Anfang Mai 1945 endete mit dem Einmarsch amerikanischer Soldaten für die Menschen im Landkreis Mühldorf a. Inn nicht nur der Zweite Weltkrieg, sondern auch zwölf Jahre totalitäre Diktatur. Zusätzlich zum Wiederaufbau u.a. der Stadt Mühldorf a. Inn, die in den letzten Kriegsmonaten schwere Zerstörungen durch Luftangriffe erlitten hatte, musste wie in ganz Deutschland auch das politische System unter demokratischen Vorzeichen komplett neu aufgebaut werden.
Der erste Schritt auf dem Weg zu einer stabilen Demokratie waren in Bayern die Kommunalwahlen des Jahres 1946. Zwischen Januar und April wurden Bürgermeister, Landräte, Kreis-, Stadt- und Gemeinderäte in der ersten freien Wahl nach der NS-Diktatur neu gewählt. Erst nach dieser ersten demokratischen Übung folgten Ende 1946 die Etablierung der Bayerischen Verfassung und die ersten Landtagswahlen.
Zum 80. Jubiläum der Kommunalwahlen von 1946 wird Geschichtskoordinator Daniel Baumgartner in seinem Vortrag am Donnerstag, 19. Februar um 20 Uhr im Turmbräugartensaal (Ristorante Palermo) in Mühldorf a. Inn einen Blick zurückwerfen und die Situation in Stadt und Landkreis Mühldorf a. Inn in den Jahren 1945 und 1946 darstellen. Von den Herausforderungen der Nachkriegszeit und die Stimmung in der Bevölkerung wird ein Bogen bis zu den Wahlvorbereitungen, der Etablierung von Parteien und dem tatsächlichen Wahlvorgang geschlagen.
Veranstalter: Geschichtsverein Heimatbund Mühldorf
Die Teilnahme ist kostenlos.

