Auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer besuchte Dr. Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes, kürzlich den Landkreis Mühldorf a. Inn. Gemeinsam mit Martin Regnath, Geschäftsbereichsleiter Recht, Michael Kordon, Direktor der Niederlassung Südbayern, sowie den regionalen Akteuren informierte er sich vor Ort über den aktuellen Stand des Projekts „Innovationsachse und Wirtschaftsraum A94“.
Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer, Landrat Max Heimerl und Landtagsabgeordneter Sascha Schnürer stellten Dr. Güntner die Ziele, bisherigen Ergebnisse und nächsten Schritte des Projekts vor. Dieses verbindet die wirtschaftliche Entwicklung entlang der A94 mit innovativen Ansätzen zur Gewinnung, Speicherung und Nutzung erneuerbarer Energien sowie mit modernen Mobilitäts- und Lärmschutzlösungen.
Die A94 ist zwischen München und dem Landkreis Mühldorf seit 2019 durchgängig befahrbar und hat sich zu einer zentralen Verkehrs- und Entwicklungsachse für die gesamte Region entwickelt. Mit dem Projekt „Innovationsachse und Wirtschaftsraum A94“ sollen die damit verbundenen Chancen gezielt genutzt und zugleich Antworten auf wichtige Zukunftsfragen gegeben werden. Die Bandbreite reicht von Photovoltaikanlagen und neuen Stromspeichermöglichkeiten über die Verbindung von Energieerzeugung und Lärmschutz bis hin zu Ladeinfrastruktur und einer abgestimmten Ansiedlungspolitik entlang der Autobahn.
Im Rahmen der gemeinsamen Befahrung besichtigte die Delegation unter anderem die bestehende Hang-Photovoltaikanlage im Bereich Töging-Erharting. Anschließend wurden am Autohof Frixing und bei der Isentalautobahn GmbH & Co. KG in Ampfing weitere Entwicklungsmöglichkeiten entlang der Strecke erörtert. Dort stieß auch deren Geschäftsführer Anton Maier zur Gruppe. Im Mittelpunkt des Austauschs standen der aktuelle Projektstand, konkrete Planungsansätze und die weitere Zusammenarbeit mit der Autobahn GmbH des Bundes.
Dr. Güntner zeigte sich beeindruckt von der Tiefe und Vielschichtigkeit des Projektansatzes. Besonders hob er hervor, dass im Landkreis Mühldorf a. Inn wirtschaftliche Entwicklung, Energieversorgung, Mobilität und Infrastruktur nicht getrennt voneinander, sondern als gemeinsames Zukunftsprojekt betrachtet werden. Er sagte den Verantwortlichen vor Ort und insbesondere der Wirtschaftsförderung des Landratsamtes die Unterstützung der Autobahn GmbH für die weitere Zusammenarbeit zu.
"Dass der Vorsitzende der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes persönlich in unseren Landkreis kommt und sich intensiv mit unseren Ideen und dem aktuellen Projektstand auseinandersetzt, unterstreicht die Ernsthaftigkeit unseres gemeinsamen Strebens nach einem erfolgreichen Zukunftsprojekt an der A94", erklärte Landrat Max Heimerl. "Wir wollen die Autobahn nicht nur als Verkehrsverbindung betrachten, sondern sie als Innovations- und Lebensader unseres Landkreises weiterentwickeln. Unser Ziel ist es, wirtschaftliches Wachstum, regionale Wertschöpfung, moderne Energieversorgung und konkrete Verbesserungen für die Menschen entlang der Strecke miteinander zu verbinden."
Zum Abschluss besuchte die Gruppe den neu entstandenen Standort der Spedition Greilmeier in Obertaufkirchen. Das Unternehmen steht beispielhaft für die rasante wirtschaftliche und technologische Entwicklung in der Logistikbranche. Auf dem Gelände kommen bereits elektrisch betriebene Lastkraftwagen sowie Fahrzeuge mit dem alternativen Kraftstoff HVO100 zum Einsatz. Vor Ort diskutierten die Teilnehmer, wie die Bedeutung der A94 als Transit- und Fernverkehrsachse mit dem Ausbau einer leistungsfähigen Lade-, Energie- und Speicherinfrastruktur verbunden werden kann.
Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer betonte: "Die A94 ist von zentraler Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung Südostbayerns. Der heutige Besuch hat gezeigt, welches Potenzial entsteht, wenn der Bund, die Autobahn GmbH und die Akteure vor Ort eng und lösungsorientiert zusammenarbeiten. Mit der Innovationsachse A94 verfolgt der Landkreis Mühldorf einen ebenso ambitionierten wie praxisnahen Ansatz. Ich freue mich sehr, dass Dr. Güntner dem Projekt seine Unterstützung zugesagt hat, und werde dessen weitere Entwicklung auch auf Bundesebene mit Nachdruck begleiten."
Dr. Güntner zog ein sehr positives Fazit seines Besuchs. Die Beteiligten vereinbarten, den begonnenen Austausch fortzusetzen und die nächsten Umsetzungsschritte gemeinsam voranzutreiben.

