Der Chip in der Tonne

Das Chip-Erfassungssystem
 

Zum Vergrößern auf das Bild klicken

 

 

Seit dem 1. Januar 2001 ist das Chip-Erfassungssystem im Bereich der Restmüllerfassung im Landkreis Mühldorf a. Inn flächendeckend im Einsatz. Das Identsystem ist ein elektronisches Erfassungssystem. Die Entleerung Ihrer Restmülltonne wird elektronisch und automatisch registriert. Die Anzahl der Leerungen wird am Jahresende abgerechnet.

 

 

Das Chip-Erfassungssystem im Zusammenhang mit der entleerungs- und behälterbezogenen Leistungsgebühr ist ein verursachergerechtes Gebührensystem.

 

 

Technische Details

 

Was ist ein Transponder?
Alle Restmülltonnen sind mit einem sog. Transponder (schwarzer Kunststoffpuck mit Gewinde) ausgestattet. Darunter versteht man kleine elektronische Codeträger mit einmaliger Kennziffer. Dieser Ziffer werden die Grundstücksdaten zugeordnet.

Wie wird die Entleerung erfasst?
Die Transponder sind im sog. Schüttkamm der Tonnen angebracht. Es handelt sich dabei um den oberen Rand der Tonne, der bei der Entleerung an der Schüttung des Müllfahrzeugs eingehängt wird. Durch ein entsprechendes Lesegerät am Müllfahrzeug (Antennen) wird der Transponder erkannt und die Leerungsdaten (Häufigkeit, Zeitpunkt der Leerung) auf einer Chipkarte im Bordcomputer des Müllfahrzeugs gespeichert. Die Lesereichweite zwischen Antenne und Chip im praktischen Einsatz beträgt 20 cm. Damit ist es technisch gesichert, dass eine Registrierung der Entleerung ausschließlich beim Kippvorgang über die Schüttungsvorrichtung in das Müllfahrzeug erfolgt.

Adresse und Behältergröße werden zusätzlich noch auf ein Etikett gedruckt und auf die Tonne geklebt. Dadurch lässt sich genau feststellen, wem eine bestimmte Tonne gehört.

Wie kommen die Aufzeichnungen vom Müllfahrzeug ins Landratsamt?
Nach dem Ende der täglichen Entsorgungstour werden die Daten an eine Auslesestation des Entsorgungsbetriebes übergeben. Von dort aus erfolgt die Übermittlung der Daten an die Gebührenstelle im Landratsamt, wo sie mit einem Behälterverwaltungsprogramm verwaltet und schließlich zur aufkommensgerechten Berechnung der Gebühren herangezogen werden.

Die Leerungsdaten werden in der Entleerungsliste pro Grundstück und Behälter detailliert aufgeführt und am Jahresende ausgewertet. Der im Januar des Folgejahres versandte Bescheid stützt sich auf diese Daten.

Das Chip-Erfassungssystem ist durch ein Sicherheitszertifikat über die Daten- und Manipulationssicherheit des Bundesamtes für Sicherheit und der Informationstechnik (BSI) bestätigt und zertifiziert.

Gibt es festgelegte Mindestentleerungen?
Um illegale Müllbeseitigungen zu vermeiden und aufgrund von Hygieneaspekten ist eine Mindestanzahl von zehn Leerungen (ab 01.01.2012) pro Abrechnungsjahr erforderlich. Die Mindestentleerungen können über das Jahr verteilt werden.