Energieeffizienznetzwerk

Energieeffizienznetzwerk Kommunal


Im November 2016 wurde den Kommunen des Landkreises die Möglichkeit eines kommunalen Energieeffizienznetzwerkes aufgezeigt.

Das Institut für Systemische Energieberatung an der Hochschule Landshut, die energietechnischen Berater der Hochschule Rosenheim und das bayerische Energieversorgungsunternehmen Bayernwerk stellten sich den Fragen der Bürgermeister und der Vertreter der Nachbarlandkreise zur möglichen gemeinsamen Arbeit. Einer der großen Nutzen dieses Netzwerkes ist es, Synergieeffekte durch die Erfahrungen der anderen Kommunen zu erzielen: Was funktioniert bei den anderen und wo gab es möglicherweise Probleme bei der Umsetzung in den Kommunen.

Die angebotenen Netzwerk-Treffen dienen als optimale Austauschplattform. Durch die Begleitung der beiden Hochschulen als unabhängige Energieberater und die Netzwerkträgerschaft durch Bayernwerk wird eine hervorragende Grundlage gegeben, Maßnahmen technisch und wirtschaftlich bewerten zu lassen und anschließend, durch die Ausschreibungsbegleitung und das Fachwissen der Kooperationspartner, diese Maßnahmen auch tatsächlich in die Umsetzung zu bringen.

Den teilnehmenden Kommunen stehen 40 Beratertage über drei Jahre hinweg zur Verfügung. Durch vierteljährliche Netzwerktreffen wird der Austausch unter den teilnehmenden Kommunen gefördert.

Der Landkreis Mühldorf a. Inn nimmt mit den landkreiseigenen Liegenschaften am Energieeffizienz-Netzwerk – Südostbayern teil.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Namen auf dem Foto von links nach rechts:
Ingo Schroers (Bayernwerk AG), Prof. Dr. Dominikus Bücker (Hochschule Rosenheim),
Marie-Theres Probst (Fachbereichsleiterin Energie- und Klimaschutz im Landkreis Mühldorf), Prof. Dr. Petra Denk (Hochschule Landshut),
Peter Basche (Bayernwerk Natur GmbH), Landrat Georg Huber

 

Im September 2018 wurde das gemeinsame Netzwerkziel beschlossen. Für jede der betrachteten kommunalen Liegenschaften der teilnehmenden Netzwerkpartner, darunter der Landkreis Mühldorf und die Stadt Neumarkt St. Veit, liegen nun Maßnahmenlisten sowie das jeweils maximal mögliche Einsparpotenzial im Hinblick auf Strom- und Wärmeverbrauch vor. Auf Basis der erhobenen Daten haben die beteiligten Kommunen eine Reduktion des Stromverbrauchs um zehn Prozent und eine Reduktion des Wärmeverbrauchs von acht Prozent im Vergleich zum Strom- und Wärmeverbrauch der aufgenommenen kommunalen Liegenschaften vor dem Netzwerk vereinbart. Nach der Definition der Ziele liegt der Fokus nun auf der Konkretisierung und Umsetzung der durch die energietechnischen Berater aufgezeigten Maßnahmen. Für einige Liegenschaften werden durch die energietechnischen Berater detaillierte Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen oder Umsetzungskonzepte erarbeitet und stellen eine wichtige Entscheidungsgrundlage dar. Mehrere Maßnahmen werden in den nächsten Jahren im Rahmen des Gebäudeunterhalts umgesetzt. Darunter zählen zum Beispiel der Einsatz selbstlernender Zirkulationspumpen, die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs, die Überprüfung der Heizungsregelung, die Dämmung verschiedener Komponenten oder Thermografie-Aufnahmen. Das Netzwerk bietet allerdings auch Unterstützung bei der Bewertung und Umsetzung größerer Projekte wie Sanierungsmaßnahmen oder der Betrachtung der Möglichkeiten zum Ausbau erneuerbarer Energien z.B. in Form von PV-Anlagen.