Zum zweiten Mal haben Schülerinnen und Schüler im Landratsamt Mühldorf a. Inn die Möglichkeit erhalten, aktiv an einem Planspiel Kreistag teilzunehmen. In diesem einzigartigen Projekt stellten die Jugendlichen die Abläufe einer Kreistagssitzung nach und erlebten dabei hautnah, wie politische Entscheidungsprozesse auf Kreistagsebene funktionieren.
Im Rahmen des Planspiels bildeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Fraktionen, formulierten politische Standpunkte und führten lebhafte Diskussionen. Dabei nahmen sie verschiedene Rollen ein: als Kreistagsmitglieder, Landrat oder auch als Mitarbeiter der Pressestelle. Sie erarbeiteten Argumente zu fiktiven Themen und erlebten so, wie es ist, in einer politischen Sitzung zu agieren.
Landrat Max Heimerl stand den Jugendlichen während der gesamten Veranstaltung unterstützend zur Seite. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie engagiert und interessiert unsere jungen Menschen an politischen Prozessen teilnehmen. Diese Art der politischen Bildung ist wichtig, um das Verständnis für die Demokratie zu fördern und die Mitbestimmung zu stärken“, betonte Heimerl.
Diskutiert wurden ein spezielles ÖPNV-Ticket für Jugendliche, die Nutzung von Wlan durch die Schülerinnen und Schüler auch in den Pausen sowie die Anschaffung einer Umweltstation für den Landkreis.
Das Planspiel wurde von der kommunalen Jugendpflege und dem Bildungsmanagement „Lernen vor Ort“ organisiert und erhielt breite Unterstützung von den Jugendbeauftragten Heike Perzlmeier, Otti Gantenhammer und Daniela Reingruber sowie von Gemeinderatsmitglied Alexander Eisner aus Ampfing. Das Fazit der Veranstaltung fiel durchweg positiv aus.
„Wir freuen uns sehr, dass die Jugendlichen sich von Anfang an eingebracht haben. Sie haben selbst Themen vorgeschlagen und abgestimmt, welche auf die Tagesordnung kommen und vor Ort engagiert Ihre Meinung vertreten“, erklärten die Organisatorinnen Marina Mayerhofer und Dr. Carolin Jürgens im Rückblick auf die gesamte Vorbereitungszeit des Planspiels.

