Riesenjubel herrschte am Donnerstagabend in Berlin und an vielen Orten im Landkreis Mühldorf a. Inn: Das Netzwerk Familienbildung hat beim Deutschen KitaPreis 2025 den dritten Platz in der Kategorie „Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres“ belegt. Nun darf sich das Bündnis über ein Preisgeld von 10.000 Euro freuen.
Der Deutsche Kita-Preis wird jährlich vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) zusammen mit weiteren Partnern vergeben. Die Preisverleihung fand im festlichen Rahmen statt, moderiert von Barbara Schöneberger und musikalisch begleitet von der Al-Farabi Musikakademie. Knapp 600 Einrichtungen und Bündnisse hatten sich um die Auszeichnung beworben.
"Wir sind sehr stolz darauf, dass unser Netzwerk auf dem 3. Platz im Finale des Deutschen Kita-Preises gelandet ist. Diese Auszeichnung würdigt die jahrelange, engagierte Arbeit vieler Menschen, die sich täglich dafür einsetzen, die frühkindliche Bildung und die Unterstützung von Familien zu verbessern", sagt Landrat Max Heimerl. Und weiter: "Der Erfolg zeigt, wie wichtig es ist, dass wir als Gemeinschaft zusammenarbeiten, um die besten Voraussetzungen für die Entwicklung unserer Kinder zu schaffen. Ein großes Dankeschön gilt deshalb allen Beteiligten – den Familien, den Bildungseinrichtungen und den engagierten Partnern, die mit ihrem Einsatz dieses wertvolle Netzwerk prägen, und die sich alle als Gewinner fühlen dürfen."
Überzeugt hat die Jury, dass das Bündnis mit datengestütztem Bildungsmonitoring, Befragungen und Evaluationen die Bedarfe der Familien erkennt und passende Angebote entwickelt. Damit möglichst viele Familien im Landkreis teilhaben können, achten die Bündnispartner darauf, dass alle Angebote alltagsnah und gut erreichbar sind. Zur Beratung für Eltern wurden sechs Familienstützpunkte in Kitas und Familienzentren eingerichtet. Die weiteren Angebote reichen von fachlichen Symposien über von Eltern moderierte Austauschrunden bis hin zu Spielenachmittagen. Des Weiteren sind die
Familienstützpunkte lokal vernetzt. Träger und Einrichtungen stimmen sich ab, um Doppelstrukturen zu vermeiden. "So entsteht ein starkes Netz für Familien vor Ort", heißt es in der Begründung der Jury.
"Wir freuen uns riesig", sagt Dr. Carolin Jürgens, Leiterin der Stabstelle Lernen vor Ort. Die Auszeichnung sei eine große Anerkennung und ein Zeichen der Wertschätzung für unser Netzwerk und alle Partner, die sich seit Jahren engagiert an der Arbeit im Netzwerk beteiligen. "Der Preis zeigt auch, wie viel Kraft in dieser Zusammenarbeit steckt. Deshalb gehört der Preis allen aus unserem Netzwerk Familienbildung, die sich mit Herz, Mut und Fachwissen für unsere Kinder, Jugendlichen und Eltern einsetzen."
Erste Ideen, was mit dem Preisgeld geschehen wird, gibt es bereits: „Durch eine Befragung wissen wir, dass die Eltern des Landkreises sich mehr Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit wünschen und dass ein Bedarf an Begegnungs- und Freizeitangeboten besteht. Hier werden wir ansetzen und reflektieren, wie geeignete Maßnahmen aussehen sollen. Wir denken zum Beispiel an eine digitale Freizeitkarte für Familien mit Begegnungs- und Freizeitangeboten in der Region.“
Bundesbildungsministerin Karin Prien hatte in ihrer Eröffnungsrede vor allem die Arbeit der Kitas gewürdigt: "Sie sind Orte, an denen Kinder Vertrauen, Empathie und soziale Stärke gewinnen. Der Deutsche Kita-Preis zeigt eindrucksvoll, welch herausragende Konzepte Fachkräfte, Initiativen und Träger jeden Tag entwickeln, damit Kinder mit Freude und Neugier die Welt entdecken können."
Und Annegret Kramp-Karrenbauer, Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, hatte bei der Preisverleihung betont: „Die Finalisten und Preisträger des Deutschen Kita-Preises machen deutlich: Gute Bildung von Anfang an ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von Professionalität, Zusammenarbeit und dem unerschütterlichen Glauben an die Entwicklung eines jeden Kindes.“
Die weiteren Preisträger des Deutschen Kita-Preises 2025:
Der erste Platz in der Kategorie „Kita des Jahres“ ging an die Inklusive Kita Unkel aus Rheinland-Pfalz. In der Kategorie „Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres“ belegten die Präventionsketten im Landkreis Peine aus Niedersachsen den ersten Platz. Kita und Bündnis erhielten jeweils ein Preisgeld von 25.000 Euro. Alle weiteren Preisträger werden unter www.deutscher-kita-preis.de vorgestellt.

