Der aktuelle Stand zu Innovationsachse und Wirtschaftsraum A94 sowie der Energiemanagement- und Klimaschutzbericht 2025 waren zentrale Punkte der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Nahverkehr, Natur und Tourismus.
Innovationsachse und Wirtschaftsraum A94 – Bericht über den Projektfortschritt
Das Projekt "Innovationsachse und Wirtschaftsraum A94" ist ein zukunftsweisendes Infrastruktur- und Entwicklungsprojekt mit konkreten, realisierbaren Handlungsempfehlungen mit Modellcharakter für ganz Bayern und Deutschland. Die Machbarkeitsstudie soll konkrete Ansätze liefern, wie Verkehrsinfrastruktur, Energie, Innovation und moderne Flächenentwicklung intelligent verbunden werden können.
Nach dem offiziellen Projektauftakt im Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr (StMB) im vergangenen Jahr standen zunächst intensive Abstimmungen mit den beteiligten Akteuren im Mittelpunkt. Dabei konnten erste Ergebnisse zusammengeführt und wesentliche Fortschritte für die Machbarkeitsstudie erzielt werden.
"In den vergangenen Monaten wurden gemeinsam mit den Anrainer-Kommunen potenzielle Gewerbeflächen an der A94 identifiziert und bereits im Vorfeld mit den Genehmigungsbehörden untersucht. Parallel dazu führte das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) eine Potenzialanalyse für Photovoltaik durch, analysierte die technischen Rahmenbedingungen und identifizierte mithilfe einer Vor-Ort-Begehung geeignete Betrachtungsräume", erklärte Fachbereichsleiterin Michaela Linner in der Sitzung.
Darauf aufbauend wurden die vorrangigen Untersuchungsabschnitte für einen PV-Lärmschutz, der über die gesetzlichen Vorgaben hinausgeht, entlang der A94 festgelegt. Gleichzeitig nahm die WipflerPLAN Planungsgesellschaft ihre Arbeit auf und ein Akustikbüro wurde mit der Erstellung eines Lärmschutzgutachtens beauftragt. Die neuen Lärmmessungen finden bereits in den kommen Wochen statt.
Ein weiterer Bestandteil der bisherigen Arbeiten war die Analyse des bestehenden Energiebe-darfs. "Auf dieser Grundlage wurden Szenarien zur künftigen Entwicklung des Strom- und Wärmebedarfs in den einzelnen Sektoren des Betrachtungsgebiets entwickelt", so Linner. Diese Ergebnisse fließen nun in die Ausarbeitung einer Reallabor-Skizze ein, die als Grundlage für eine weitere Förderantragstellung dienen soll. Die Reallabor-Förderung soll im Herbst beantragt werden.
"Die bisherigen Ergebnisse zeigen, welche Chancen an unserer Innovationsachse liegen. Jetzt gilt es, diese Potenziale mit Weitblick zu erschließen und Lösungen zu entwickeln, die im Einklang mit den Bedürfnissen der Wirtschaft, der Menschen und der Umwelt sind", betonte Landrat Max Heimerl. "Genau dafür schaffen wir mit der Machbarkeitsstudie die Grundlage."
Auch in den kommenden Monaten stehen zahlreiche Arbeitsschritte an, die gemeinsam mit den Projektpartnern umgesetzt werden. Ziel ist es, alle gewonnenen Erkenntnisse in einer ab-schließenden Machbarkeitsstudie zusammenzuführen und damit konkrete Handlungsempfehlungen mit Modellcharakter für ganz Bayern und Deutschland zu schaffen.
Energiemanagement- und Klimaschutzbericht 2025
Der Landkreis Mühldorf a. Inn legt mit dem Energiemanagement- und Klimaschutzbericht 2025 erneut umfassend dar, wie vielfältig und engagiert die Region an der Umsetzung der Energie-wende und des Klimaschutzes arbeitet. Der Bericht stellt vielfältige Projekte aus unterschiedlichen Handlungsfeldern vor – von der Energiewirtschaft über Mobilität bis Bildung – und zeigt dabei konkrete Erfolge und Perspektiven auf.
Mit der Gründung des Landkreiswerks Mühldorf a. Inn, energieeffizienten Schulbauten und dem konsequenten Ausbau von Photovoltaikanlagen auf den Liegenschaften des Landkreises durch die Regionale Energie GmbH & Co. KG setzt der Landkreis wichtige Impulse für die Energiewende. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch innovative Mobilitätsangebote und einem weitestgehend elektrifizierten Fuhrpark. Gleichzeitig fördern Streuobstwiesen, Blühflächen und der jährliche Baumpflanztag den Artenschutz und stärken die Biodiversität in der Region.
"Die Folgen des Klimawandels zeigen sich immer deutlicher – auch direkt in unserer Region. Umso wichtiger ist es, jetzt gemeinsam Verantwortung zu übernehmen", betonte Landrat Max Heimerl und rief zum gemeinsamen Handeln auf: "Klimaschutz beginnt vor Ort und lebt vom Engagement vieler. Nur wenn wir gemeinsam handeln, können wir unsere Zukunft nachhaltig gestalten."
Der Energiemanagement- und Klimaschutzbericht 2025 sowie die Berichte der vergangenen Jahre sind online abrufbar auf der Webseite des Landratsamtes Mühldorf a. Inn www.lra-mue.de.

