpädagogik eine wissenschaftliche Befragung initiiert, die in diesem Frühjahr startet. Auch im Bereich Familienbildung werden bereits trägerübergreifende Projekte geplant, die insbesondere für werdende Eltern und Eltern kleiner Kinder bedarfsgerechte Unterstützungsangebote vor Ort ermöglichen sollen.
Vier Stiftungspartner begleiten und beraten aktiv Lernen vor Ort im Landkreis Mühldorf a. Inn: Roland Berger Stiftung, Stiftung der Kreissparkasse Mühldorf a. Inn, Evangelische Schulstiftung Bayern und die Stiftung Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt. Die Vertreter des BMBF zeigten sich erfreut über die bisherigen Fortschritte von Lernen vor Ort im Landkreis Mühldorf. Landrat Georg Huber bedankte sich für das Interesse und betonte, wie wichtig ihm das Thema Bildung ist. „Ich brenne für dieses Thema, denn Bildung ist ein wenn nicht der entscheidende Standortfaktor einer Region“, so Landrat Georg Huber wörtlich.
Studieren in der Region Inn-Salzach
Das Projekt Lernen vor Ort setzt den Dialog zwischen Unternehmen und Hochschulen der Region fort

Firmen brauchen gut ausgebildete Mitarbeiter – junge Menschen suchen gute berufliche Perspektiven: Wie kann man beide zusammenbringen? Rund 60 Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik kamen am 27. Januar 2011 zur Veranstaltung „Studieren in der Region Inn-Salzach“ im Landratsamt Mühldorf a. Inn zusammen und informierten sich über berufsbegleitende akademische Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit.
Landrat Georg Huber wies in seiner Begrüßungsrede darauf hin, dass der Fachkräftemangel Unternehmen und Hochschulen zur Zusammenarbeit fordere. Die Hochschulen müssten sich von den Städten in die ländlichen Regionen bewegen, um dort ein akademisches Angebot zu gewährleisten. Prof. Köster, Präsident der Hochschule Rosenheim, bedankte sich anschließend in seinem Vortrag für das impulsgebende Programm Lernen vor Ort. Angesichts der Tatsache, dass sehr bald 40.000 Ingenieure fehlen werden und der Lehrlingsstand einen drastischen Rückgang zu verzeichnen hat, müssen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam aktiv werden.
Anton Steinberger, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Altötting-Mühldorf, stellte eine neue Möglichkeit des wohnortnahen berufsbegleitenden Studiums vor: Das Modul „Auftragsmanagement“ wurde praxisorientiert von Unternehmern für Unternehmer zusammen mit der Hochschule Rosenheim entwickelt. Es handelt sich dabei um den Start einer Modulreihe, die insgesamt gesehen ein aufeinander abgestimmtes Weiterbildungspaket ergibt. Inhalte des ersten Moduls sind u.a. die Prozesse der Auftragsgewinnung in Handwerk und Industrie, Grundlagen des Qualitätsmanagements oder auch Ressourcenmanagement. Der Arbeitsaufwand gliedert sich in 90 Stunden und beinhaltet Präsenzvorlesungen und -übungen sowie die häusliche Vor-, Nach- und Prüfungsvorbereitung.
Die Hochschule Rosenheim bietet daneben berufsbegleitende Weiterbildungsangebote in vielen Varianten an. Mit dem ESF-Projekt „Führungskompetenz und Management“ beispielsweise will die Hochschule Führungskräfte kleiner und mittlerer Unternehmen (KMUs) in der Region 18 qualifizieren. Außerdem wurden von der Hochschule Rosenheim die Modelle des dualen Studiums vorgestellt: entweder als Verbundstudium mit Berufsausbildung und Studium oder als Studium mit vertiefter Praxis, also Studium mit Praxisphasen. Firmen gewinnen so Ingenieure und Betriebswirte, welche sich praxisorientierte und akademische Kenntnisse gleichermaßen aneignen. Gemeinsam mit den Studierenden können auch passende Studienschwerpunkte herausgesucht werden. Teilnehmer können Wissen zeitnah anwenden, haben hervorragende Job- und Karrierechancen und erhalten finanzielle Sicherheit durch kontinuierliche Vergütung.
Als Koordinator unterstützt die Hochschule Landshut mit seinem Leichtbau-Cluster die Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Dienstleister dieses Netzwerkes, ihre Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft durch eine disziplinübergreifende Zusammenarbeit nachhaltig zu stärken. Gemeinsam mit Prof. Dr. Joachim Knappe, Vizepräsident Hochschule Landshut, stellte Marc Bicker, organisatorischer Leiter, diese Kooperation vor. Neben einer Wissensdatenbank bietet der Leichtbau-Cluster Qualifizierungsmöglichkeiten, stellt den Kontakt zwischen potentiellen Projektpartnern her und unterstützt mit gemeinsamen Messeauftritten das Marketing. In regelmäßigen Veranstaltungen zu aktuellen Leichtbauthemen werden die Netzwerkpartner auf den neuesten Wissensstand gebracht.
Weitere Informationen zu den angesprochenen Themen und Projekten erhalten Sie bei Andreas Ortner (Referent für Hochschulkooperation, Lernen vor Ort, Landratsamt Mühldorf a. Inn) (08631-699-506, andreas.ortner@lra-mue.de).
3. Treffen der fünf bayerischen Lernen vor Ort Kommunen in Mühldorf a. Inn
Arbeitstreffen der 5 bayerischen Lernen vor Ort-Kommunen im Landkreis Mühldorf
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Von den Erfahrungen der anderen profitieren und so gemeinsam Schritt für Schritt das Bildungsangebot vor Ort verbessern – das ist das Ziel der regelmäßigen Arbeitstreffen, zu dem die fünf bayerischen Lernen vor Ort-Kommunen München, Nürnberg, Kaufbeuren und der Landkreis Lindau jetzt im Landratsamt Mühldorf a. Inn zusammen kamen. Schwerpunkt der letzten Arbeitssitzung war das Themenfeld Bildungsberatung, zu dem Manuela Burger von der Bildungsberatung des Bildungsnetzwerkes Steiermark als langjährige Fachreferentin wichtige Praxiserfahrungen beisteuern konnte.
Nach der Vorstellung des aktuellen Projektstandes in den einzelnen Kommunen gingen die lokalen Projektvertreter auf ihr spezielles Bildungsberatungsangebot vor Ort ein. Der Landkreis Mühldorf verwies hier auf den engen Austausch mit der Stadt Kaufbeuren, vor allem was das dortige Online-Bildungsportal anbetrifft. Erst vor kurzem hat sich die Mühldorfer Arbeitsgruppe „Bildungsberatung INN Mühldorf“ zusammen mit Landrat Georg Huber und Vertretern regionaler Bildungsanbieter die Grundzüge der Datenbank bei einem Besuch vor Ort angesehen. Zentrale, unabhängige und leicht erreichbare Bildungsberatung – das ist die Besonderheit der Online-Datenbank in Kaufbeuren, die neben Mühldorf auch der Landkreis Lindau übernehmen möchte. Dort sind bislang zwei Bildungsberatungsbüros geplant, sowohl in der Stadt Lindenberg als auch in Lindau selbst. Die Stadt Nürnberg konzentriert sich im Projekt Lernen vor Ort zwar momentan hauptsächlich auf den Schwerpunkt Bildungsmonitoring für den Bereich Bildungsberatung wird aber gleichzeitig eine Bestandsaufnahme erarbeitet und ein entsprechendes Gremium soll ins Leben gerufen werden.
Einen Schritt weiter ist die Landeshauptstadt München, denn nach dem bereits angelaufenen Bildungslokal im Hasenbergl, eröffnet im Januar 2011 ein weiteres in der Schwanthalerhöhe. Diese Läden sind mit Gesprächsbereich, Informationsmaterialien und Computern multifunktional eingerichtet. Neben einer Beraterin ist auch eine Bildungsmanagerin tätig, um auch die Kooperationen mit den stadtteilansässigen Bildungsanbietern auszubauen.
Manuela Burger vom Bildungsnetzwerk Steiermark berichtete im Anschluss von ihren Erfahrungen in der Bildungsberatung. Seit nun mehr zehn Jahren läuft das Projekt und profitiert vom unbedingten Willen des Landes und auch des Bundes. So gibt es neben einer Weiterbildungsdatenbank inzwischen 32 persönliche Beratungsstellen in der Steiermark sowie das steirische Bildungstelefon. Zur Kostenvermeidung beraten die Spezialisten zu bestimmten Zeiten in Büchereien oder Ämtern. „Wichtig ist, dass die Berater zusätzlich in den Gemeinden unterwegs sind, um die Beratung direkt bei den Menschen bekannt zu mache.“, so Manuela Burger. Gerade Menschen, die Bildung nicht als selbstverständlichen Bestandteil ihres tagtäglichen Lebens sehen müssen im persönlichen Kontakt erreicht werden. Als Fazit und Tipp für die bayerischen Lernen vor Ort-Kommunen gab Burger den Referenten mit auf den Weg, Zeit und Arbeit in die Bildungsberatung zu investieren – auch wenn nicht jedes Projekt sofort und direkt zum Ziel führt.
Das nächste Treffen der bayerischen Lernen vor Ort Kommunen findet im Frühjahr 2011 in Kaufbeuren statt.
Bildungsberatung online für den Landkreis Mühldorf a. Inn
Ein Erfahrungsaustausch mit der Stadt Kaufbeuren und dem Landkreis Ostallgäu

Vor kurzem besuchte Landrat Georg Huber mit Vertretern des Projekts Lernen vor Ort, regionaler Bildungseinrichtungen und des Landratsamts die Stadt Kaufbeuren und den Landkreis Ostallgäu zu einem Erfahrungsaustausch über das dortige Internet-Bildungsportal und die Bildungsberatung. Für den Aufbau einer träger- und ortsunabhängigen Bildungsberatung im Landkreis Mühldorf a. Inn wird der Aufbau einer Online-Kursdatenbank in Erwägung gezogen.
Im Rahmen des regionalen Bildungsprojekts Lernen vor Ort entstand im Themenfeld Bildungsberatung die Arbeitsgruppe „Bildungsberatung INN Mühldorf“. Diese beschäftigt sich mit dem Aufbau einer neutralen und gut erreichbaren Bildungsberatung, das heißt sie bezieht alle Bildungsanbieter jeglicher Art ein. Unabhängig davon ob jemand direkt in einer der größeren Städte des Landkreises oder in einer abgelegenen Gemeinde wohnt: Beratung als Schlüssel zum richtigen Angebot und damit zur richtigen Wahl muss möglich sein. Die Gruppe entschied, sich zunächst auf Möglichkeiten im Internet zu konzentrieren. Referentin Elisabeth Huber machte sich auf die Suche nach einer passenden, bereits angewandten, Kurs-Datenbank für das Internet und wurde bei der Stadt Kaufbeuren und dem Landkreis Ostallgäu fündig.
Das Online-Bildungsportal für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Kaufbeuren und des Landkreises Ostallgäu läuft seit Februar 2010 und entstand aus einer LEADER-Förderung, wie es sie auch im Landkreis Mühldorf a. Inn gibt. Auf dieser Webseite werden Fragen rund um berufliche Bildung beantwortet, alle Anbieter aufgelistet und natürlich vor allem Kurse angeboten. Mit Hilfe einer Umkreissuche finden die Bürgerinnen und Bürger das passende und trägerunabhängige Angebot in der Nähe. Wer noch gar nicht weiß, wie er oder sie sich weiter bilden möchte, kann sich über eine Themensuche einem interessanten Angebot nähern. Menschen, die in der Datenbank einmal nicht fündig werden, wird auf der Webseite zum jeweiligen Themengebiet ein Ansprechpartner genannt. Darüber hinaus gibt es in Marktoberdorf und Kaufbeuren eine persönliche Bildungsberatung als unterstützendes Element. Automatische Suchagenten informieren regelmäßig per E-Mail über neue Kurse. Die Bildungsanbieter können selbstständig Angebote einstellen und bearbeiten. Für diese ist auch interessant, dass die Zugriffe auf die einzelnen Kurse sichtbar sind und vom Angebot direkt auf die Online-Buchung verlinkt werden kann.
Die beiden Landräte Georg Huber und Johann Fleschhut betonten die Wichtigkeit der Zusammenarbeit der Landkreise und beiden lag die Kooperation sehr am Herzen. Herr Huber und sein Team zeigten sich begeistert von der Herzlichkeit und angenehmen Arbeitsatmosphäre. Fazit aller Beteiligten aus Mühldorf war, dass das Portal im Landkreis auf alle Angebote ausgeweitet werden müsse; also auch Kurse für Familienbildung oder Sprachen beinhalte und nicht nur für berufliche Bildung wie im Ostallgäu und in Kaufbeuren.
Das Portal ist dem Kaufbeurer Konzept „Bildung-aktiv“ angegliedert, das alle Projekte der Stadt Kaufbeuren unter einem Dach vereinigt. Es soll die Menschen mit den Bildungsinstitutionen vor Ort vertraut machen und sie beim lebensbegleitenden Lernen unterstützen. Mit diesem Ansatz erhielt die Stadt, wie der Landkreis Mühldorf a. Inn, den Zuschlag für das Förderprojekt Lernen vor Ort. Das Projekt ist ähnlich aufgebaut und organisiert wie im Landkreis Mühldorf a. Inn, jedoch gibt es dort anstelle von Hochschulkooperation das Aktionsfeld „Demographischer Wandel“, wo beispielsweise generationsübergreifende Projekte durchgeführt werden. Der Besuch des Bildungsportals in Kaufbeuren war gleichzeitig das vierte Treffen der Arbeitsgruppe „Bildungsberatung INN Mühldorf“. Das nächste fand am Freitag, 12. November 2010, im Landratsamt statt. Dort hielt Angelika Burger, die in der Steiermark als Projektleitung für Bildungsberatung arbeitet, einen Fachvortrag.
über.Brücken - Bildungsübergänge an Schulen gemeinsam gestalten.
Realschule Haag, 19. Oktober 2010
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Vertreter von Bildungseinrichtungen - allen voran Schulen -, Gemeinden, der Landkreispolitik und Eltern sowie Schülern kamen auf Einladung von Landrat Georg Huber und dem Bildungsprojekt Lernen vor Ort in der Realschule Haag zusammen, um sich mit dem Thema Übergänge rund um die Schule auseinanderzusetzen. Mit wissenschaftlichen Thesen und praktischen Beispielen stimmte Petra Hiebl von der Katholischen Universität Eichstätt auf die intensiven Diskussionen in den Fachforen ein. Dort lag der Fokus u.a. auf folgenden Fragen: Wie kann der Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule erleichtert werden? Wie kann der Übertritt aus oder in die Förderschule vereinfacht werden? Wie können Übergangs-Strukturen entwickelt werden? Lernen vor Ort bietet dazu in Zukunft bei Bedarf Schulung zu Übergangslotsen an.
Landrat Georg Huber begrüßte die Gäste und forderte ein breites Engagement: „Wir wollen gemeinsam mit allen Akteuren im Bereich Bildung, aber auch mit den Familien vor Ort, das Bildungswesen in unserem Landkreis fit für die Zukunft machen. Besonders beim Thema Übergänge ist diese Zusammenarbeit unerlässlich.“ Wilhelm Kürzeder, Schulleiter der Realschule Haag, an der die Veranstaltung „über.Brücken – Bildungsübergänge in Schulen gemeinsam gestalten“ statt fand, freute sich besonders, dass nun der offensichtlich bestehende Gesprächsbedarf gedeckt werden könne. Elke Beckedorf, Referentin für den Bereich Bildungsübergänge im Projekt Lernen vor Ort, berief sich auf ein Zitat des britischen Wissenschaftlers Isaac Newton: „Die Menschen bauen zu wenige Brücken und zu viele Mauern“. Sie betonte, dass im Bildungsbereich gerade an den ersten Übergängen im Leben angesetzt werden muss, um frühe Brüche zu vermeiden.
Die Frage „Warum müssen Übergänge aktiv gestaltet werden?“ beantwortete Petra Hiebl, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und –didaktik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Um Übergänge gestalten und optimieren zu können, zählte sie drei Gelingensfaktoren auf: Beteiligte und Verantwortliche zusammenführen, Inhalte und gemeinsame Anliegen klären und geeignete Strukturen für eine Zusammenarbeit in der Region schaffen. Die Kooperation darf nicht aus den Bedürfnissen Einzelner entstehen, sondern muss aus professionellem Handeln zum Wohle der Kinder wachsen. „Das Engagement der am Übergangsprozess Beteiligten muss Unterstützung durch Verantwortliche aus Schule und Politik erfahren, um eine nachhaltige Gestaltung der Übergänge zu erreichen“, so Petra Hiebl. Beim Projekt Lernen vor Ort würde man sehen, dass dies im Landkreis Mühldorf a. Inn gewollt und möglich sei.
In den folgenden fünf Fachforen diskutierten und arbeiteten die Teilnehmer mit viel Engagement und Leidenschaft. Das erste Fachforum „Grundschule – weiterführende Schule“ moderierten Doris Graf vom Institut für Schulqualität und Bildungsforschung München und Waltraud Richter, Beratungsrektorin der Grundschulen Mühldorf/ Altötting. Es herrschte Einigkeit darüber, dass schulart-übergreifend gearbeitet werden muss und niemandem der „schwarze Peter“ zugeschoben werden darf. Zudem wünschten sich die Teilnehmer eine positivere öffentliche Wahrnehmung der Mittelschulen. Eine wichtige Erkenntnis war, dass Kinder und auch Eltern Sicherheit für ihre Entscheidung bei Übergängen benötigen.
Mit dem Übergang von der Schule in die Berufswelt beschäftigte sich das zweite Fachforum, geleitet von Wolfgang Gaigl, Schulleiter der Berufsschule I in Mühldorf a. Inn und Sonja Schneil von der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen. Der Tenor war, dass man sich mehr Praxisarbeit direkt in den Schulen wünsche, also die Firmen sich verstärkt dort präsentieren. Zudem sollte man das Selbstbewusstsein der Jugendlichen stärken, indem man ihre Stärken und nicht ihre Schwächen betont.
Als Pyramide stellten sich die Teilnehmer des dritten Fachforums den Übergang von der Schule zur Hochschule vor. Hochschulen könnten gemeinsam eine große Informationsveranstaltung anbieten, danach könnten spezifischere Veranstaltungen an den Hochschulen statt finden. So entscheiden Schülerinnen und Schüler Schritt für Schritt, was sie besonders interessiert. Die Moderatoren Helmut Wittmann, stellvertretender Schulleiter am Gymnasium Gars, und Frau Fremuth von der Hochschule Rosenheim präsentierten eine weitere Idee der Gruppe: Engagierte Eltern, die ihre Berufe in den Schulen ihrer Kinder vorstellen, könnten auch an anderen Schulen referieren und so könnte ein Pool an Berufsvorstellungen entstehen.
Auch Maria Hansmeier, Schulleiterin an der Grundschule Aschau a. Inn und Burkhard Schröder, Konrektor des Sonderpädagogischen Förderzentrums Waldkraiburg, erlebten im vierte Fachforum „Kita/Grundschule – Förderschule“ eine spannende Diskussion. Im Mittelpunkt stand nämlich nicht der genannte Übergang, sondern der Wechsel zurück von der Förderschule an die Regelschule und damit die Einrichtung von mehr Kooperationsklassen, wo Kinder mit und ohne Förderbedarf gemeinsam betreut werden. Dazu Burkhard Schröder: „Hier erfolgt - bei einer geringeren Klassengröße - eine enge Zusammenarbeit von Sonderpädagogen und Volksschullehrern. Dadurch werden Rahmenbedingungen geschaffen, die Übergänge deutlich unterstützen."
Das letzte Fachforum, moderiert von Petra Hiebl und Hermann Rademacker, ehemaliger wissenschaftlicher Referent am Deutschen Jugend Institut München, erörterte die Frage, welcher Strukturen es bedarf, um Übergänge zu gestalten. Wichtig sei ein Gesamtkonzept auf kommunaler Ebene, dass alle Betroffenen und Beteiligten einbezieht und fließende Übergänge ermöglicht.
Die Ergebnisse aus den Fachforen werden zusammengefasst und dem Staatsministerium für Unterricht und Kultus weitergeleitet. Im Projektschwerpunkt Übergänge arbeitet Elke Beckedorf bereits konkret am Projekt „Den Übergang im Blick: Wir fragen Eltern“ – in Kooperation mit dem Staatsinstitut für Frühpädagogik, der Fachakademie Mühldorf des Diakonischen Werks Traunstein e.V. und dem Schulamt Mühldorf. Dabei werden Eltern zum Übergang Kindergarten – Grundschule befragt und dies wissenschaftlich für Handlungsempfehlungen ausgewertet. Die Auftaktveranstaltung findet am 9. November 2010 in der Fachakademie in Starkheim statt.
Vortrag Petra Hiebl
„über.Brücken – Bildungsübergänge an Schulen gemeinsam gestalten“
Was sagen Schüler und Eltern dazu?
Interview mit Gabi Röpke, Elternbeirätin am Gymnasium Waldkraiburg, und Tobi Gafus, Schüler am Rupert-Gymnasium Mühldorf a. Inn.
Wie war Ihr Eindruck von der Veranstaltung?
Tobi Gafus: Mir hat die Veranstaltung gut gefallen und ich hatte das Gefühl, dass sich alle Teilnehmer sehr engagiert haben. Es ist ein gutes Konzept, Entscheider sämtlicher Bildungseinrichtungen und Schularten zusammenzubringen und dabei auch Eltern und Schüler nicht außer Acht zu lassen.
Gabi Röpke: Ich fand, es war eine wirklich gelungene Veranstaltung. Alle Beteiligten haben sich sehr intensiv in den Arbeitsgruppen mit den entsprechenden Arbeitsfeldern beschäftigt und die Präsentation der Ergebnisse zeigt deutlich, dass noch einiges zu tun ist, um die Übergänge in unserem Bildungssystem zu optimieren. Ich hoffe, die nächsten Schritte werden von den entsprechenden „Entscheidungsträgern“ schnell in diese Richtung getan.
Was hat Ihnen besonders gut gefallen?
Tobi Gafus: Mein Fachforum, Übergang Schule – Studium, wurde zielorientiert von den beiden Moderatoren geleitet und die Zusammenfassung aller Foren am Schluss im Plenum hat mich gut über die anderen Inhalte informiert und neue Einsichten gebracht.
Gabi Röpke: Vor allem hat mir gefallen, dass tatsächlich auch die Meinung und Erfahrung der Eltern zu diesem Thema gewünscht und gefragt war. Ich denke, dass es hier viele Sichtweisen gibt, die zusammengefügt einfach die bestmögliche Grundlage zur Verbesserung der Bildungsübergänge bieten. Es freut mich aber auch, dass unser Landkreis das Thema Bildung so wertschätzt und nun darangeht, mit den Beteiligten und Betroffenen Veränderungen an den vorhandenen Strukturen zu erarbeiten, was hoffentlich zeitnahe Verbesserungen direkt vor Ort erzielt.
Was hat Sie dazu bewogen an der Veranstaltung teilzunehmen?
Tobi Gafus: Zum Einen hat mich das Forum Schule – Studium sehr interessiert, da ich mich ja im letzten Schuljahr befinde. Zum Anderen werde ich einen Beitrag für das Jugendradio des KJR, Hörarena, über die Veranstaltung machen.
Gabi Röpke: Erst einmal interessiert und betrifft es mich als Mutter zweier Söhne (Q12 = erster G8 Jahrgang und 9. Klasse) persönlich und zum anderen findet sich dieses Thema natürlich in meiner Arbeit als Elternbeirat am Gymnasium wieder.
Warum glauben Sie, dass es so wichtig ist, die Bildungsübergängen zu optimieren?
Gabi Röpke: Bildung ist aus meiner Sicht unter anderem das Kapital, das unseren Kindern ein ausgefülltes, glückliches Leben ermöglicht. Leider wird Bildung aber immer mehr zu einer Frage des familiären Bildungs-hintergrunds und der familiären finanziellen Möglichkeiten. Daher ist es aus meiner Sicht sehr wichtig, in unserem Bildungssystem Übergänge so zu gestalten, dass sie für Kinder aus allen Schichten zu bewältigen sind.
Wie war Ihre Entwicklungsgruppe?
Tobi Gafus: Interessant war zu erfahren, aus welchen unterschiedlichen Schulformen der Weg an die Hochschule führt und dass es neben den Universitäten auch Hochschulen oder Kunstakademien gibt, wohin der Weg führen könnte.
Gabi Röpke: Ich habe das so empfunden: Es gibt viel zu tun, packen wir es doch gleich gemeinsam an! Und es ist gut, Visionen zu haben, auch wenn sie erst nicht realisierbar erscheinen.
Liebe Frau Röpke, lieber Tobi, wir bedanken uns für dieses Gespräch.
1. Familiensymposium im Landkreis Mühldorf a. Inn
Bürgerhaus Rattenkirchen, 23. September 2010
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Das regionale Bildungsprojekt Lernen vor Ort lud Vertreter von Bildungseinrichtungen, Gemeinden und der Landkreispolitik zur Veranstaltung „Familienbildung heute – gemeinsam den aktuellen Herausforderungen begegnen“ in das Bürgerhaus Rattenkirchen ein. Prof. Dr. Lange vom Deutschen Jugendinstitut hielt den einführenden Fachvortrag über die aktuellen Herausforderungen der Familienbildung. Anschließend diskutierten die Teilnehmer des Symposions in Entwicklungsgruppen die Situation der Familien im Landkreis. Im Mittelpunkt standen beispielsweise Fragen, wie Eltern zu erreichen und zur Teilnahme an Bildungsangeboten zu motivieren sind, wie Angebote gezielter abgestimmt werden können und wie es generell um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bestellt ist. Aus den Diskussionsrunden entstehen nun Arbeitskreise, die die Entwicklung und Umsetzung von Lösungsmöglichkeiten zum Ziel haben.
Tanja Hoprich, Referentin für Familienbildung bei Lernen vor Ort, erläuterte, dass nach ihrem Verständnis „Familienbildung nicht beschränkt ist auf die Kernfamilie. Das gilt es auch bei den Angeboten der Familienbildung zu beachten. In diesem Sinne sind auch Vereine, Gemeinden, Pfarreien, selbst Institutionen Orte, an denen Familienbildung stattfindet.“ Landrat Georg Huber betonte anschließend die enorme Bedeutung der Familienbildung: „Die Familie ist und bleibt noch immer die beste Schule. Deswegen muss sie in sich stark sein und sich dabei nicht nur auf Kinder und Eltern, sondern auch auf die Großeltern beziehen.“ Wie Familienbildung generationenübergreifend aussehen kann, zeigt das Bürgerhaus Rattenkirchen selbst: Bürgerinnen und Bürger von jung bis alt beteiligten sich am Bau und Gestaltung der Einrichtung.
Mit seinem Vortrag lieferte Prof. Dr. Andreas Lange vom Deutschen Jugendinstitut München e.V. den Entwicklungsgruppen Stoff zur Diskussion. In der Gesellschaft sei eine Art „Sehnsucht nach Familie“ zu spüren, nach der Familie als einem Ort der Geborgenheit und der geordneten Verhältnisse. Zu den zentralen Herausforderungen zählt Prof. Dr. Lange neue Formen der Arbeit, die Eltern stark belasten, aber auch die hohe Konsumorientierung schon der Kinder. Familienbildung müsse sich also mit neuen Themen auseinandersetzen und bei Angeboten die Vielschichtigkeit des alltäglichen Miteinanders beachten. Familien solle es möglich sein, ein nach ihrer Façon gelingendes Leben zu führen.
Nach dem Fachvortrag schickte die Trommelgruppe „BRAGADA“ des Sonderpädagogischen Förderzentrums Waldkraiburg/Joseph-von-Eichendorff-Schule die Teilnehmer mit schwungvollen Rhythmen in ihre Diskussionsrunden.
Die erste Entwicklungsgruppe beschäftigte sich mit aktuellen Themen der Familienbildung. Die beiden Moderatoren Prof. Dr. Andreas Lange und Karin Mußner von „KoKi-Netzwerk frühe Kindheit“ erarbeiteten mit der Gruppe „Zeit“ als ein zentrales Thema: Betreuungszeiten von Kitas und Arbeitszeiten müssten flexibler gestaltet oder aufeinander abgestimmt werden. Generell müssten die Familien mehr Zeit, in der sie Raum wirklich nur für sich haben, miteinander verbringen können. Die Familienbildungsanbieter wünschten sich hier ein Signal der Politik an die Unternehmen, für eine familienfreundlichere Arbeitswelt zu sorgen. Diskutiert wurde auch die Förderung von Erziehungs- und Elternkompetenzen. Insbesondere die Bedeutung unterschiedlicher Entwicklungsläufe von Kindern müsste stärker beachtet werden, denn jedes Kind hat sein eigenes Tempo. Und wie können Eltern motiviert werden, Schulungen und Kurse zu besuchen? „Die Angebote sind zwar da, werden aber nicht effektiv genutzt“, beschreibt eine Teilnehmerin das Problem. „Vielleicht können Samstagsveranstaltungen helfen, berufstätigen Eltern, speziell die Väter besser einzubeziehen.“ Abschließend waren sich alle einig, dass gerade in der Kinderbetreuung ehrenamtlichen Helfer als Unterstützung des Fachpersonals notwendig seien, beispielsweise bei der Mittagsbetreuung oder Hausaufgabenhilfe.
Die zweite Entwicklungsgruppe leiteten die Moderatoren Dr. Maria-Theresia Wintergerst von der Universität der Bundeswehr München und Andreas Raab vom LAG-Management Mühldorfer Netz. Hier beschäftigten sich die Diskussionsteilnehmer mit der ortsnahen, transparenten und flächendeckenden Gestaltung von Familienbildungsangeboten. Angesprochen wurde, wie wichtig informelle Treffen sind. „Familien können in einem unverfänglichen Gespräch besser erreicht werden, als in einem Frontalvortrag“ erläuterte Frau Dr. Wintergerst. Den Anbietern lag auch am Herzen, dass ihre Angebote besser bekannt gemacht werden und sich die Institutionen austauschen, um Dopplungen zu vermeiden.
Mit den Problematiken Zugang zu Bildungsangeboten und deren Erreichbarkeit beschäftigte sich die dritte Entwicklungsgruppe, geleitet von Erwin Gäb, Schulleiter der Fachakademie für Sozialpädagogik Mühldorf des Diakonischen Werks Traunstein e.V., und Romina Vianden-Prudent, Projektmanagement Familienbildung Lernende Region Tölzer Land GmbH. Die Teilnehmer identifizierten drei Herausforderungen: Erreichbarkeit optimieren, Motivation stärken und langfristig persönlichen Beziehungen zu Familien aufbauen sowie Umgang mit der Vielfalt lernen. Letzteres hieße, dass sich Institutionen und Ämter nicht nur über ihre Arbeit austauschen, sondern dass sie die „Anderen“ in die eigene Arbeit hinein nehmen, so Frau Vianden-Prudent.
Dr. Brigitt Schwarzmann vom Haus der Familie aus München und Frauke Henrichs vom Stadtjugendamt München erörterten mit den Teilnehmern der vierten Entwicklungsgruppe das Thema Kosten und Finanzierung. Hier sei vor allem der Spagat zwischen den notwendigen und den vorhandenen Mitteln auszuhalten. Denn laut Frau Henrichs, „können die Gemeinden nicht mit mehr finanzieller Unterstützung rechnen. Es geht um die Umschichtung von Geldern und die Suche nach anderen Quellen, beispielsweise Sponsoren.“
Vor der Abschlussrunde im Plenum bewies die Einlage der Waldkraiburger Seniorinnentanzgruppe „Unterm Regenbogen“, dass auch noch mit 80 Jahren Rock ’n' Roll getanzt werden kann.
Tanja Hoprich fasste den Tag zusammen: „Wir wollen Familienfreundlichkeit auf allen Ebenen im Landkreis Mühldorf a. Inn; Familien sollen bestmöglich in ihrem Alltags-Leben unterstützt werden. Deswegen entstehen aus den Entwicklungsgruppen Arbeitskreise, die sich mit den identifizierten Herausforderungen langfristig auseinandersetzen. Die ersten Ergebnisse werden dann beim 2. Familiensymposium im Frühjahr 2011 vorgestellt.“
Jugend bewegt Oberbergkirchen!
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Eine Forum für Jugendliche in Zusammenarbeit mit Lernen vor Ort und dem Amt für Jugend und Familie
Im Rahmen des Ferienprogramms von Oberbergkirchen fand am vergangenen Donnerstag ein Jugendforum im alten Pfarrhof statt. Die Teilnehmer sprachen über Wünsche, Bedürfnisse und Erwartungen der Jugendlichen aus dem Ort. Das Leben in Oberbergkirchen soll für sie attraktiver gestaltet werden. Ganz oben auf der Liste standen eine bessere Busverbindung, die Nutzung der Schulbücherei, ein Jugendtreff und die Renovierung des Spielplatzes.
Auf dem ersten Oberbergkirchener Familienforum im März diesen Jahres wurde der Wunsch nach einem offenen Jugendtreff geäußert. Um den genauen Bedarf zu erfahren, organisierten das regionale Bildungsprojekt Lernen vor Ort, vertreten durch die Referentin für Familienbildung Tanja Hoprich, und das Amt für Jugend und Familie, vertreten durch den kommunalen Jugendpfleger Sigi Podowski und Matthias Ettinger von der Präventionsstelle, ein Jugendforum. 13 Jugendliche waren gekommen, um den Organisatoren, der Familienbeauftragten Sabine Halscheid, Irene Seitz von der Gemeinde und Bürgermeister Michael Hausperger ihre Belange vorzutragen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Als Hauptproblem sehen die Jugendlichen, dass außerhalb der Schulzeiten keine Busse fahren. Sie wünschen sich zumindest eine Verbindung am Samstag nach Mühldorf, um beispielsweise einkaufen oder ins Schwimmbad gehen zu können. Bürgermeister Michael Hausperger versprach, die Nutzung des örtlichen Vereinsbusses der Fußballmannschaft zu prüfen. Ein weiteres Anliegen war die Nutzung der Schulbücherei. Die Jugendlichen schlugen vor, dass die Bücherei einmal die Woche am Nachmittag öffnet und der Bestand aus Bücherspenden von Bürgerinnen und Bürger erweitert werden könnte. Einige Teenager bemängelten auch den Zustand des Kinderspielplatzes, der eine Renovierung „nötig“ hat. Ihre Vision ist ein Mehrgenerationenspielplatz, der Möglichkeiten für Jung und Alt bietet. Sabine Halscheid bot an, gemeinsam einen Katalog für Spielgeräte durchzusehen und die Finanzierung zu prüfen. Einen Treffpunkt wie ein Jugendzentrum wünschten sich die meisten Jugendlichen, denn momentan müssten sie sich an der Bushaltestelle oder auf Parkbänken treffen. Bürgermeister Michael Hausperger will prüfen, ob bereits vorhandene Räumlichkeiten im Ort zur Verfügung gestellt werden könnten.
Natürlich gibt es auch viel Positives im Ort, was symbolisch als „Medaillen für Oberbergkirchen“ formuliert wurde: Der Dorfladen, der Sport- und Musikverein, aber auch die Fahrschule finden großen Anklang; und auch der Verein der Eisstockschützen erhielt viel Lob. Insgesamt fühlen sich die Jugendlichen in Oberbergkirchen „total“ wohl. Sie bedankten sich bei Ihrem Bürgermeister dafür, dass er sich für Sie und Ihre Bedürfnisse Zeit genommen hat und verliehen daher auch ihm symbolisch für sein Engagement eine „Medaille für Oberbergkirchen“.
Nach einem arbeitsreichen Abend wurden unter den Jugendlichen Ansprechpartner für die vier Hauptthemen festgelegt. Die suchen nun in der nächsten Zeit Paten aus der Gemeinde, die sie aktiv unterstützen. Beim zweiten Jugendforum in zirka einem halben Jahr soll jeder über seine Fortschritte berichten. Bürgermeister Michael Hausperger bedankte sich am Schluss für die Unterstützung der Experten aus dem Jugend- und Bildungsbereich. Dass die verschiedenen Abteilungen des Landratsamtes Mühldorf a. Inn zusammenarbeiten, sei von großer Wichtigkeit, so Herr Hausperger. Besonders aber freute er sich über den großen Einsatz seiner jungen Bürgerinnen und Bürger für ihr Oberbergkirchen.
Eine starke Gemeinschaft für die Bildung der Bürger
Lernen vor Ort engagiert sich Hand in Hand mit Wissenschaft und Wirtschaft für die Region Mühldorf a. Inn
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Lernen vor Ort und die Hochschulen Landshut und Rosenheim informierten kürzlich die Unternehmen der Region über berufsbegleitende Weiterbildungsmöglichkeiten für ihre Arbeitnehmer/Innen sowie über duale Studienangebote. Christoph Kraller von der Südostbayernbahn, Franziska Bauer von Bauer Elektrounternehmen und Cornelia Schäfer von der Dräxlmaier Group erzählten dabei von ihren Erfahrungen aus der Praxis. Nun soll ein engmaschiges Netzwerk zum gegenseitigen Austausch und für Kooperationen zwischen Unternehmen und Hochschulen entstehen.
Als einer der sieben Projektschwerpunkte von Lernen vor Ort fördert der Bereich Hochschulkooperation unter Leitung von Referent Andreas Ortner eine engere Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft in der Region. Ein Ziel ist die bessere Bindung von Fachkräften an die Region durch ortsnahe Angebote für eine berufsbegleitende Aus- und Weiterbildung auf akademischem Niveau. Dies käme auch dem Erreichen des zweiten Ziels zugute, nämlich die Innovationskraft der heimischen Wirtschaft zu stärken und einen Beitrag zur regionalen Wirtschaftsförderung zu leisten.
Als Unterstützer und Partner hatte Andreas Ortner die beiden Hochschulen Landshut und Rosenheim gewinnen können. Vizepräsident Prof. Dr. Joachim Knappe von der Hochschule Landshut und Präsident Prof. Heinrich Köster von der Hochschule Rosenheim stellten in einer gemeinsamen Präsentation die Angebote ihrer Hochschule im berufsbegleitenden Sektor vor. Neben dualen Studiengängen wird auch ein hoch professionelles Umfeld für praxisorientierte Forschungs- und Entwicklungsprojekte offeriert. Ab Herbst 2010 können interessierte Fachkräfte von Handwerksbetrieben beispielsweise eine Weiterbildung zu Auftragsmanagement, in Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft Altötting-Mühldorf, aufnehmen. Daneben soll ab Frühjahr 2011 eine Qualifizierung auf Hochschulniveau zum Supply Chain Management in Kooperation mit der Peters Bildungsgruppe im Hochschulprogramm stehen. Innovative Angebote müssen modular aufgebaut, familienfreundlich, unabhängig und branchenneutral sein, so die beiden Professoren. Vorbereitungskurse für beruflich Qualifizierte, um den Umstieg von Praxis und Beruf auf Lehre und Forschung zu erleichtern, seien empfehlenswert. Seminare oder Zertifikate für Führungskompetenz oder Systemisches Innovationsmanagement und weitere Themenfelder könnten in Zukunft angeboten werden. Neu sind auch berufsbegleitende Bachelor-Studiengänge, bei denen durch die Anerkennung von Vorleistungen (Techniker, Fachwirt oder Ähnliches) die Studienzeit um bis zu zwei Semester gekürzt werden kann. Auf die Region Mühldorf a. Inn zugeschnitten könnten die Hochschulen Seminare zu Führungskompetenz und Projektmanagement offerieren. Beide Professoren betonten, dass sie willens und in der Lage seien, Lernen vor Ort gemeinsam mit dem Landkreis Mühldorf a. Inn und seinen Partnern abzubilden. Zudem ermunterten sie die anwesenden Unternehmer, sich mit Problemen aller Art an die Hochschulen zu wenden.
Drei Firmen der Region präsentierten ihre Erfahrungen im Bereich Hochschul-kooperation. Für Christoph Kraller, Geschäftsführer der Südostbayernbahn, ist es immens wichtig, die Nachwuchskräfte aus der Region zu gewinnen und damit eine Abwanderung zu verhindern. Dabei setzt er auf die Zusammenarbeit mit den umliegenden Schulen bezüglich Informationsabenden, Bewerbertrainings und Praktikumsangeboten. Von Lernen vor Ort wünscht sich Christoph Kraller ein breites Spektrum an Perspektiven für die Mitarbeiter aus der Region: Schnupperkurse, Zusatzausbildungen für Techniker im Management, Kurse für „Lernen“ lernen. Die Dräxlmeier Group aus Vilsbiburg arbeitet schon mit den Hochschulen Landshut, Rosenheim und Deggendorf für verschiedenste Studienrichtungen zusammen: beispielsweise Wirtschaftsingenieurwesen, Kunststofftechnik oder Mechatronik. Dazu engagiert sich Dräxlmeier aktiv mit Exkursionen, Hochschulkontaktmessen, IT-Studien-projekten oder Stipendien, so Cornelia Schäfer (Head of Recruiting, Group Center Human Resources). Seit 2008 wird ein auch duales Studium mit vertiefter Praxis in zehn Studienrichtungen angeboten. Im Bauer Elektrounternehmen aus Buchbach bleibt seit 20 Jahren die Ausbildungsquote auf hohem Niveau von über 20 Prozent. Das duale Studium dort ist beliebt, aber bislang kam es noch zu keiner Zusammenarbeit mit einer nahe gelegenen Hochschule. Frau Bauer betonte, dass die Qualität des Studiums maßgeblich von der Betreuung durch einen Mentor abhängt. Studierende sehen durch die Verbindung von Theorie und Praxis einen größeren Lerneffekt. Geschäftsführerin Franziska Bauer regte zudem einen Ausbau der Zusammenarbeit von Professoren und Handwerksmeistern an, um das Handwerk stärker in den Studienverlauf mit einzubeziehen.
Nach der Veranstaltung „Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam für die Region Mühldorf a. Inn“ , in der erste Kontakte zwischen Unternehmen und Hochschulen geknüpft wurden, soll der begonnene Dialog verstetigt und weiterentwickelt werden. Eine Möglichkeit ist eine breit angelegte Unternehmerbefragung im Landkreis unter Einbeziehung verschiedener Interessensgruppen (Hochschulen, Kammern, Verbände). Auf einer derart fundierten Basis sollen dann das Angebot der Hochschulen und die Nachfrage der Firmen gezielt zusammengeführt werden. Lernen vor Ort initiiert und begleitet dabei diesen Prozess.
Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam für die Region Mühldorf a. Inn
Dienstag, 27. Juli 2010 im Kulturhof Mettenheim
Nachfolgend finden Sie die Präsentationen der Referenten.
Vorstellung des Studien- und Kooperationsangebots der Hochschulen
Lernen vor Ort initiiert Arbeitsgruppe „Bildungsberatung“
Das Projekt Lernen vor Ort und seine Partner machen erste Schritte in Richtung einer neutralen Bildungsberatung für den Landkreis Mühldorf a. Inn
Damit Menschen ein Leben lang lernen können, brauchen sie die Unterstützung einer transparenten und leicht zugänglichen Lernberatung. Die Referentin für Bildungsberatung im Projektteam von Lernen vor Ort, Elisabeth Huber, traf sich am Dienstag, 29. Juni 2010, mit Vertretern verschiedener Bildungseinrichtungen aus dem Landkreis. Im Rahmen einer Arbeitsgruppe erörterten die Teilnehmer die Möglichkeiten einer trägerunabhängigen und flächendeckenden Bildungsberatung für den Landkreis Mühldorf a. Inn.
Die Verwirklichung von lebenslangem Lernen ist eng mit einem passenden Angebot und dessen Vermittlung verknüpft. Frau Huber beschreibt dies so: „Jeder Mensch kommt im Laufe seines Leben in Situationen, in der professionelle Beratung eine wichtige Rolle spielt: Berufswahl, Weiterbildung, Arbeitslosigkeit, um nur einige zu nennen. Bürger brauchen dazu eine transparente Übersicht über die entsprechenden Angebote sowie einen einfachen Zugang zu einer umfassenden Bildungsberatung. Ziel unserer Arbeitsgruppe sind flächendeckende Anlaufstellen gemeinsam mit den Bildungsanbietern der Region zu schaffen. Eine Institution allein kann das komplette Beratungsangebot nicht abdecken.“ Nach dem ersten Netzwerktreffen der Projektschwerpunktes Bildungsberatung Anfang Mai fand sich schnell eine zehnköpfige Arbeitsgruppe zusammen. Als Teilnehmer gewann Referentin Elisabeth Huber die Agentur für Arbeit Pfarrkirchen, die Volkshochschulen Waldkraiburg und Mühldorf, die Peters Bildungsgruppe, die Handwerkskammer für München und Oberbayern, den Kreisjugendring Mühldorf a. Inn, einen Beratungslehrer der Hauptschule Mühldorf a. Inn und die IHK-Akademie sowie die Deutsche Angestellten Agentur. Zu Beginn der Sitzung fasste die Gruppe notwendige Schritte in „Arbeitspakete“ zusammen: Definition der Art der Beratung (persönlich, E-Mail, Telefon), Fokussierung der Zielgruppen, die angesprochen werden sollen, und Finanzierungsmöglichkeiten. Am Anfang sollte zudem - so Referentin Elisabeth Huber - eine Bestandsaufnahme zur Identifizierung von Angeboten in verschiedenen Teilen des Landkreises durchgeführt werden. Im weiteren Verlauf des Treffens definierte die Arbeitsgruppe zentrale Begriffe und diskutierte die verschiedenen Erwartungen an eine Bildungsberatung für den Landkreis. Vorrangig bestand der Wunsch nach einer internetbasierten Datenbank mit Suchfunktion plus einer personell besetzten Stelle. Das nächste Treffen der Arbeitsgruppe „Bildungsberatung“ von Lernen vor Ort findet am 29. Juli 2010 statt. In regelmäßigem Turnus treffen sich die Teilnehmer jeweils bei einer der beteiligten Bildungseinrichtungen. Dies bietet zusätzlich die Gelegenheit, dass sich die Mitarbeiter der Institutionen gegenseitig besser kennen lernen.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung wählte den Landkreis Mühldorf a. Inn neben 39 weiteren Kommunen für das Projekt Lernen vor Ort aus. Diese Initiative, unterstützt von deutschen Stiftungen, schafft Anreize für Landkreise und Städte, ein kohärentes Bildungsmanagement in der Region zu entwickeln und dauerhaft zu etablieren. Dabei ist Lernen vor Ort keine neue Bildungseinrichtung, sondern dient als Netzwerkmanager, um die bereits vorhandenen Ressourcen zu bündeln und besser aufeinander abzustimmen. Der Landkreis Mühldorf a. Inn will ein Bewusstsein für lebenslanges Lernen in der Region erzeugen. Er schafft dafür die Rahmenbedingungen, damit jeder Bürger die Lernangebote nutzen kann.
Eisessen mit den "Musical Kids" der Franz-Liszt-Hauptschule Waldkraiburg
Dienstag, 18. Mai 2010

Zu einer eiskalten Abwechslung vom Schulalltag lud Lernen vor Ort SchülerInnen der Franz-Liszt-Hauptschule ein. Als Dank für die gelungene Darbietung des Musicals "Toms Traum" auf der Informationsveranstaltung am 30. April 2010 führte das Team um Projektleiterin Anja Skrypek die Jugendlichen am 18. Mai 2010 zum Eisessen in Waldkraiburg aus.
Die 35 Mitglieder der Musical-Gruppe der Franz-Liszt-Hauptschule hatten gemeinsam mit Musiklehrer Konrad Landgraf und Jugendsozialarbeiter Robert Lauxen in kurzer Zeit und mit hohem persönlichem Engagement Ausschnitte aus dem Musical „Toms Traum“ einstudiert. Ihre Arbeit hatten sie dann auf der Informationsveranstaltung zu Lernen vor Ort im Landkreis Mühldorf a. Inn im Haus der Kultur in Waldkraiburg am 30. April 2010 präsentiert. Rektor Eberhard Basler, Musiklehrer Konrad Landgraf und Jugendsozialarbeiter Robert Lauxen waren ebenfalls mit von der Partie. In einer Eisdiele in Waldkraiburg durfte sich jeder Schüler und jede Schülerin ein paar Kugeln Eis aussuchen. Die Erwachsenen genossen bei den wenig sommerlichen Temperaturen eine heiße Schokolade. Die „Musical-Kids“ aber trotzten dem schlechten Wetter und ließen keine Kugel übrig. Die Musical-Gruppe, für die die Kinder ihre Freizeit investieren, hat eine große Bedeutung: nicht nur dass die Schüler und Schülerinnen bei Auftritten Anerkennung von Eltern, Schulkameraden und Außenstehenden unabhängig von schulischen Leistungen erhalten, Teil eines Gemeinschaftsprojektes zu sein, gibt Selbstvertrauen und das Gefühl, etwas Bedeutsames zu leisten.
In Gespräch mit Rektor Eberhard Basler erfuhr Lernen vor Ort mehr über die Franz-Liszt-Hauptschule. So wurde sie für den Übergang von Schule zu Ausbildung bereits aktiv: Ausbilder aus den Bereichen Gastronomie, Einzelhandel, Elektrotechnik und Metallverarbeitung kommen direkt in die Schule und bringen den Schülern und Schülerinnen ihren Arbeitsalltag näher. Damit können diese sich ein besseres Bild von einem angestrebten Beruf machen, so Rektor Eberhard Basler.
Lernen vor Ort plant auch in Zukunft eine enge Zusammenarbeit mit der Franz-Liszt-Hauptschule, sowie auch mit anderen Schulen und Kindergärten, unter anderem auch für künftige Veranstaltungen des Projekts.
Lernen vor Ort in Mühldorf a. Inn - Informationsveranstaltung
Freitag, 30. April 2010
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Lebenslanges Lernen macht uns (erfolg-)reich
„Lebenslanges Lernen macht uns (erfolg)reich!“
Unter diesem Leitsatz fand am 30. April 2010 im Haus der Kultur in Waldkraiburg eine Informationsveranstaltung zum Projekt Lernen vor Ort des Landkreises Mühldorf a. Inn statt. Der Landkreis zählt zu den 40 Kommunen, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung für drei Jahre zur Entwicklung einer regionalen Bildungslandschaft gefördert werden. Dabei stellen die einzelnen Projekte keine neuen Bildungseinrichtungen in den Regionen dar, sondern dienen als Netzwerkmanager, der alle relevanten Gruppen zusammenbringt, die Synergieeffekte nutzt und an die BürgerInnen weitergibt. Das Team in Mühldorf a. Inn begrüßte zirka 170 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Bildung sowie zahlreiche Eltern und SchülerInnen. Nach der Einführung durch Landrat Georg Huber und Projektleiterin Anja Skrypek sowie von Daniela Fürst, Vertreterin der Roland Berger Stiftung, übernahm Dr. Martin Thomé vom Bundesministerium für Bildung und Forschung das Wort und forderte dabei besonders das nachhaltige Engagement aller Verantwortlichen bei Lernen vor Ort. Als Moderator konnte Dr. Thomas Stahl gewonnen werden, der seit 2003 Gesellschafter und Geschäftsführer des ISOB, dem Institut für sozialwissenschaftliche Beratung GmbH, ist. Neben einer Podiumsdiskussion und Marktständen der einzelnen Referentenbereiche führten SchülerInnen der Franz-Liszt-Hauptschule aus Waldkraiburg Teile des Musicals Toms Traum auf. Auch nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung tauschten Besucher und das Team von Lernen vor Ort Gedanken und Ideen aus. Der Start ist definitiv gelungen und eine gute Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit aller beteiligten Gruppen geschaffen.
Im Gleichschritt zu einer besseren (Aus-) Bildung!

Zu Beifallsstürmen ließen sich die Zuschauer durch die Aufführung des Musicals Toms Traum hinreißen und waren auch im Laufe des Nachmittages noch sichtlich davon berührt. In nur zwei Wochen studierten Jugendarbeiter Robert Lauxen und Musiklehrer Konrad Landgraf mit den SchülerInnen Teile des Stückes ein und präsentierten dieses mit viel Herzblut und Einsatzbereitschaft. Nicht nur die SängerInnen, sondern auch die Musiker machten eine gute Figur. Das Musical erzählt folgende Geschichte: In einem großen Kessel in der Träumeküche werden die Träume der Menschen gebraut – gute und auch schlechte. Bei einer Pause des Küchenchefs übernimmt Geselle Felix und trifft auf Tom, mit dem es das Schicksal nicht gut gemeint hat. Felix bekommt Mitleid und vertauscht die Rezepte und schickt Tom statt dem Alptraum-Monster den lustigen Traumelf. Leider lässt sich ein Alptraum-Monster nicht so leicht vertreiben... Mit viel Mut und Spielfreude demonstrierten die SchülerInnen „Lernen vor Ort“.
Lernen vor Ort als Garant für lebhafte Diskussionen

In der anschließenden Podiumsdiskussion erörterten Landrat Georg Huber, Dr. Martin Thomé, Projektleiterin Anja Skrypek und Regina Pötke, Vorstand der Roland-Berger-Stiftung, Hintergründe und Ziele des Projektes. Regina Pötke erläuterte die Motivation der Roland-Berger-Stiftung das Projekt Lernen vor Ort speziell im Landkreis Mühldorf a. Inn zu unterstützen: „Wir wollen dem Projektteam mit unserer Erfahrung unter die Arme greifen. Der Mehrwert der Roland-Berger-Stiftung liegt in unserer Expertise und unseren bayerischen Wurzeln, die uns ganz besonders mit der Region verbinden.“ Aus den Reihen des Publikums kamen Anregungen, die heimischen Wirtschaftsbetriebe aktiv am Projekt zu beteiligen und die Bedeutung der Ehrenamtlichen wie auch der Vereine für das non-formale Lernen in künftigen Überlegungen zu berücksichtigen. Den Netzwerkcharakter des Projekts betonte auch Dr. Martin Thomé vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in seinem Kurzvortrag zur Entstehung und Ausrichtung von Lernen vor Ort: „Lernen vor Ort ist kein Top-down-Prozess, sondern ein ganzheitlicher Ansatz an dem sich alle Verantwortlichen nachhaltig beteiligen müssen“. Diese Grundidee wird sich durch das Projekt ziehen und die allgemeine Diskussion wird während der Laufzeit des Projektes in den einzelnen Schwerpunktbereichen weitergeführt und wird auch in die konkrete Arbeit miteinfließen.
Marktstände
Schwerpunkte auf dem Bildungs-„Markt“ im Landkreis Mühldorf a. Inn
Neben der Podiumsdiskussion sorgten die fünf Marktstände der einzelnen Referenten für einen regen Austausch, ermöglichten das Knüpfen zahlreicher Kontakte und gaben einen ersten Hinweis auf die allgemeine Bedarfssituation. Externe Paten, die im Landkreis im Bildungsbereich oder Wirtschaft tätig sind, standen den Referenten mit ihrem Erfahrungsschatz und Expertenwissen tatkräftig zur Seite.
Bildungsmonitoring
Das Bildungsmonitoring erarbeitet einen regelmäßig erscheinenden Bildungsbericht. Dieser informiert die Politik, die Bildungsträger und die Bürger über den Stand und die Entwicklung des Bildungswesens im Landkreis. Dazu werden systematisch relevante Daten erhoben, gesammelt und ausgewertet, um eine gesicherte Basis für die gemeinsame Bewertung und Verbesserung der Qualität und Leistungsfähigkeit des Bildungswesens zu erarbeiten.
Was bisher geschah:
Zusammen mit dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung wird die methodische Grundlage für eine an die Informationsbedürfnisse des Landkreises anpassbare Bildungsberichterstattung erarbeitet. Gleichzeitig wird geprüft, welche Daten und Informationen bereits zugänglich sind.
Mehrwert der Informationsveranstaltung am 30. April 2010:
Am Marktstand Bildungsmonitoring unterstützten folgende externe Paten Referent Rudolf Aichner:
- Dr. Otmar Schießl, ehemals DIPF und versierter Bildungsforscher
- Dr. Wolfgang Foit, Leiter des katholischen Kreisbildungswerks Mühldorf
- Paul Schönstetter, Schulamtsdirektor
Ergebnisse der Diskussionen mit dem Publikum am Marktstand:
- insbesondere ein regional differenzierendes Bildungsmonitoring liefert wichtige Informationen für die qualitative Weiterentwicklung von Bildungsträgern und ihren Angeboten sowie von konkreten Maßnahmen
- die Berichterstattung muss regelmäßig erfolgen und sich an vorweg entwickelten Messgrößen orientieren
- am Beispiel einer Grafik (tertiäre Abschlüsse) wurde deutlich, dass die in einem Bildungsbericht verwendeten Zahlen und Vergleichswerte mit Vorsicht interpretiert werden müssen und dass es mitunter notwendig ist, die konkreten Gegebenheiten umfassender zu analysieren
- die informelle Bildung muss stärker berücksichtigt und wertgeschätzt werden, indem z.B. der direkte und indirekte Nutzen von Vereinsarbeit und Ehrenamt ausgewiesen wird
- ein Bildungsbericht kann handlungsrelevant wirken, auch wenn viele Elemente und Aspekte des Bildungswesens auf kommunaler Ebene gar nicht direkt beeinflusst werden können
- die Politik vor Ort und die Bildungsträger müssen sich als Bildungsakteure begreifen, die sich Bildungsziele setzen und ihre Handlungsmöglichkeiten aktiv nutzen und erweitern wollen
Demnächst:
Die konkreten Ziele für den Bildungsbericht müssen definiert werden. Der Steuerkreis für die Erarbeitung und Rückmeldung dieses Berichts ist auszuwählen und einzuarbeiten. Das konkrete Vorgehen bei der Erarbeitung des Berichts ist abzustimmen. Es wird mit der systematischen Aufbereitung bereits vorhandener Datenquellen begonnen.
Bildungsberatung
Die Bildungsberatung soll flächendeckend über den Landkreis Mühldorf a. Inn verteilt und für jeden Bürger gut erreichbar sein. Sie soll nicht nur für einen Träger, sondern trägerübergreifend beraten und neutral agieren. Durch diese vernetzte und verteilte Beratungsstruktur sollen mehr Bürger Zugang zum Thema Bildung bekommen.
Was bisher geschah:
Das Bildungssymposium im Herbst 2009 entwickelte für diesen Bereich folgende Ansprüche: Vernetzung und Koordination, gleiche Chancen für alle Bürger, Lernen über die gesamte Lebensspanne, eine organisierte Beratungsstruktur, Qualitätsstandards und –sicherheit sowie Nachhaltigkeit.
Mehrwert der Informationsveranstaltung am 30. April 2010:
Am Marktstand Bildungsberatung unterstützten folgende externe Paten Referentin Elisabeth Huber:
- Sonja Schneil, Bundesagentur für Arbeit/Agentur für Arbeit Pfarrkirchen
- Astrid Schlegel, Peters Bildungsgruppe
- Jens Droppelmann, VHS Mühldorf
- Herbert Späth, Caritas Mühldorf a. Inn
- Margarethe Winnichner, Diakonie Traunstein
Ergebnisse der Diskussionen mit dem Publikum am Marktstand:
- zentrale Anlaufstelle für (Weiter-)Bildungsmöglichkeiten schaffen
- Bildungsbasis herstellen
- landkreisweite Übersicht der Angebote der Bildungsträger kreieren
- Möglichkeiten nach dem Ausbildungsende erörtern
- fundierte Berufsberatung durch Bildungsträger fördern
- Möglichkeit eines Mentorenprogrammes diskutieren
- Hilfestellung für die Anerkennung von Ausbildungsabschlüssen bieten
- Vermittlung von Praktika unterstützen
- Firmenforum für Ausbildung/Praktikum: Wer bietet etwas/welchen Beruf an?
Demnächst:
Am Donnerstag, 6. Mai 2010 lud Referentin Elisabeth Huber zu einem ersten Netzwerktreffen: Dort wurde von einem externen Moderator (Stefan Staudner) vorgestellt, welche Modelle bisher zum Thema Bildungsberatung entwickelt wurden. Als Anknüpfung an dieses Treffen soll eine Arbeitsgruppe gebildet werden, die sich mit dem Thema „Trägerübergreifende Beratungsstelle im Landkreis Mühldorf a. Inn“ beschäftigt.
Familienbildung
Die Familienbildung setzt sich die Etablierung bedarfsgerechter und ortsnaher Angebote für Familien in allen Lebenslagen zum Ziel. Zu den Aufgaben zählen die Erhebung und Dokumentation der Angebote und Bedarfe, Festlegung von Handlungsfeldern, Entwicklung eines trägerübergreifenden Konzepts mit allen Familienbildungsanbietern im Landkreis Mühldorf a. Inn und die Einbindung aller Generationen.
Was bisher geschah:
Das Bildungssymposium im Herbst 2009 lieferte folgende zentrale Ergebnisse: Ausbau der niederschwelligen Angebote für Familien, Stärkung der Grundanliegen von Familien, ortsnahe Bildungsangebote im Landkreis, Bündelung bereits vorhandener Angebote, Überprüfung der „Work-Life-Balance“.
Mehrwert der Informationsveranstaltung am 30. April 2010:
Am Marktstand Familienbildung unterstützten folgende externe Paten Referentin Tanja Hoprich:
- Gabi Lifka, Haus der Begegnung/Mehrgenerationenhaus Mühldorf a. Inn, AWO
- Silke Witte, Leitung Familienzentrum Ampfini e.V.
- Reinhard Retzer, Kreisrat und Gemeinderat sowie Familienreferent der Gemeinde Lohkirchen
- Elisabeth Adelmann-Gafus, Katholisches Kreisbildungswerk Mühldorf a. Inn
- Erika Fischer, Vorsitzende Seniorenbeauftragte der Stadt Waldkraiburg
Ergebnisse der Diskussionen mit dem Publikum am Marktstand:
- stärkere Vernetzung gefordert
- Konkretisierung des Miteinanders: wie kann man effektiv zusammenarbeiten?
- finanzielle Unterstützung für Familien ermöglichen, damit diese Angebote wahrnehmen können
- Schaffung von Anlaufstellen im Landkreis für Fragen rund um die Familie: Initiierung von Angeboten
- „Schüler helfen Schüler“: schulartübergreifende Unterstützung
- ein fließendes Übergangsmanagement im Landkreis schaffen
- niedrigschwellige Angebote vor Ort schaffen; dabei wichtig: Anlaufstellen für fachliche Unterstützung kreieren
- Kooperation mit Lernen vor Ort insbesondere bei Projekten für Familien mit Migrationshintergrund
Zentraler Bedarf:
- ortsnahe Anlaufstellen für alle Fragen rund um die Familie notwendig: Information über bestehende Angebote, Schaffung zusätzlicher niedrigschwelliger Angebote, gut erreichbare Experten
- vor Ort finanzielle Unterstützung für Teilnehmer von Familienbildungsangeboten durchsetzen
- ehrenamtliche Projekte zur Förderung des Miteinanders von Jung und Alt
- flexible Kinderbetreuung vor Ort ermöglichen
- aktive Einbindung der Eltern als Partner der Schulen
- Elternbildung und Unterstützung der Eltern rund um das Thema Schule (insbesondere Werte- und Persönlichkeitsbildung)
- Förderung sozialer Kompetenzen in der Familie
Demnächst:
Referentin Tanja Hoprich können Interessierte beim Runden Tisch in Reichertsheim am Dienstag, 18. Mai 2010, von 20 bis 21.30 Uhr treffen. Die Veranstaltung organisiert das Amt für Jugend und Familie. Zudem nimmt Frau Hoprich am Jugendstrafrechtstag an der Realschule Waldkraiburg am Mittwoch, 19. Mai 2010 teil.
Übergangsmanagement
Im Übergangsmanagement analysiert Lernen vor Ort die regionalen Gegebenheiten und möchte ein Bewusstsein für die Übergänge zwischen den einzelnen Lebensphasen entwickeln und Projekte für Schwerpunktübergänge initiieren sowie ein Netzwerk „Übergang“ schaffen.
Was bisher geschah:
Im Bildungssymposium 2009 kristallisierten sich folgende Schwerpunkte heraus: Kommunikationsstrukturen, nachhaltige Strukturen, Projektkoordination, Engagement Vieler.
Mehrwert der Informationsveranstaltung am 30. April 2010:
Am Marktstand Übergangsmanagement unterstützten folgende externe Paten Referentin Elke Beckedorf:
- Klara-Maria Seeberger, 1. Vorsitzende des Ortsvereins Arbeiterwohlfahrt Mühldorf a. Inn und ehemalige Lehrerin
- Charlotte Konrad, Leitung des Kindergartens Maria-Schutz Waldkraiburg
- Henriette Maki, Agentur für Arbeit: Beraterin für Abiturienten und Hochschüler
- Conny Wagner, Geschäftsführerin der Freiwilligenagentur Ehrensache im Landkreis Mühldorf a. Inn
- Hans Wax, stellvertretender Schulamtsdirektor Mühldorf a. Inn
Ergebnisse der Diskussionen mit dem Publikum am Marktstand:
- Bewusstsein für Übergänge schaffen
- Übergänge Berufsleben - Arbeitslosigkeit berücksichtigen
- Integration von Ausländern bei Übergängen
- ausreichende Kinderbetreuung als Voraussetzung für Übergänge bereitstellen
- bessere Voraussetzungen für die Gestaltung von Beruf und Familie entwickeln
- Gesundheit und die (Wieder)Eingliederung berücksichtigen
- Einbinden von aktiven Senioren
Demnächst:
Am 19. Mai 2010 findet ein Treffen mit Peter Krell, ehemaliger Leiter des Schulamtes Mühldorf a. Inn, statt. Herr Krell hat sich bereit erklärt, dem Projekt mit seinen Erfahrungen und Ideen aus dem Übergangsbereich Schule tatkräftig zur Seite zu stehen.
Für den Übertritt aus dem Kindergarten in die Grundschule wird in Zusammenarbeit mit der Fachakademie für Sozialpädagogik Mühldorf und dem Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) ein Projekt mit dem Titel „Den Übergang im Blick: Kitas fragen Eltern. Ein Kooperationsprojekt“ ins Leben gerufen.
Hochschulkooperation
Aufgabenschwerpunkte der Hochschulkooperation sind die Bindung von Fachkräften an die Region, das Motto „Lernen vor Ort = vor Ort bleiben“ und die Stärkung der Innovationskraft der Wirtschaft. Notwendig dafür sind eine für die Öffentlichkeit transparente Hochschulbildung, flexible und individuelle Studienangebote, eine berufsbegleitende akademische Weiterbildung, qualitativ hochwertige Weiterbildungsangebote und ein Technologie- und Wissenstransfer sowie eine praxisorientierte Hochschulbildung und die Schaffung eines regionalen Hochschulangebotes.
Was bisher geschah:
Das Bildungssymposium stellte einen steigenden Bedarf an Fachkräften und Hochqualifizierten sowie eine wachsende Bedeutung von (berufsbegleitender) Weiterbildung fest. Dazu soll die Bildungsbeteiligung im Rahmen lebenslangen Lernens erhöht und der Austausch zwischen Wirtschaft, Schule und Hochschule verstärkt sowie eine akademische Weiterbildung für Meister, Techniker und beruflich Qualifizierte geschaffen werden. Bildung gilt als entscheidender Standortfaktor.
Mehrwert der Informationsveranstaltung am 30. April 2010:
Am Marktstand Hochschulkooperation unterstützten folgende externe Paten Referent Andreas Ortner:
- Prof. Dr. Joachim Knappe, Mitglied der Hochschulleitung der FH Landshut
- Josef Huber, Geschäftsführer des Kompetenzzentrums der FH Landshut
- Christoph Kraller, Geschäftsführer der Südostbayernbahn
- Jochen Englmeier, Bildungszentrumsleiter der Handwerkskammer für München und Oberbayern in Altötting-Mühldorf
Ergebnisse der Diskussionen mit dem Publikum am Marktstand:
- Vertreter der Wirtschaft wünschen sich mehr Informationen über neu strukturierte Studiengänge, E-Learning und ECTS-Kreditpunkte
- Hochschulen müssen ihre Studenten in Zukunft in den Regionen „abholen“, um auch nicht-traditionellen Zielgruppen Bildungs- und Weiterbildungsangebote auf akademischem Niveau bereitzustellen
- die heimische Wirtschaft hat bereits jetzt einen großen Bedarf an praxisorientierten Fachkräften einerseits und qualifizierten Akademikern andererseits
- Lösungsansätze für die Finanzierung von akademischen Weiterbildungsmaßnahmen werden konzeptionell von Lernen vor Ort mit den Hochschulen erarbeitet
Demnächst:
Der unmittelbare Kontakt zwischen Unternehmen der Region und Hochschulen sowie Lernen vor Ort wird in einer geplanten Informationsveranstaltung intensiviert. Dabei soll den Hochschulen Gelegenheit gegeben werden, ihr Studienangebot zu präsentieren, offene Fragen der Unternehmen zu neuen Studienmöglichkeiten zu beantworten und die Kontakte zur regionalen Wirtschaft auszubauen. Zudem laufen von Seiten Lernen vor Ort bereits Gespräche mit den Hochschulen über die Entwicklung und Implementierung von Präqualifikationsangeboten sowie Studienmodulen vor Ort. Diese sollen auf nicht-traditionelle Zielgruppen, beispielsweise Arbeitnehmer oder Berufsrückkehrer, zugeschnitten werden.