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Kultur im Landkreis Mühldorf a. Inn
Kultur und Brauchtum sind wesentliche Bereiche in der Regionalentwicklung des Lankdreises Mühldorf a. Inn. Natürliche, historische und kulturelle Grundlagen sollen für die Zukunft gesichert werden.
Weiterführende Links zum Thema:
- Kreismuseum Mühldorf Lodron-Haus
- Projekt Volkskultur des Katholischen Kreisbildungswerks Mühldorf e.V.
Kreisheimatpflege für Volksmusik, Volkskultur und Brauchtum
flyer_kreisheimatpflege.pdf ( 343.6 KB)
Projekttag für Blasmusikanten "Boarisch Musi macha" am Samstag, 03.03.2012
Neue Ausgabe des Sternsinger Liederheftes
Die Kreisheimatpflege für Volksmusik und Brauchtum im Landkreis Mühldorf am Inn hat ein Heft zusammengestellt mit ca. 30 Sternsingerliedern, vier Neujahrsliedern und Sternsinger- und Segenssprüchen. Kreisheimatpfleger Dr. Reinhard Baumgartner hat aus seiner Sammlung und nach jahrelanger Erfahrung die schönsten Lieder für diesen Brauch im Weihnachtskreis ausgewählt. Darunter sind auch drei neu entstandene Lieder von Kathi Stimmer-Salzeder aus Aschau a. Inn, die ihre Lieder unentgeltlich zur Verfügung stellt. Das Anliegen des Kreisheimatpfleger ist es dabei, dass die Sternsinger diesen alten Heischebrauch ganz wörtlich nehmen und bei Ihrem Gang zu den Häusern und Wohnungen in bester Weise Lieder singen, die von dem Weihnachtsgeschehen berichten oder einen frommen Wunsch zum Neuen Jahr zum Inhalt haben. Bei einzelnen Liedern ist auch eine einfache Flötenbegleitung gesetzt. Auch die Segens- und Wunsch-Sprüche sowie einige kleine Spielszenen sollen den Auftritt der Heiligen Drei Könige bunter und fröhlicher gestalten.
Das Heft ist bei der Kreisheimatpflege für Volksmusik und Brauchtum oder bei der TRIO Musik Edition, Klosterstr. 22b, 84562 Mettenheim zum Selbstkostenpreis von 5,00 € + Versandkosten erhältlich.
Klöpflsinger Liederheft
Kreisheimatpfleger Dr. Reinhard Baumgartner hat in Zusammenarbeit mit Kathi Stimmer-Salzeder aus Aschau a. Inn einen Klöpflsinger-Übungstag durchgeführt, bei dem Lieder und Sprüche sowie der Ablauf einer „Klöpflszene“ mit Klöpflsingergruppen eingeübt wurden. Dabei konnte auf die jahrzehntelange Praxis des Klöpfelsingerbrauches in Aschau und die reiche Erfahrung von Kathi Stimmer zurückgegriffen werden. Schon um 1960 wurde dieser alte Heischebrauch an den drei Donnerstagen vor Weihnachten von Lehrer Riepertinger, der aus Prien am Chiemsee stammte, in Aschau wieder eingeführt. Seit 1986 führt Kathi Stimmer diesen Brauch alljährlich fort. Zu drei traditionellen Liedern und Sprüchen steuerte sie für dieses Liederheft auch acht eigene neu entstandene Lieder bei, die sich in Aschau bereits seit Jahren bewährt haben. Kathi Stimmer-Salzeder stellt diese Lieder unentgeltlich zur Verfügung und freut sich, wenn sie gesungen werden.
Das Liederheft ist für 3,00 € + Versandkosten bei der Kreisheimatpflege für Volksmusik und Brauchtum und bei der TRIO Musik Edition, Klosterstraße 22 b, 84562 Mettenheim erhältlich.
Franz Seraphim Maier, Blasmusikant und Tavernwirt z'Gallenbach
eine Homage zum 50. Todestag
Nach dem „Wirtsepperl z`Garching“, dem „Ettaler Sternlied in Töging“ und der kulturhistorischen Veranstaltung im Haberkasten Mühldorf zu den Geschehnissen um die Schlacht bei Neumarkt-St. Veit am Georgitag 1809 und den ungeklärten Tod des Landrichters Ruhland von Mühldorf in Wort unter dem Titel „Große Kügel hört man sausen, aber kleine noch viel mehr…“, präsentiert die Kreisheimatpflege für Volksmusik und Brauchtum im Landkreis Mühldorf jetzt erste Ergebnisse ihrer Feldforschungs-Aktivitäten. Nach einem Aufruf der Kreisheimatpfleger im Mühldorfer Anzeiger vor einem Jahr meldete sich der derzeitige Wirt des Gasthauses Maier in Gallenbach bei Taufkirchen und legte Notenhandschriften des Franz Seraphim Maier vor, der die Kapelle Maier zu Gallenbach in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts leitete (auf dem Foto der zweite von links mit Posaune). Die umfangreiche Handschrift enthält dabei 12-stimmige Blechmusiknoten u.a. auch mit Eigenkompositionen des Wirts von Gallenbach. Die Handschrift gibt einen Einblick in die Spielpraxis und die Volkstänze der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen in unserer Region.
Bei einer kulturhistorischen Volksmusik-Veranstaltung der Kreisheimatpflege für Volksmusik und Brauchtum im Landkreis Mühldorf a. Inn, sollen die Handschriften von Franz Maier möglichst originalgetreu wieder erklingen. Dazu hat der Blasmusikant Georg Stenger aus Altmühldorf bereits eine spezielle Gruppe zusammengestellt, um die Noten des Franz Seraphim Maier wieder lebendig werden zu lassen. Schon damals bestanden besondere musikalische freundschaftliche Beziehungen zwischen der Kapelle Maier und der Blaskapelle Altmühldorf. Die im Archiv der Altmühldorfer vermuteten Teile der Notenhandschriften des Tavernwirts von Gallenbach konnten aber bislang nicht aufgefunden werden. Wolfgang Mayer vom Institut für Volkskunde in München hat die Kreisheimatpfleger bei ihren Feldforschungen angeleitet und auf die wichtige kulturhistorische Bedeutung solcher Zeugnisse regionaler Musikausprägung hingewiesen. Er wird ebenfalls anwesend sein bei der Präsentation.
Am Samstag, 26. September um 20 Uhr, geht es in Wirtshaus zu Gallenbach in der Gemeinde Taufkirchen auf mit einer Polonaise für Streichmusik aus der Maier`schen Handschrift , es folgen Mazurka, Schottisch und Polka aus den Eigenkompositionen. Wirtshauslieder werden gemeinsam gesungen. Dazwischen wird Interessantes berichtet zur Geschichte des Wirtshauses am Gallenbach sowie zu dem Musikant und Wirt Franz Seraphim Maier, dessen Todestag Ende September 2009 sich zum fünfzigsten Mal jährt. Dazu laden herzlich ein die Kreisheimatpfleger für Volksmusik und Brauchtum im Landkreis Mühldorf und das Wirtsehepaar Claudia Maier-Häußler und Hilarius Häußler sowie Franz Xaver Maier, Sohn des Musikers Franz Seraphim Maier.
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