Die A 94 ist die kürzeste Fernstraßenverbindung zwischen München und der Region Passau mit Anbindung an Österreich, die Tschechische Republik sowie über das österreichische Autobahnnetz an die Länder Südosteuropas. Sie ist deshalb auch im Leitschema des transeuropäischen Verkehrsnetzes - Straßen - der EU dargestellt und somit ein Vorhaben von gemeinsamem Interesse. Die A 94 beginnt im Stadtgebiet München, ist östlich von München mit dem Autobahnring München (A 99) verknüpft und endet an der A 3 südlich von Passau.

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Vor allem für das Bayerische Chemiedreieck ist die A 94 von herausragender Bedeutung. Bisher fehlt für den extrem wichtigen Wirtschaftsraum Südostoberbayern eine leistungsfähige Anbindung an das übrige deutsche Autobahnnetz, insbesondere an den Ballungsraum München. Gleiches gilt für das "Bäderdreieck" im Bereich von Pocking.
Die Unternehmen des Chemiedreiecks bieten an acht Standorten 25.000 Arbeitsplätze. Viele weitere Arbeitsplätze in der Region hängen indirekt von der chemischen Industrie ab. Die Unternehmen des Chemiedreiecks erzeugen jährlich einen Umsatz von rund 8 Mrd. Euro und ein Transportvolumen von über 5,3 Mio. Tonnen. Von den Erzeugnissen werden ca. 3,0 Mio. Tonnen über die Straße transportiert. Darüber hinaus sind allein ca. 1.900 mittelständische Betriebe mit etwa 18.000 Beschäftigten direkt entlang der B 12 von einer völlig unzureichenden Anbindung an das Autobahnnetz und den Ballungsraum München betroffen.