Kommunale Behindertenbeauftragte

Behindertenbeauftragte des Landkreises Mühldorf a. Inn

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

durch die UN Konvention für Menschen mit Behinderung soll die Teilhabe von Menschen
mit Behinderung in allen gesellschaftlichen Prozessen garantiert werden.
Mit den Behindertenbeauftragten der einzelnen Kommunen im Landkreis Mühldorf  versuchen wir,
dieses Recht im Alltag Schritt für Schritt umzusetzen. Hierfür möchte ich mich bei allen ehrenamtlichen
Behindertenbeauftragten in unserem Landkreis sehr herzlich bedanken.

Claudia Hausberger
Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung im Landkreis Mühldorf

Wenn Sie Fragen oder Anregungen an mich haben,
erreichen Sie mich am besten unter claudi.hausberger@gmx.de oder unter 0176/ 500 35 65 0.

 

 

 

 

Assistenz im Krankenhaus beschlossen

„Für Menschen mit einer Behinderung gibt es wieder eine gute Neuigkeit“ so die Behindertenbeauftragte des Landkreises Mühldorf am Inn, Claudia Hausberger. Der Bundesrat hat beschlossen, dass - in bestimmten Fällen - die Kosten übernommen werden, wenn Menschen mit Behinderungen während eines stationären Krankenhausaufenthaltes auf Unterstützung durch vertraute Bezugspersonen angewiesen sind.
Ein Krankenhausaufenthalt ist für alle Menschen eine belastende Situation. Für Menschen mit schwersten oder Mehrfachbehinderungen und ihre Angehörigen kann er zu einer traumatisierenden Erfahrung werden. Besonders dann, wenn aufgrund von kognitiven Einschränkungen nicht mit Worten kommuniziert werden kann, oder auf Ungewohntes mit Ängsten reagiert wird.
Dann ist dringend eine vertraute Bezugsperson für die Dauer der Behandlung nötig. Die Krankenhäuser können dies nicht leisten und daher war dringend geboten, eine gesetzliche Anspruchsgrundlage zu schaffen. Die Regelung sieht nun vor, dass bei Mitaufnahme von Begleitpersonen aus dem privaten Umfeld die Gesetzliche Krankenversicherung die gegebenenfalls anfallenden Entgeltersatzleistungen übernimmt. Bei Begleitung durch vertraute Mitarbeiter*innen der Eingliederungshilfe werden die Personalkosten von den für die Eingliederungshilfe zuständigen Trägern übernommen. Voraussetzung ist in beiden Fällen, dass die zu begleitende Person grundsätzlich Anspruch auf Leistungen der Eingliederungshilfe hat. Die pflegerische Leistung bleibt weiterhin Aufgabe des Krankenhauspersonals.

 

 

BAG SELBSTHILFE APP

Die Behindertenbeauftragte des Landkreises Claudia Hausberger weißt auf die neue App der BAG SELBSTHILFE hin.
Diese ist unter www.selbsthilfe.app abrufbar.


 

Arbeit und Behinderung


Auf Einladung der Behindertenbeauftragten Claudia Hausberger fand eine digitale Informationsveranstaltung zum Thema „Arbeit und Behinderung“ statt.
Unter dem Motto „Aufgaben und Leistungen des Integrationsfachdienstes (ifd) und des Inklusionsamts für Personen mit Behinderung“ informierte Astrid Schlegel, Teamleitung des Integrationsfachdienstes Oberbayern Südost. Interessierte konnte sich bei dieser online Veranstaltung hier an konkreten Beispielen informieren, welche Möglichkeiten der Arbeitsvermittlung und Unterstützung für Menschen mit einer Behinderung der Integrationsfachdienst bieten kann. Die Integrationsfachdienste bieten Beratung und ein breitgefächertes Unterstützungsangebot für Arbeitgeber und Menschen mit Behinderung zur Teilhabe am Arbeitsleben. Die qualifizierten Fachberater/ innen arbeiten einzelfallbezogen und verfügen über behinderungsspezifische Kenntnisse und Kompetenzen in allen Behinderungsarten.
Die Integrationsfachdienste haben zwei Zielgruppen, nämlich zum einen Menschen mit Schwerbehinderung oder Gleichgestellung, die in Arbeit sind oder Arbeit suchen. Hierzu gehören auch schwerbehinderte Schulabgänger/innen oder solche mit besonderem Unterstützungsbedarf und Absolventen/innen aus Förderschulen. Auch Mitarbeiter/innen aus Werkstätten für behinderte Menschen, die in den allgemeinen Arbeitsmarkt integriert werden können und Rehabilitanden/innen, die in Arbeit sind oder Arbeit suchen.
Die zweite Gruppe, für die der Integrationsfachdienst tätig ist, so Frau Schlegel, seien Arbeitgeber/innen, die schwerbehinderte Personen, sowie Schulabgänger/innen mit Einschränkungen oder Rehabilitand/innen neu einstellen wollen.
 

 

Pflege - Einfacher zur Haushaltshilfe - Alltagsunterstützung durch ehrenamtliche und selbstständig tätige Einzelpersonen 

Jetzt dürfen in Bayern auch ehrenamtliche Einzelpersonen, wie hilfsbereite Nachbarn, Pflegebedürftige im hauswirtschaftlichen Bereich unterstützen.
Dafür darf ein Entlastungsbetrag von max. 125 € im Monat bei den Pflegekassen geltend gemacht werden.
Voraussetzungen: Registrierung bei der Fachstelle für Demenz und Pflege, Teilnahme an einer kostenlosen 8-Std.-Basisschulen (z.Zt. online)

Mehr nachzulesen unter

https://www.demenz-pflege-bayern.de/angebote-zur-unterstuetzung-im-alltag/einzelpersonen/ehrenamtlich-taetige-einzelpersonen/

https://www.vdk.de/bayern/pages/presse/vdk-zeitung/81314/einfacher_zur_haushaltshilfe

 

 

Notfall-Bereitschaft von Gebärdensprach-Dolmetscher*innen

Jetzt gibt es wieder die Notfall-Bereitschaft von Gebärdensprach-Dolmetscher*innen:

Für eine*n Dolmetscher*in im Notfall, zum Beispiel im Krankenhaus oder bei der Polizei, etc.,abends oder nachts von 17.00 Uhr - 08:00 Uhr morgens oder an Wochenenden oder an Feiertagen rund um die Uhr (von 0.00 Uhr – 24.00 Uhr).
Im Internet können Sie Filme in Gebärdensprache und mehr Informationen dazu sehen:

https://nfb.lvby.de/  . Die Karte („NFB-Infokarte“) im Anhang kann man  selbst ausdrucken und immer mitnehmen.

In einem Notfall können Sie dann die Karte im Krankenhaus… abgeben. Dann kann das Krankenhaus eine*n Dolmetscher*in bestellen.

 

 

Kommunikative Barrierefreiheit in Impfzentren in Städten und Landkreisen

Wenn sich hörbehinderte oder taubblinde Personen für die Impfung gegen COVID-19 entscheiden, sind für Ihre Aufklärung und Verständigung während der Impfung unbedingt notwendig:

gemäß der jeweils ihnen eigenen Sprache und Kommunikationsform.

Professionelle Dolmetscher*innen sind von Nöten für v.a.

Artikel 25 der UN-Behindertenrechtskonvention beschreibt das Recht auf Zugang zu Gesundheitsdiensten. Im Rahmen dieser Gesundheitssorge ist der Zugang durch geeignete Maßnahmen zu gewährleisten.Diese Maßnahmen schließen nach Artikel 9 der UN-Behindertenrechtskonvention die Feststellung und Beseitigung von Zugangshindernissen und –barrieren ein.Konkret bedeutet das die Notwendigkeit des Hinzuziehens von geeigneten, professionell qualifizierten Dolmetscher*innen.

Rein schriftsprachliche Kommunikation stellt keine hinreichende und keine gesicherte Grundlage dar. Auch von der Übersetzung durch betreuende Personen raten wir ab, da dies keine rechtlich sichere Basis bietet.

Für die konkrete Bestellung von o.g. Dolmetscher*innen wenden Sie sich bitte an:

Gebärdensprach-Dolmetscher Bezirkszentrale (DBZ)
Schwanthalerstr. 76 Rückgebäude, 0336 München
Telefon:               089 – 543 81 10
Fax:                       089 – 543 97 92
Email:                    service@dbz-oberbayern.de

Eventuell empfiehlt es sich, einzelne Tage festzuglegen, an denen o.g. Dolmetscher*innen im Impfzentrum für mehrere Termine hörbehinderter und taubblinder Personen anwesend sind.

Auch ist die Begleitung von Mobilen Teams durch entsprechende Dolmetscher*innen bei Terminen für hör(seh)behinderter Menschen in Heimen notwendig, wenn Betroffene einer Impfung zustimmen.

Im Sinne der Chancengleichheit für Menschen mit Hörbehinderung setzen wir uns für die kommunikative Barrierefreiheit in Impfzentren ein.Bei weiteren Fragen steht Sabine Kraus  vom  der BLWG-Informations- und Servicestelle  für Menschen mit Hörbehinderung Region 18 – Südost-Oberbayern- Bahnhofstraße 29 -83278 Traunstein- Unter  Tel.:  0861 / 90 97 78 24 oder Fax:  0861 / 90 97 78 26 oder per Mail: iss-ts@blwg.de zur Verfügung.

 

Kommunikative Barrierefreiheit in Impfzentren in Städten und Landkreisen

Wenn sich hörbehinderte oder taubblinde Personen für die Impfung gegen COVID-19 entscheiden, sind für Ihre Aufklärung und Verständigung während der Impfung unbedingt notwendig:

gemäß der jeweils ihnen eigenen Sprache und Kommunikationsform.


Professionelle Dolmetscher*innen sind von Nöten für v.a.

Artikel 25 der UN-Behindertenrechtskonvention beschreibt das Recht auf Zugang zu Gesundheitsdiensten. Im Rahmen dieser Gesundheitssorge ist der Zugang durch geeignete Maßnahmen zu gewährleisten.
Diese Maßnahmen schließen nach Artikel 9 der UN-Behindertenrechtskonvention die Feststellung und Beseitigung von Zugangshindernissen und –barrieren ein.
Konkret bedeutet das die Notwendigkeit des Hinzuziehens von geeigneten, professionell qualifizierten Dolmetscher*innen.

Rein schriftsprachliche Kommunikation stellt keine hinreichende und keine gesicherte Grundlage dar. Auch von der Übersetzung durch betreuende Personen raten wir ab, da dies keine rechtlich sichere Basis bietet.


Für die konkrete Bestellung von o.g. Dolmetscher*innen wenden Sie sich bitte an:
Gebärdensprach-Dolmetscher Bezirkszentrale (DBZ)
Schwanthalerstr. 76 Rückgebäude, 0336 München
Telefon:                 089 – 543 81 10
Fax:                        089 – 543 97 92
Email:                    service@dbz-oberbayern.de

Eventuell empfiehlt es sich, einzelne Tage festzuglegen, an denen o.g. Dolmetscher*innen im Impfzentrum für mehrere Termine hörbehinderter und taubblinder Personen anwesend sind.

Auch ist die Begleitung von Mobilen Teams durch entsprechende Dolmetscher*innen bei Terminen für hör(seh)behinderter Menschen in Heimen notwendig, wenn Betroffene einer Impfung zustimmen.

Im Sinne der Chancengleichheit für Menschen mit Hörbehinderung setzen wir uns für die kommunikative Barrierefreiheit in Impfzentren ein.
Bei weiteren Fragen steht Sabine Kraus  vom  der BLWG-Informations- und Servicestelle  für Menschen mit Hörbehinderung Region 18 – Südost-Oberbayern- Bahnhofstraße 29 -83278 Traunstein-
Unter  Tel.:  0861 / 90 97 78 24 oder Fax:  0861 / 90 97 78 26 oder per Mail: iss-ts@blwg.de zur Verfügung.

 

 

Infos der Bundesregierung zur Corona Warn App in leichter Sprache

Laut der Behindertenbeauftragten des Landkreises Mühldorf am Inn, Claudia Hausberger, gibt es zur Corona Warn app auch Informationen in leichter Sprache: Diese findet man unter dem Link:

https://www.bundesregierung.de/breg-de/leichte-sprache/corona-warn-app

Außerdem gibt es zwei Hotlines:

Technische Fragen                       08007540001
Persönliche Verifizierung            08007540002

 

Hier wurden Sie von Bezirkstagspräsident Josef Mederer empfangen und im barrierefreien Sitzungssaal des Bezirks werden die Gäste dann über die Aufgaben des Bezirks informiert. Dier Bezirk als überörtlicher Sozialhilfeträger ist für den Bereich der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung zuständig. Dies sind in ganz Oberbayern momentan circa. 48.500 Personen- Auch der Bereich der ambulanten Pflege ist seit 1.Januar 2018 von den Landkreisen auf den Bezirk übergegangen. Somit ist der Bezirk nun für den gesamten Bereich der Pflege zuständig: Von ambulant bis stationär. Dies sind in Oberbayern circa 19.000 Betroffene Personen. Der Bezirkshaushalt umfasst im Moment circa eine Summe von 2 Milliarden Euro, wovon der 90 Prozent in den sozialen Bereich Fließen. Die restliche Summe fließt in die Bereiche Kultur, Brauchtum, Heimatpflege, ebenso wie in die Fischerfachberatung, Imkereifachberatung et cetera. für die die Bezirke auch zuständig sind.

 

 

Informationen rund um den Schwerbehindertenausweis

Frau Böhner vom Zentrum Familie und Soziales Bayern (ZBSF) kam auf Einladung der Behindertenbeauftragten Claudia Hausberger in den Landkreis, um umfassende Informationen rund um das Thema Schwerbehindertenausweis zu geben. Aufgabe des ZBFS ist die Feststellung einer vorliegenden Behinderungen, des Grades der Behinderung (GdB)  sowie die Feststellung der weiteren gesundheitlichen Merkmale (Merkzeichen) als Nachweis für besondere Beeinträchtigungen. Außerdem stellt das ZBSF die Schwerbehindertenausweise nach § 152 Abs. 5 SGB IX und die einschlägigen Bescheinigungen zur Vorlage bei anderen Behörden und Stellen (Steuerbescheinigung, Bescheinigung für den Beitragsservice, etc.) aus. Eine Behinderung im Sinne des Gesetzes liegt vor, wenn die körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit eines Menschen mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher seine Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Schwerbehindert gilt, so Frau Böhner, wer einen GdB von wenigstens 50 sowie Wohnsitz, gewöhnlicher Aufenthalt oder Beschäftigung auf einem Arbeitsplatz rechtmäßig in Deutschland hat. Nicht als behindert gilt, wer alterstypische Beeinträchtigungen hat, z.B. altersbedingte allg. Verminderung der körperlichen Leistungsfähigkeit (weniger Kraft, Ausdauer, etc.) oder altersspezifische Einschränkungen der Seh- und Hörfähigkeit. Wichtig bei der Feststellung ein rechtswirksame Antragsstellung (Antragseingang), die Ermittlungen zum Gesundheitszustand durch Bearbeiter des Versorgungsamts ( Einholung von Befundanforderung beim Hausarzt oder auch bei Fachärzten und Kliniken (HNO, Augen, Psychiater, etc.), Dann wird dem Ärztlichen Dienst (ÄD) des Versorgungsamtes die Akte zur Beurteilung geschickt. Hier erfolgt in der Regel eine Beurteilung nach Aktenlage, aber bei Bedarf kann auch die Durchführung einer amtsärztlichen Untersuchung (ca. 10 %) staatfinden. Anschließend kommt es zur Erstellung einer versorgungsärztlichen Stellungnahme, die den Erlass eines Bescheides auf Basis dieser Stellungnahme. Der Bescheid beinhaltet auch die Ausstellung des Ausweis oder der Bescheinigungen. Diese gesamte Prüfung dauert von Antragseingang bis Bescheid erlass in der Regel 80 Tage so Frau Böhner. 
 

 

 

Betreutes Wohnen in Familien

Zwei Gäste hat die Beauftragte für Menschen mit Behinderung Claudia Hausberger zum letzten Treffen der kommunalen Beauftragten eigeladen gehabt.
Frau Doubek und Frau Fischer, die in der Stiftung Ecksberg das Thema „Betreutes Wohnen in Familien“ betreuen.
Beim Betreuten Wohne in Familien haben Menschen über 18 Jahre  mit einer geistigen,
körperlichen oder einer mehrfach Behinderung die Möglichkeit, vorrübergehen oder dauerhaft in einer Gastfamilie zu Leben und in deren Alltag eingebunden zu werden.
Der Mensch mit Behinderung kann somit ein weitgehend selbständiges Leben außerhalb einer stationären Einrichtung  führen.
Als Gastfamilie kommen Ehepaare mit oder ohne Kind,
aber auch Einzelpersonen in Frage. Die "Gasteltern" benötigen keine pädagogische Ausbildung, denn in Fragen der pädagogischen Begleitung
des Gastes stehen ihnen ausgebildete Mitarbeiter der Stiftung Ecksberg zur Verfügung. Die Mitarbeiter der Stiftung vermitteln hier
die Familien und die Menschen mit Behinderung und treffen sich auch regelmäßig mit ihnen, um zu beraten und zu unterstützen.
Die Leistung der Gastfamilie wird nach festgelegten Beträgen honoriert, die vom Bezirk Oberbayern bezahlt werden.
Außerdem muss der Gast für die Unterbringung Miete bezahlen und für seinen Verpflegungsaufwand aufkommen. 
Wer sich genauer zu dem Thema informieren will, kann dies unter 08631/9869925 bei Frau Doubek oder 08631/9869925 bei Frau Fischer.

 

 

Inklusion vor Ort gestalten – Kommunale Beauftragte stärken

Wolnzacher Erklärung der bayerischen Beauftragten der Kommunen und
der Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung vom 05.06.2016

Die großen Reformvorhaben auf Bundesebene mit dem Behindertengleichstellungsgesetz und dem Bundesteilhabegesetz werden
entscheidenden Einfluss auch auf das Leben von Menschen mit Behinderung in Bayern haben. Es wäre notwendig gewesen,
im Rahmen der Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes eine Verpflichtung privater Unternehmen zur Schaffung barrierefreier Angebote festzuschreiben.
Dies ist neben Einkaufsmöglichkeiten und Arztpraxen auch für den Tourismus in Bayern sehr wichtig. Deshalb fordern wir:

Die Verpflichtung privater Unternehmen zur Barrierefreiheit im Rahmen einer Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes
muss ein wesentliches Gesetzgebungsvorhaben für die nächste Legislaturperiode werden.

Im Rahmen der Erarbeitung des Bundesteilhabegesetzes begrüßen wir den sehr guten Beteiligungsprozess sowohl
auf Bundes- als auch auf Landesebene. Allerdings bleibt der Referentenentwurf klar hinter den Erwartungen der Menschen mit Behinderung zurück. Deshalb fordern wir:

Die Verpflichtung privater Unternehmen zur Barrierefreiheit im Rahmen einer Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes muss
ein wesentliches Gesetzgebungsvorhaben für die nächste Legislaturperiode werden.

Im Rahmen der Erarbeitung des Bundesteilhabegesetzes begrüßen wir den sehr guten Beteiligungsprozess sowohl auf
Bundes- als auch auf Landesebene. Allerdings bleibt der Referentenentwurf klar hinter den Erwartungen der Menschen mit Behinderung zurück. Deshalb fordern wir:

Die sechs gemeinsamen Kernforderungen des Deutschen Behindertenrates zum Bundesteilhabegesetz vom 11. Mai 2016 müssen
bei der Überarbeitung des Referentenentwurfes umgesetzt werden. Die Kernforderungen sind hier zu finden:
http://www.deutscher-behindertenrat.de/mime/00094845D1464940357.pdf.

Die anstehende Novellierung des Bayerischen Behindertengleichstellungsgesetzes ist von großer Bedeutung für ein barrierefreies
Bayern 2023 und nicht zuletzt für die Arbeit der kommunalen Beauftragten. Deshalb fordern wir:

Die Stellung der kommunalen Behindertenbeauftragten ist zu stärken und die Kernforderungen unserer Wolnzacher Erklärung 2015
(http://www.behindertenbeauftragte.bayern.de/imperia/md/content/stmas/behindertenbeauftragte/wolnzacher-erklaerung190715.pdf) sind umzusetzen.

 

 

BSBB und BLWG stellen sich vor

 

Beim letzten Treffen der kommunalen Beauftragten für Menschen mit Behinderung im Landkreis Mühldorf, das auf Einladung der Kreisbeauftragten Claudia Hausberger im Landratsamt Mühldorf stattfand, standen zwei Punkte auf der Tagesordnung. Zuerst stellte Frau Brigitte Lindmeier, Bezirksgruppenleiterin des Blinden und Sehbehindertenbundes die Arbeit des Blinden- und Sehbehindertenbundes vor. Anschließend wurden die Aufgaben des BLWG-Informations- und Servicestelle für Menschen mit Hörbehinderung von der Mitarbeiterin Frau Kraus erörtert.
Frau Lindmeier erklärte hier, dass der BSBB eine  Selbsthilfeorganisation mit über  80.000 blinden und sehbehinderten Menschen in Bayern ist. Er vertritt ihre Interessen gegenüber Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Ziel des BBSB ist, blinden und sehbehinderten Menschen ein selbstbestimmtes Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen.  In den  letzten Jahren hat sich die Arbeit auch dahingehend verändert hat, dass jetzt auch Personen beraten werden, die jetzt noch sehen können, jedoch von einer Erblindung betroffen sind.  Ein Großteil der Arbeit wird hier von ehrenamtlichen Personen übernommen. In Bayern gibt es zehn Beratungszentren, in den  wohnortnahe Hilfen angeboten werden,  z.B Mobilitätstraining, Training zur selbständigen Haushalts- und Lebensführung, sozialrechtliche Beratung, etc. Die Beratungsstelle, die für den Landkreis Mühldorf mitzuständig ist, befindet sich in Rosenheim.  Mehr Informationen findet man auch unter der Internetadresse: http://www.bbsb.org/
Die BLWG-Informations- und Servicestelle für Menschen mit Hörbehinderung befindet sich in Traunstein, ist aber auch für den Landkreis Mühldorf zuständig. Die BLWG-Informations- und Servicestelle Traunstein ist Teil eines dreijährigen Modellprojektes in Oberbayern. Ermöglicht wurde das Modellprojekt durch das Engagement und die finanzielle Förderung des Bezirks Oberbayern und des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen.  Die Servicestelle wird vom Hier findet regelmäßige Beratungstermine im Landratsamt Mühldorf statt, so Frau Kraus. Die Beratung richtete sich an gehörlose, schwerhörige, taubblinden, hörsehbehinderte Menschen, Personen mit Tinnitus, mit Cochlea Implantat Träger, an Angehörige aber auch an Mitarbeiter von Einrichtungen etc. Wie auch beim Blindenbund ist die Beratung hier kostenlos. Man bekommt hier Fachauskünfte zum Thema Hörbehinderung, technische Hilfsmittel und Kommunikationshilfen, allgemeine Sozialberatung, Hilfen zur Alltagsorganisation etc. Mehr Informationen findet man auch unter der Internetadresse: www.blwg.eu
In der anschließenden Diskussion wurde auch noch herausgestellt, dass man sich auch an beide Stellen wenden kann, wenn man Fragen zur Barrierefreiheit im Bereich Umbau oder Neubau für Menschen mit Hör- oder Sehbehinderung hat.

 

 

 

Inklusion – eine Aufgabe für uns alle!

 

Inklusion heißt wörtlich übersetzt Zugehörigkeit, also das Gegenteil von Ausgrenzung. Einen wichtigen Meilenstein zur Umsetzung von Inklusion war die UN Behindertenrechtskonvention, die 2009 in Deutschland in Kraft trat. Um dieses Thema genauer zu erörtern, hat Claudia Hausberger, Behindertenbeauftragte des Landkreise Mühldorf Herrn Stefan Sandor, Mitarbeiter der bayerischen Beauftragten für Menschen mit Behinderung eingeladen.
Inklusion hat sehr viel mit Kooperation und Kommunikation zu tun und ist auch als Prozess zu sehen, so Herr Sandor. Inklusion ist eine Menschrecht und mit der Umsetzung stehen wird am Anfang eines langen Prozesses.  In seinem Referat ging er speziell auf n Bereich Inklusion im Bereich Barrierefreiheit, Bildung und Beschäftigung ein.  Wichtig sehr hier die Haltung mit Menschen mit Handicap, d.h. man muss sie auf Augenhöhe empfangen, eine Perspektivwechsel vollziehen – sich in den gegenüber hineinversetzen und dann ein gemeinsames Handeln überlegen. „Hier ist das Stichwort „mit den Menschen und nicht über die Menschen“ entscheidend, so der Referent und dann auch gemeinsam die Verantwortung für seine Handlung übernehmen.
Wichtig ist auch, dass in Deutschland ein Teilhabegesetz kommt, denn bisher sind die meisten Leistungen von Menschen mit Behinderung eine Sozialleistung. Hierzu soll voraussichtlich noch in dieser Wahlperiode im Bundestag ein Bundesteilhabegesetz verabschiedet werden, dass vor allem in Bayern die Kommunen entlasten soll.
Auch der Bereich Bayern Barrierefrei 2023 wurde von Herrn Sandor thematisiert. Wichtig ist hier neben den baulichen Barrieren auch der Bereich Kommunikation. Als Beispiel nannte Herr Sandor hier barrierefreien Internetzugang oder auch den Bereich „ Sprache“. Viele Schreiben sind sehr schwierig formuliert, so dass sie viele Personen, vor allem Personen mit Lernbehinderung nicht verstehen. Im baulichen Bereich kann man sich jederzeit an die Bayerische Architektenkammer wenden, von der  man bei Bauten Hilfestellung erhält.
Ein großes Feld ist auch der Bereich Arbeitsmarkt, wo Menschen mit einer Behinderung noch immer eine doppelt so hohe Arbeitslosenquote haben wie Menschen ohne Behinderung. Auch hier muss man gezielt informieren, dass man zum Beispiel über das Integrationsamt etc. Unterstützung erhalten kann.
„Nach der Diskussion mit den Zuhörern aus Kommunen, Schulen, Einrichtungen und Behindertenbeauftragte sowie aus der Verwaltung war klar, wichtig ist ein Umdenken im Umgang mit Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft“, so Claudia Hausberger als Resümee der Veranstaltung.

 

 

 

Die Meldestelle für Webbarrieren hilft Surfern mit Behinderungen weiter

Ansprechpartner für Menschen mit Behinderungen, die im Internet auf Hindernisse stoßen, ist die Meldestelle für Webbarrieren.
Eingerichtet wurde sie im Oktober 2006 vom Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik (AbI).
Darin haben sich mehr als 50 Initiativen, Organisationen und Verbände zusammengeschlossen,
um die Vision eines Internets, das niemanden mehr ausgrenzt, Schritt für Schritt zu realisieren.
„Das Konzept der AbI-Meldestelle ist einzigartig. Surfer, die beispielsweise motorisch eingeschränkt, gehörlos, blind oder sehbehindert sind haben die Möglichkeit,
per E-Mail, Fax, Telefon oder über ein Online-Formular auf konkrete Probleme hinzuweisen. Danach unterbreiten die Mitarbeiter der
Meldestelle den jeweiligen Seitenbetreibern Lösungsvorschläge“, erklärt Professor Christian Bühler, Leiter des Aktionsbündnisses für barrierefreie Informationstechnik.
Mehrere hundert Webbesucher haben das Angebot bereits genutzt, das im Internet unter www.webbarrieren.wob11.de zu finden ist.

Ins Leben gerufen wurde die Meldestelle des AbI-Projekts, weil das Internet einen wichtigen Stellenwert für die politische und gesellschaftliche Teilhabe erlangt hat.
Durch Barrieren im Web werden zahlreiche Surfer aber benachteiligt. So haben körperbehinderte Menschen, die keine Maus benutzen können,
ein Problem, falls die Bedienbarkeit einer Seite nicht alleine durch die Tastatur gewährleistet ist. Und blinde Internetnutzer,
die sich beim Surfen einer Technologie bedienen, die ihnen die Bildschirminhalte vorliest, verlieren den Überblick, wenn Überschriften,
Absätze und Links für die Software nicht klar erkennbar sind.

Weitere Informationen zum AbI-Projekt und der AbI-Meldestelle gibt es im Internet unter www.abi-projekt.de und www.wob11.de.

 

Barrierefreies bauen nach DIN 18040

Degenhart_DIN_18040.pdf