Gesundheitsleistungen

Welche Gesundheitsleistungen dürfen Asylbewerber in Anspruch nehmen? Besteht die Gefahr von ansteckenden Krankheiten?

 

Innerhalb der ersten drei Tage der Registrierung in einer Erstaufnahmeeinrichtung muss eine entsprechende gesetzlich vorgeschriebene Untersuchung erfolgen. Diese Untersuchungen werden im Landkreis Mühldorf vom Gesundheitsamt in enger Kooperation mit den Kreiskliniken gewissenhaft durchgeführt. Dabei wird beispielsweise auch auf Tuberkulose untersucht. Verdachtsfälle werden sofort isoliert und zur Behandlung in eine Spezialklinik eingewiesen. So wird einer Ansteckungsgefahr für Mitbewohner der Aufnahmeeinrichtung. Ein normaler Kontakt mit den Asylbewerbern in Verbindung mit den üblichen Hygienemaßnahmen (z.B. gründliches Händewaschen) stellt kein erhöhtes Ansteckungsrisiko dar.

Grundsätzlich erhalten Asylbewerber zur Behandlung akuter Erkrankungen und Schmerzzustände die erforderlichen ärztlichen und zahnärztlichen Behandlungen – einschließlich der Versorgung mit Arznei- und Verbandmitteln sowie sonstiger zur Genesung, Besserung oder Linderung von Krankheiten oder Krankheitsfolgen erforderlichen Leistungen. Werdenden Müttern und Wöchnerinnen werden ärztliche und pflegerische Hilfe und Betreuung, Hebammenhilfe, Arznei-, Verband- und Heilmittel gewährt. Zudem können sonstige Leistungen gewährt werden, wenn sie im Einzelfall zur Sicherung der Gesundheit unerlässlich sind.
Ab dem 16. Monat des Aufenthalts müssen sich Asylbewerber bei einer beliebigen gesetzlichen Krankenversicherung versichern lassen.