Folgende geologische Einheiten prägen den Landkreis Mühldorf a. Inn:
Das Tertiärhügelland nördlich des Isentals
Die 14-9 Millionen Jahre alten Sedimente des Tertiärhügellandes bestehen aus Kiesen, Sanden und Mergeln der oberen Süßwassermolasse, der jüngsten Schicht des Tertiärs. Charakteristisch sind die sogenannten asymmetrischen Täler, die zur Isen und zur Rott führen; die ausgedehnten Lößlehmdecken bilden die Grundlage für intensiven Ackerbau.
Die weiten Talverebnungen der jungpleistozänen und holozänen Terrassen (sog. Mühldorfer Schotterfeld)
Das sog. Mühldorfer Schotterfeld wird geprägt durch das Inntal mit seinen großen Mäandern sowie würmeiszeitlichen Schotterterrassen (Niederterrassen), die die weiten ebenen Fluren östlich von Gars a. Inn bis Bierwang und die Verebnung auf der Waldkraiburg, Ampfing und Altmühldorf liegen, bilden.
Die Altmoränen- und Hochterrassenlandschaft nördlich und nordöstlich von Haag bis Aschau (Isener Altmoränen) bzw. östlich des Inns (Alzplatte)
Der Raum nördlich von Gars a. Inn bis nördlich von Haag sowie die Umgebung von Grünthal wird bestimmt durch Altmoränen, die meist von mächtigen Lehmdecken bedeckt sind. Als hochaufragende wellige Kuppen, die von wenigen Rinnsalen durchzogen werden, überragen sie die Niederterrasse.
Die Jungmoränenlandschaft des Inngletschers
Das Rainbachtal bildet eine optische Grenze zwischen der im Norden liegenden hohen Altmoräne und der südlich gelegenen Jungmoräne. Zwischen Maitenbeth im Westen und Gars a. Inn im Osten prägen die würmeiszeitlichen Jungmoränen den Landschaftscharakter; besonders eindrucksvoll ist der Endmoränenkranz der würmeiszeitlichen Vereisung um Haag zu beobachten. Das Gebiet ist geprägt von zahllosen Buckeln und Mulden, Wannen und kesselförmigen Gebilden (Toteiskesseln).
