Vollzeitpflege (2)

Welche Formen der Pflege gibt es?

Bereitschaftspflege
Dabei erklären sich die Pflegefamilien dazu bereit, kurzfristig ein Kind bei sich aufzunehmen. In dieser Zeit muss geklärt werden, ob das Kind wieder zu seinen Eltern zurückkehren kann oder ob es eventuell in Dauerpflege in einer anderen Pflegefamilie oder in einem Heim untergebracht werden muss. Die Bereitschaftspflege kann somit ein paar Tage bis mehrere Wochen, in manchen Fällen auch einige Monate dauern. Teilweise haben die Kinder, die in Bereitschaftspflege untergebracht werden, gerade eine Krisensituation durchlebt und benötigen deshalb besonders viel Fürsorge.

Kurzzeitpflege
Eine weitere Form der Pflege ist die Kurzzeitpflege bei Krankenhaus-, Kur- oder Auslandsaufenthalten der Eltern. Die Kurzzeitpflege dauert in der Regel bis zu drei Monate.

Vollzeitpflege
Nimmt man ein Kind in Vollzeitpflege bei sich auf, kann dies zeitlich befristet oder unbefristet sein. In der Regel ist das Ziel die Rückführung des Kindes zur Herkunftsfamilie. Für die Zeit, in der das Kind nicht bei seiner Herkunftsfamilie leben kann, dies können mehrere Monate oder Jahre sein, lebt es in der Pflegefamilie und hat dort seinen Lebensmittelpunkt. Kann keine Rückführung zu den leiblichen Eltern stattfinden, wächst das Kind meist bis zur eigenen Selbständigkeit in der Pflegefamilie auf.

Intensivpädagogische Vollzeitpflege (IPV)
In intensivpädagogischer Vollzeitpflege werden Kinder mit besonders hohem Förderbedarf untergebracht. Dies setzt besondere erzieherische Fähigkeiten und eine pädagogische/psychologische od. pflegerisch/medizinische Ausbildung voraus.

 

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