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Lebensräume im Landkreis

Um fachlich fundierte Entscheidungen im Naturschutz treffen zu können, müssen Standorte,  Lebensräume und Ansprüche von Tier- und Pflanzenarten bekannt sein. Dazu gibt es eine Reihe von Bestandserhebungen und Gebietsinformationen. Eine Auswahl der wichtigsten Fachinformationen finden Sie im Folgenden.

Arten- und Biotopschutzprogramm

Arten- und Biotopschutzprogramm

Anfang 1988 wurde vom Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen das Arten- u. Biotopschutzprogramm vorgestellt, das unter anderem auf der Grundlage der Biotopkartierung erarbeitet wurde und dem Rückgang der Artenvielfalt und der Zerstörung der Biotope entgegenwirken soll.

Das Programm stellt den Gesamtrahmen aller für den Arten- u. Biotopschutz erforderlichen Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege dar. Es ermöglicht erstmals eine flächenbezogene, fachlich abgestimmte Darstellung und Umsetzung der Ziele des Naturschutzes und enthält (ohne unmittelbare rechtliche Verbindlichkeit) die fachlichen Vorgaben für die Naturschutzbehörden.

Biotopkartierung

Biotopkartierung

Die Biotopkartierung liefert wichtige Grundlagen für den Naturschutz und trägt dadurch wesentlich zur Erhaltung der ökologisch wertvollen Landschaftsbestandteile bei.

Die Biotope werden im Gelände in Karten eingezeichnet und dazu ihre wichtigsten Eigenschaften und Merkmale beschrieben.

Die Biotope werden in verschiedene Biotoptypen unterteilt, die sich aufgrund ihrer Gelände- und Standorteigenschaften, dem Vorkommen von Pflanzenarten und ihren Lebensgemeinschaften sowie ihrer Entstehung voneinander unterscheiden. Bei diesen Biotoptypen handelt es sich zum einen um natürlich entstandene Flächen wie Hochmoore sowie zum anderen um Gebiete, die aufgrund früherer landwirtschaftlicher Nutzung (z.B. Hecken und Streuwiesen) oder als Folge von Rohstoffgewinnung (z.B. Abbaustellen) entstanden sind.

Insgesamt wurden im Landkreis Mühldorf 1.306 Biotope erfasst, dies sind 2,7 % der Landkreisfläche. Die genaue Lage der Biotope kann im Internet mit FIS-Natur aufgerufen werden. Bereitgestellt werden die Daten vom Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU).

Die erste Biotopkartierung fand bereits in den 90er Jahren statt, der zweite Durchgang im Zeitraum 2008 – 2010.

Bayerisches Fachinformationssystem Naturschutz - Online-Viewer (FIN-Web)

Naturräumliche und landschaftliche Gliederung des Landkreises

Naturräumliche und landschaftliche Gliederung des Landkreises

Folgende geologische Einheiten prägen den Landkreis Mühldorf:

Isar-Inn-Hügelland
Die 14-9 Millionen Jahre alten Sedimente des Tertiärhügellandes nördlich des Isentals bestehen aus Kiesen, Sanden und Mergeln der oberen Süßwassermolasse, der jüngsten Schicht des Tertiärs. Charakteristisch sind die sogenannten asymmetrischen Täler, die zur Isen und zur Rott führen; die ausgedehnten Lößlehmdecken bilden die Grundlage für intensiven Ackerbau.

Unteres Inntal
Das sog. Mühldorfer Schotterfeld wird geprägt durch das Inntal mit seinen großen Mäandern sowie würmeiszeitlichen Schotterterrassen (Niederterrassen), die die weiten ebenen Fluren östlich von Gars bis Bierwang und die Verebnung auf der Waldkraiburg, Ampfing und Altmühldorf liegen, bilden. Das Untere Inntal wird im Norden von dem bis zu 100 Meter hohen Steilanstieg des Isar-Inn-Hügellandes begrenzt.

Isen-Sempt-Hügelland
Der Raum nördlich von Gars bis nördlich von Haag sowie die Umgebung von Grünthal wird bestimmt durch Altmoränen, die meist von mächtigen Lehmdecken bedeckt sind. Als hochaufragende wellige Kuppen, die von wenigen Rinnsalen durchzogen werden, überragen sie die Niederterrasse im Osten (s. Unteres Inntal).

Inn-Chiemsee-Hügelland
Das Rainbachtal bildet eine optische Grenze zwischen der im Norden liegenden hohen Altmoräne und der südlich gelegenen Jungmoräne. Zwischen Maitenbeth im Westen und Gars im Osten prägen die würmeiszeitlichen Jungmoränen des Inngletschers den Landschaftscharakter; besonders eindrucksvoll ist der Endmoränenkranz der würmeiszeitlichen Vereisung um Haag zu beobachten. Das Gebiet ist geprägt von zahllosen Buckeln und Mulden, Wannen und kesselförmigen Gebilden (Toteiskesseln).

Alzplatte
Im Gegensatz zur westlich des Inns gelegenen Jungmoränenlandschaft war die Alzplatte während der letzten Vereisung gletscherfrei. Sie baut sich daher aus Schotterfeldern und Moränengürteln älterer Eiszeiten auf (Altmoräne) und ist größtenteils mit Löss überdeckt. Im Norden fällt die Alzplatte mit einer markanten Geländestufe zur Niederterrasse des Inns ab. Die Alzplatte besteht aus einer bis zu 40 Meter hohen Schotterschicht, die von einer mehrere Meter starken Löss- und Lösslehmdecke überzogen ist. In die Schotter haben sich von Süden nach Norden ziehende, teils wasserlose Tälchen eingetieft, sodass sich ein schwachwelliges Relief ergibt.

 

Zuständig im Landratsamt:

Benedikt Schwarzfischer

Teamleitung Naturschutz, Verwaltung

Umwelt, Natur und Wasserrecht
Landratsamt Mühldorf a. Inn

Zimmer-Nr.: 0.16
Töginger Str. 18
84453 Mühldorf a. Inn

(08631) 699-378
benedikt.schwarzfischerlra-mue.de

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