Der zweigleisige Ausbau und die Elektrifizierung der Bahnstrecke München - Mühldorf - Freilassing - Grenze D/A einschließlich des Abzweigs Tüßling - Burghausen sind von herausragender Bedeutung für den südostbayerischen Raum. Die Strecke ist Teil der europäischen Magistrale Paris - München - Wien - Budapest, die von der EU im Jahr 2004 in die Liste der prioritären Projekte des Transeuropäischen Netzes (TEN) aufgenommen wurde.

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Sie ist gleichermaßen für den Personennah- und Fernverkehr wie für den Güterverkehr von Bedeutung. Sie bringt eine erhebliche Entlastung der Strecke München - Rosenheim und ermöglicht es, dort die Kapazität für den Güterverkehr über den Brenner zu erhöhen.
Der zweigleisige Ausbau und die Elektrifizierung sind dringend erforderlich, um u.a. die Verkehrsanbindung des Chemiedreiecks mit ca. 25.000 Beschäftigten zu verbessern. Die vorhandene eingleisige und nicht elektrifizierte Bahnstrecke hat mit einem jährlichen Transportvolumen von ca. 2,5 Mio. Tonnen bereits heute die höchste Streckenauslastung im Bundesgebiet (über 1% des von deutschen Eisenbahnen transportierten Güteraufkommens).
Nach einer aktuellen Erhebung der Unternehmen des Chemiedreiecks könnte der Gütertransport auf der Schiene sogar auf ca. 4 Mio. Tonnen jährlich gesteigert werden, falls die Bahn entsprechende Kapazitäten anbieten könnte.
Ebenso dringend ist eine bessere Anbindung des gesamten südostbayerischen Raums an den Flughafen München - sowohl für Passagiere als auch für Beschäftigte - über die "Walpertskirchener Spange" und den "Erdinger Ringschluss" der S-Bahn S 2. Grundvoraussetzung hierfür ist ebenfalls die Elektrifizierung (wegen des Flughafentunnels, der nicht mit Dieselloks befahren werden darf).